Kindererziehung: Zwischen Tradition und Moderne


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Kindererziehung: Zwischen Tradition und Moderne


Ein Beispiel: Vielleicht wollen Sie gar nicht der Kumpel-Vater sein, der heute „in“ ist. Sie würden sich mehr darüber freuen, wenn Ihre Kinder auch mal ohne Diskussion tun würden, was Sie ihnen auftragen. Nun - was hindert Sie dann daran, konsequent zu sein? Vielleicht, dass Sie selbst unter der Strenge Ihres Vaters gelitten haben und nun Angst haben, Ihre Kinder könnten Ihnen Strenge genauso übel nehmen? Doch langsam. Nur weil Sie sich durchsetzen, heißt das noch nicht, dass Sie in die Strukturen früherer Generationen zurückfallen. Dafür hat sich in den letzten Jahrzehnten viel zu viel getan. Ein Vater, der Autorität ausstrahlt, kann inzwischen sehr wohl auch der Papa sein, der mit dem Sohn herumtollt und abends himmlische Gute-Nacht-Geschichten erzählt. Welcher Weg ist nun zu gehen? Beim Blick zurück helfen 3 Schritte:
  • Werte neu definieren
  • Autorität behalten
  • Authentizität finden
„Wenn wir nicht anfangen, unseren Kindern bestimmte Werte in der Erziehung mitzugeben, dann nehmen wir ihnen später große Chancen“, sagte FamilienministerinUrsula von der Leyen kürzlich in einem „Spiegel“-Interview. Mit 14, 15 Jahren könnten Kinder nicht „aus dem Nichts heraus“ gefestigte Haltungen vorweisen, wenn sie zuvor „in Beliebigkeit gelebt haben“. So war es früher: Kennen Sie den Begriff „Moralpredigt“? Genau solche mussten unsere Eltern und Großeltern ertragen. Werte wurden oft weitergegeben, ohne sie zu hinterfragen. Natürlich ist Bescheidenheit eine Zier - doch diese Zier trug z.B. dazu bei, dass manch intelligentes Mädchen ohne höhere Schulbildung blieb. Werte heute: Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Fairness haben nach wie vor Gültigkeit. Loyalität auch. Aber um jeden Preis? Sicher nicht. Andererseits ist vieles verloren gegangen, um das es schade ist: Viele Kinder finden Notlügen okay oder danken Oma nicht einmal dann, wenn sie sich über ihr Geschenk freuen. Zu Hause mal den Tisch abdecken? Nö, echt ätzend.