Kindererziehung: Traditionen behutsam modernisieren

Kindererziehung: Traditionen behutsam modernisieren. Wir zeigen Ihnen in unserem Ratgeber, wie Sie einen eigenen Erziehungsstil finden, wenn Sie auf die Erfahrungen Ihrer Eltern zurückgreifen und diese behutsam modernisieren


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Kindererziehung: Was war früher wirklich besser?

Meine Mutter hat definitiv nie einen Erziehungsratgeber gelesen. „Mama“, fragte ich sie also direkt, „welchen Zaubertrick wendest du eigentlich an?“ Sie ist ehrlich erstaunt. „Ich habe den beiden einmal gezeigt, wie sie was machen sollen, seitdem halten sie sich daran.“ Ach so. Wen wundert's da noch, dass immer mehr Experten denBlick zurück in die eigene Kinderstube wagen. Und öffentlich darüber nachdenken, ob die Erziehung damals nicht doch Erfolg versprechender war als das, was uns heute dazu einfällt. Ein interessanter Ansatz, klar. Doch macht es tatsächlich Sinn, die Rolle zurück anzustreben und seine Kinder in einem Benimm-Kurs anzumelden? Sicher nicht. Denn die heutige Elterngeneration hat sich aus gutem Grund von alten Erziehungsidealen abgenabelt - man denke nur an früher so geläufige Sätze wie: „Wenn Erwachsene reden, haben Kinder den Mund zu halten.“ Der Diplom-Psychologe Michael Thiel: „Es ist absolut wünschenswert, aus den Fehlern der Eltern zu lernen und bei der Erziehung der eigenen Kinder vieles anders machen zu wollen. Schließlich können sich nur so man selbst, die Kinder und die Gesellschaft weiterentwickeln. Es wäre doch schlimm, wenn man stehen bliebe bei den Idealen der Vergangenheit.“




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