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Zahnzusatzversicherungen

Foto: Thinkstock


Zahnzusatzversicherung

Die Zahnzusatzversicherung schließt man nicht immer besser bei der eigenen Kasse ab. Was Sie beachten sollten. Immer vergleichen
Die ein oder andere gesetzliche Krankenkasse bietet – in Kooperation mit einem Privatversicherer – auch eine Zahnzusatzversicherung an. Dabei locken sie oft mit Vorzugskonditionen: Günstige Tarife, Wegfall der Gesundheitsprüfung oder kürzere Wartezeiten bis zur ersten Leistung sind mögliche Vorteile. „Trotzdem muss eine solche Police nicht unbedingt die bessere sein“, betont Kai Vogel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Er rät, bei der Zahnzusatzversicherung immer mehrere Anbieter zu vergleichen. Klären Sie: Was passiert, wenn Sie Ihre Krankenkasse wechseln? Steigt dann der Tarif?

Kleingedrucktes lesen
Was ist durch die Zahnzusatzversicherung alles abgesichert? Manche sehen lediglich einen Zuschuss zur Standardversorgung vor, für hochwertige Leistungen wie Implantate wird nicht gezahlt. Prüfen Sie daher genau, welcher Anbieter Ihren individuellen Bedarf abdeckt. Zusatzbeitrag: bald für alle? Den monatlichen Zusatzbeitrag zur regulären Prämie führen immer mehr Krankenkassen ein. Was Sie darüber wissen sollten. Gesetzliche Vorgaben
Seit 2009 zahlen alle gesetzlich Versicherten ihre Beiträge in einen Gesundheitsfonds ein. Kommt eine Krankenkasse mit dem Budget, das ihr hieraus zugeteilt wird, nicht aus, darf sie einen monatlichen Zusatzbeitrag erheben: Bisher waren dies pauschal bis zu acht Euro oder sogar maximal ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens – bis zu 37,50 Euro im Monat. Mit den neuen Beschlüssen der Bundesregierung ist diese Obergrenze für den Zusatzbeitrag gefallen: Je nach Krankenkasse kann es für die Versicherten also noch deutlich teurer werden. Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht. Immerhin: Es zahlt nur das Kassenmitglied, mitversicherte Familienangehörige sind ausgenommen. Sonderkündigungsrecht
Erhebt Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, dürfen Sie wechseln, auch wenn Sie nicht – wie sonst gefordert – seit mindestens 18 Monaten Mitglied sind. Allerdings muss diese Sonderkündigung erfolgen, bevor der Zusatzbeitrag erstmals fällig wird. Versicherte in einem Wahltarif mit dreijähriger Bindung haben Pech: Sie besitzen kein Sonderkündigungsrecht.

Zukunft ungewiss
Die ersten 13 gesetzliche Krankenkassen, die einen Zusatzbeitrag verlangen, sind BKK advita, BKK für Heilberufe, BKK Gesundheit, BKK Phoenix, BKK Publik, BKK Westfalen-Lippe, City BKK, DAK, Deutsche BKK, Esso BKK, Gemeinsame BKK Köln, KKH-Allianz und Novitas BKK. Experten erwarten, dass im Laufe dieses oder des nächsten Jahres weitere Krankenkassen nachziehen werden – vielleicht sogar alle. Genau weiß das niemand. Kleiner Trost: Seit diesem Jahr sind Krankenversicherungsbeiträge – auch der Zusatzbeitrag – als Sonderausgaben steuerlich absetzbar.