Traumjob dank Baby

Plötzlich kam das erste Kind und Rebecca musste das Studium aufgeben. Doch ihr konnte nichts Besseres passieren. Endlich weiß sie, was sie mit ihrem Leben machen will - nur Mama sein, ist es nicht. Eine Erfolgsgeschichte #insidemom 


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Natürlich spielt das Mamasein in meinem Leben eine gewaltige Rolle. Nicht nur privat. Ich wäre heute beruflich nicht da, wo ich bin (also CEO eines internationalen Unternehmens) wenn ich keine Kinder bekommen hätte. Aber: Ich bin immer noch Frau. Ehefrau. Tochter. Chefin. Pragmatikerin. Leseratte. Das Mamasein ist ein Teil von mir. Es erfüllt mich, aber es lässt mir auch Raum für anderes. Warum auch nicht?

Ich glaube, niemand verändert seinen Charakter, wenn er ein Kind bekommt. Es sieht vielleicht manchmal so aus, weil alle Eigenschaften, die man vorher hatte - ob positiv oder negativ - sich irgendwie verstärken. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Wer vorher schon ungeduldig war, ist es als Mama noch mehr. Wer früher schon gerne andere umsorgte oder tröstete, wird das mit dem Kind besonders ausleben. Wer immer aktiv war – sportlich oder im Beruf – wird es auch mit dem Kind noch sein. Die gängige Meinung scheint hierzulande allerdings zu sein: Mit Kind sei das Leben quasi vorbei. Figur im Eimer, Karriere beendet.


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Gelegenheit zur Selbstfindung


Oder ist das nicht immer öfter ein Vorwand, weil man selbst keine Motivation findet? Oder kann das Kind selbst nicht sogar Motivator sein? Seien wir ehrlich: Man hat doch nie wieder so viel Zeit wie im Mutterschutz oder der Elternzeit. Zeit nicht im Sinne von „Nichts zu tun“. Arbeit ist mit Kind genug da, das ist mir schon klar, aber Gelegenheit zur Selbstfindung. Die meisten Mütter (und auch Väter) in meinem Bekanntenkreis haben erst in der Elternzeit herausgefunden, was ihnen wirklich wichtig ist. Und ein Kind kann so viel Positives bewirken! Viele Mütter gehen öfter an die frische Luft, ernähren sich gesünder, sind besser organisiert, haben sich beruflich neu orientiert oder freuen sich eher an den kleinen Dingen.


„Arbeit ist mit Kind genug da, aber auch Gelegenheit zur Selbstfindung. Die meisten Mütter in meinem Bekanntenkreis haben erst in der Elternzeit herausgefunden, was ihnen wirklich wichtig ist. Und ein Kind kann so viel Positives bewirken! ...”

von Rebecca Köhler

Bei mir war es ähnlich. Ich war mitten im Studium, als ich das erste Mal schwanger wurde. Das Studium habe ich abgebrochen. Aber was ich nicht aufgeben wollte, war der Sport. Ich habe immer schon nebenberuflich als Tanz- und Fitnesstrainerin gearbeitet. Während der Schwangerschaft wurde mir klar, dass es das ist, was ich eigentlich machen wollte.

Bis kurz vor der Entbindung stand ich noch vor der Gruppe. Als mein Sohn da war machte ich den Nebenjob zum Hauptberuf. Ich konnte meine Zeiten flexibel einteilen und mein Baby mit in die Kurse nehmen. Darüber hat sich nie jemand beschwert und mein Kind fühlte sich in Gesellschaft immer am wohlsten (das ist bis heute so geblieben). Wenn ich ihn zu den Übungen dazugenommen hatte, hat er gelacht und den ganzen Kurs erfreut. Irgendwann meinte eine Teilnehmerin: „Sowas müsste es mal geben“.
Mein Baby verhalf mir zum Traumjob

Letztendlich entstand genau so die Idee für mein „drittes Baby“, meine Firma. Mein Fitnesskonzept für Mamas und Babys, fitdankbaby®, hat so eingeschlagen, dass es innerhalb der letzten Jahre zu einem internationalen Unternehmen herangewachsen ist. Zahlreiche andere Mütter habe ich als Trainerinnen in ihre Selbstständigkeit begleiten dürfen. Mein Mann ist mittlerweile voll im Unternehmen und wir lieben unsere Kinder, uns und unseren Job.

Selbstverständlich ist mir bewusst, dass ich auch eine gute Portion Glück hatte. Und natürlich kenne ich schlaflose Nächte, unberechenbare Kinder, Momente des Selbstzweifels und „Regretting Motherhood“-Phasen. Aber mit genug Optimismus übersteht man jeden Tiefpunkt. Alles hat einen Sinn und alles ist möglich. Ganz sicher!


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Hier schreibt: Rebecca Köhler


#insidemom: Rebecca Köhler


Ich bin Rebecca, 34 Jahre, verheiratet, habe einen Sohn (8) und eine Tochter (4). Nach der Geburt meines Sohnes habe ich das fitdankbaby®-Konzept entwickelt, das heute zu einem internationalen Lizenzkonzept herangewachsen ist. Gemeinsam mit meinem Mann leite ich das Unternehmen aus der Zentrale in Augsburg.

Die Aktion #insidemom stellt Frauen mit ganz unterschiedlichen Lebensmodellen vor. Das unterstütze ich gerne, da ich selbst ein für viele scheinbar außergewöhnliches Lebensmodell habe. Ich stehe für die Vereinbarkeit von Muttersein und Sport aber auch für die bestmögliche Kombination aus Mutterschaft und Beruf und wünsche mir, dass mehr Mütter ihr Leben weiterleben und ihre Träume verwirklichen können.


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Alle Beiträge zu #insidemom lesen Sie auf unserer Themenseite. Hier erzählen Frauen - absolut ehrlich und offen - was ihr Mutter-Herz wirklich bewegt.

Das Ziel? Ein buntes Mosaik von Gedanken, Erfahrungen, Erlebnissen und Standpunkten. Jede Erfahrung am Mutter sein, jedes Thema ist willkommen und steht für sich selbst. Steht stellvertretend für einen Weg. Ohne Vergleiche und ohne Wertung.



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