Kindergarten vermittelt Beziehung zur Umwelt


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Kindergarten und Kita vermitteln Beziehung zur Umwelt

Ein Beispiel: Unter den Stichworten „Sinn, Werte und Religion“ formuliert der Orientierungsplan das Bildungsziel: „Kinder lernen, gemeinsam ihre sozialen sowie ökologischen Bezüge in einer vielfältigen Welt mitzugestalten, [und] erfahren einen Ort des guten Lebens als Heimat.“ Umgesetzt hat der Kindergarten am Mühlbach dieses Ziel, indem er ganz aktuell ein lokales Großereignis, die Fertigstellung der Umgehungsstraße B31 West, thematisiert hat. „30 Jahre haben die Bürger von Umkirch für diese Straße gekämpft. Solange sie mitten durch den Ort führte, stellte sie für die Kinder eine permanente Gefahrenquelle dar und hinderte sie daran, allein und sicher in den Kindergarten zu kommen.

Als dann endlich die Arbeiten begannen, haben wir die Baustelle regelmäßig besucht, die Fortschritte mit einer Videokamera festgehalten, Interviews mit Bauleitern und Anwohnern geführt und auf Kinderkonferenzen über die Bedeutung des Projekts für die Kita und die Gemeinde gesprochen. Und weil die Straße am 20. Dezember 2007 eingeweiht wurde, haben wir das Bauvorhaben unter dem Motto ,Unser schönstes Weihnachtsgeschenk - die Umgehungsstraße ist fertig zum Advent-Projekt erklärt“, erzählt Rita Birkle. Seither werkeln die Kinder gruppenübergreifend an einem Modell, das auf einer mehrere Quadratmeter großen Grundfläche die neuen Wohn- und Verkehrsverhältnisse samt Häusern, Straßen, Brücken, Verkehrsschildern und Grünanlagen im Miniaturformat widerspiegelt. Bildung im Kindergarten: Verknüpfung von Theorie und Praxis Genau in dieser engen Verknüpfung von wissenschaftlichem Anspruch, wie er in den Bildungplänen formuliert ist, und der lebensweltlichen Praxis, wie sie den Kindern tagtäglich begegnet, sieht Rita Birkle den entscheidenden Vorteil des Orientierungsplans. „Wenn beides zusammenkommt, wird's fruchtbar“, fasst sie ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Konzept zusammen. Dass zur Umsetzung des Plans auch eine umfassende, qualifizierte Weiterbildung des Personals und günstige Rahmenbedingungen - sprich kleinere Gruppen und mehr Vorbereitungszeit - gehören, verschweigt sie nicht. Dennoch stellt sie fest: „Die Erzieherinnen haben sich mit großem Enthusiasmus auf den Orientierungsplan gestürzt.“