Getreideprodukte sollten täglich auf den Tisch kommen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Weil die wertvollsten Bestandteile im Keimling und in den Randschichten sitzen, sind Brot und Nudeln aus Vollkornmehl am gesündesten.
Am besten gewöhnen Sie Ihr Kind frühzeitig an die Vollkorn-Variante, denn bei einer späteren Umgewöhnung ist viel Fingerspitzengefühl nötig. Die dunkle Farbe, der kräftigere Geschmack und die härtere Konsistenz sind vielen Kindern dann nicht mehr so geheuer. Eine zu rasche Umstellung kann auch zu Blähungen führen.
Milchprodukte enthalten viel Kalzium für starke Knochen und Zähne. Um den erhöhten Bedarf von Kindern zu decken, reicht aber schon (je nach Alter) ein Viertel- bis ein halber Liter Milch pro Tag.
Kinder bis zum 10. Lebensjahr sollten pasteurisierte Milch trinken, empfiehlt die Verbraucherzentrale. In Rohmilch können unerwünschte Keime enthalten sein. Wenn Ihr Kind keine Milch mag, bieten Sie Joghurt, Butter- oder Dickmilch an. Auch Käse kann die Milch ersetzen. Faustregel: Je härter er ist, desto mehr Kalzium enthält er auch. Wer es streichfähig mag, ist mit Frischkäse am besten bedient. Schmelzkäse enthält zu viel Salz.
Fleisch und Wurst sind für die Kinderernährung wichtig und gesund. Allerdings gibt es Einschränkungen: Zwei bis drei kleine Fleischmahlzeiten in der Woche sind genug, sonst kommen zu viele tierische Fette auf den Teller. Ein kleines, mageres Stückchen Fleisch und eine große Portion Gemüse und Kartoffeln, Reis oder Nudeln bieten den besten Nährstoff-Mix.
Vorsicht bei Wurst-Aufschnitt: Stark gepökelte und geräucherte Waren können schädliche Substanzen enthalten. Manche Sorten enthalten auch völlig überflüssige Aromastoffe. Ab und zu eine Scheibe Wurst auf dem Brötchen ist aber völlig okay. Ein Wiener Würstchen sollten Sie Ihrem Kind dagegen bei der Fahrt durch den Supermarkt nicht in die Hand drücken - das ist auf Dauer einfach zu fett.
Pflanzliche Fette enthalten die beste Kombination an gesunden Fettsäuren. Für Salate sind kalt gepresste, nicht raffinierte Öle perfekt, zum Kochen sind sie allerdings zu schade. Da genügen raffinierte Öle wie Sonnenblumen-, Oliven- oder Rapsöl. Die besten Streichfette sind Butter und ungehärtete Margarine. Bei der Fetthärtung gehen nämlich wertvolle Fettsäuren verloren, und es bilden sich die bei Wissenschaftlern umstrittenen Transfettsäuren.
Am Thema Süßigkeiten scheiden sich die Geister: Kinder lieben sie - ernährungsbewusste Eltern würden sie am liebsten vom Speiseplan streichen, denn sie machen dick, sorgen für Löcher in den weichen Milchzähnen und haben gesundheitlich wenig zu bieten.
Trotzdem ist ein grundsätzliches Verbot keine gute Idee, denn dann werden Süßigkeiten erst recht interessant. Besser: Legen Sie bestimmte Naschzeiten fest, zum Beispiel nach dem Mittagessen, und bieten Sie dann eine kleine Menge an. Ausnahmen sollten Sie zu besonderen Anlässen aber durchaus auch mal zulassen. Anschließend Zähneputzen nicht vergessen.
Fazit: Mit ungezuckerten Getränken und vielen pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Getreide schaffen Sie das Grundgerüst für eine gesunde Kinderernährung. Sinnvoll ergänzt wird es, wenn regelmäßig Fisch sowie Milchprodukte auf den Tisch kommen. Beim Fleisch sollten Sie ruhig ein bisschen auf die Bremse treten - und für fettreiche Lebensmittel und Süßigkeiten gilt: Weniger ist auf jeden Fall mehr. In diesem Sinne guten Appetit!

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