
Klar kennen wir Weizen, Roggen und Hafer. Doch es gibt viel mehr Getreide-Sorten: Servieren Sie Ihren Kindern doch einmal Hirse, Amaranth oder Quinoa.
Amaranth ist eine Körnerfrucht und zählt streng genommen nicht zu den Getreidesorten, hat aber eine ähnliche Zusammensetzung. Amaranth schmeckt im Müsli, als Grütze oder in Brot und Gebäck.
Besonderheit: Amaranth enthält viel Kalzium und Eisen. Weil es kein Gluten enthält, muss es zum Backen mit Backgetreide gemischt werden.
Buchweizen ist eigentlich kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs. Buchweizen lässt sich zum Kochen von Grütze, für Pfannkuchen, Müsli, Bratlinge, Klöße und zum Backen der „Buchweizen-Torte“ verwenden. Weil die Körner beim Aufkochen stark schleimen, müssen sie vorher mehrfach gründlich gewaschen werden.
Besonderheit: Ist glutenfrei und reich an Magnesium, Kalzium, Eisen und hochwertigen Fettsäuren. Bei Gluten-Unverträglichkeit kann es in der Säuglingsernährung glutenhaltiges Getreide ersetzen.
Bulgur ist wie Couscous ein vorgekochtes Weizenprodukt, das nur noch ausquellen muss und schnell serviert ist. Es stammt aus dem Nahen Osten und gehört dort noch heute zu den Grundnahrungsmitteln. Bulgur schmeckt in Suppen, zu Fisch, Fleisch und Gemüse oder als süßer Nachtisch. Und überall, wo auch Brot, Reis, Nudeln oder Kartoffeln passen.
heißt das berühmte Nationalgericht in Nordafrika. Die Grundlage dafür ist Weizengrieß. Couscous von A bis Z selbst zuzubereiten, ist etwas aufwendig, denn dafür sind mehrere Arbeitsgänge nötig. Im Handel gibt es aber auch Instant-Couscous, der nur kurz in Brühe aufgekocht wird und dann ein paar Minuten quellen muss. Fertig ist eine schmackhafte Beilage zu Fleisch oder Gemüsegerichten.
Dinkel ist die Urform des Weizens und wurde schon von den Kelten und den alten Ägyptern angebaut. Dinkel hat einen milden, leicht nussigen Geschmack, soll eine beruhigende Wirkung haben und die Konzentration fördern. Weil Dinkel über die gleichen guten Backeigenschaften wie Weizen verfügt, eignet er sich auch hervorragend zum Backen von Brot.
Besonderheit: Dinkel ist besonders leicht verdaulich.
Gerste zählt zu den ältesten Getreidesorten. Sie wächst fast überall und ist sehr anspruchslos. Der größte Teil der Ernte geht in die Futtermittelindustrie, in die Bier- oder Getreidekaffee-Herstellung. Für unsere Ernährung eignet sich Gerste als Flocken fürs Müsli, als Grütze oder Graupe. Bio-Gerste liefert mehr Nährstoffe, weil dafür die hochwertigere Nacktgerste ohne Spelzen angebaut wird.
Besonderheit: Gerste enthält nur wenig Gluten, dafür viel Kalium und Kieselsäure.
Graupen entstehen durch Schleifen von Weizen- oder Gersten-Körnern, bis nur noch der Mehlkörper übrig bleibt. Dadurch verringert sich der Nährwert. Graupen eignen sich als Einlage in Suppen.
Grünkern ist unreif geernteter Dinkel, der über Buchenfeuer getrocknet wird. Die Körner haben eine grünliche Farbe und schmecken besonders würzig in Suppen, Aufläufen und als Bratling.
Hafer ist das gesündeste Getreide überhaupt, weil es sehr hochwertiges Eiweiß und wichtige Fettsäuren enthält. Hafer schmeckt nussig, ist leicht bekömmlich und für die Säuglingsernährung ideal als Haferschleim oder Schmelzflocken.
Besonderheit: Hafer ist reich an fettlöslichen Vitaminen, B-Vitaminen, Folsäure, Eisen, Kalzium und Zink.
Hirse ist ein glutenfreies, hochwertiges Korn und gehört in vielen Ländern der Welt zu den wichtigsten Getreidearten für die Ernährung des Menschen. Aus Hirsemehl lassen sich feine Breie und Backwaren zubereiten und aus den kleinen, gelben Körnern schmackhafte süße oder herzhafte Aufläufe. Neben Hafer ist Hirse das Getreide mit dem höchsten ernährungsphysiologischen Wert.
Besonderheit: Hirse enthält Eisen, Kalzium und Magnesium. Außerdem regt Hirse bei Kindern den Appetit an und ist leicht verdaulich.
Der Name „Kamut“ bedeutet „Seele der Erde“. Diese Urform des Weizens ist ein Hochenergie-Getreide, mild und leicht verdaulich. Durch den hohen Anteil an Klebereiweiß (Gluten) ist es ein gutes Backgetreide für Brot, Gebäck und Nudeln. Kamut stammt grundsätzlich aus Bio-Anbau.
Besonderheit: Kamut enthält viele gesunde Fettsäuren und wertvolles Eiweiß.
Mais wird weltweit angebaut, stammt aber ursprünglich aus Mittelamerika. Aus Mais lassen sich viele Getreideprodukte herstellen, die die Familienküche bereichern, wie zum Beispiel Maismehl (Kukuruz), Maisgrieß (Polenta), Maisstärke und Cornflakes. Es gibt speziellen Popcorn-Mais, der in einem Topf mit etwas Öl zu Hause ganz prima „ploppt“. Polenta: Polenta ist feiner Maisgrieß, in wenigen Minuten süß in Milch oder herzhaft in Wasser zubereitet. Lecker zu Braten, Gulasch, Wild, aber auch in Pfannkuchen, Kroketten und Klößen.
Besonderheit: Mais ist glutenfrei und leicht verdaulich. Deshalb wird er gern in der Kinderernährung eingesetzt.
Quinoa stammt aus Südamerika und wird auch „Inkakorn“ oder „Inkapfeil“ genannt. Es galt als Heil- und Wundermittel. Quinoa ist glutenfrei und lässt sich wie Reis kochen - bei kürzerer Garzeit. Es eignet sich als Beilage, als Einlage in Suppen und Eintöpfen sowie in Flockenform oder als Keimling fürs Müsli. Manche Sorten müssen vor dem Verzehr sehr gut gewaschen werden, weil sie Bitterstoffe enthalten.
Reisschleim oder Reisflocken sind gut verträglich und eignen sich deshalb ausgezeichnet als erste Beikost. Als Beilage sind Parboiled- und Naturreis am gesündesten.
Besonderheit: Reis steckt voller hochwertigem Eiweiß, wertvollen Kohlenhydraten, B-Vitaminen und Mineralstoffen.
Roggen eignet sich sehr gut für Brot, mit Natursauerteig gebacken ist Roggenbrot lange haltbar.
Besonderheit: Roggen enthält viel Kalium, Eisen, Zink und Kalzium.
Weizen verfügt über einen hohen Anteil an Gluten (Klebereiweiß) und hat damit gute Backeigenschaften. Er schmeckt mild und fördert den Schlaf.

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