Mutter setzt Kind auf Zuckerdiät – mit erstaunlichen Folgen

Die Schwedin Anna Larsson wagte für sich und ihre Familie einen entscheidenden Schritt: Sie setzte ihre vierjährige Tochter auf eine Zuckerdiät. In einem Post auf Facebook berichtet sie, was die radikale Ernährungsumstellung mit ihrem Kind gemacht hat.  


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Mutter setzt Kind auf Zuckerdiät


© iStock
Ein kerngesundes Kleinkind auf Diät setzen? Eine schwedische Mutter hat dieses Tabu gebrochen und Zucker weitgehend aus der Ernährung ihrer vierjährigen Tochter gestrichen. Auslöser des Ganzen war die immer heftiger werdende Reaktion ihres kleinen Mädchens auf ungezuckerte Lebensmittel. "Sie lehnte alles ab, was wir zubereitet hatten. Stattdessen wollte sie Kekse und andere süße Snacks", sagte Larsson gegenüber der BBC

Nach einem Wutanfall der Tochter war Schluss mit dem Zucker


"Dass Zucker ungesund ist, das ist nichts Neues, das weiß jeder", so Larsson weiter. Doch erst ein Dokumentarfilm im schwedischen TV über die Risiken hohen Zuckerkonsums auf die Gesundheit von Kindern sorgte bei ihr für ein Umdenken. Erst jetzt realisierte sie, wie abhängig ihre Tochter von dem süßen Zeug bereits war. Als ihre Tochter dann eines Tages auf ein Verbot süßer Snacks mit einem völlig übertriebenen Wutanfall reagierte, beschloss Larsson: Das war’s, ab sofort gibt es gar keinen Zucker mehr.


Kein Zucker mehr: Das waren die Folgen

Dass die ersten Tage dieses strikten Zuckerverbots nicht einfach werden würden, darauf war Larsson eingestellt. Doch nicht darauf, was danach geschehen sollte.
Ihre Tochter begann plötzlich, Geschmack an vorher verhassten Lebensmitteln, wie Kartoffeln und Gemüse, zu finden und nicht mehr nach Süßem zu fragen. „Ihr Geschmackssinn ist wie ausgewechselt!“, berichtet die Mutter in einem ihrer Facebook-Posts. Und auch das Verhalten des Mädchens zeigte massive Veränderungen. Sie sei viel ausgeglichener und nicht mehr so wütend, wie zuvor. Außerdem würde sie abends viel besser einschlafen. Tagsüber würde sie nun mehr Interesse daran zeigen, etwas aktiv zu unternehmen, statt nur fernzusehen.

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Larssons Facebook-Post ernte Begeisterung. Über 2.500 Menschen klickten bisher "Gefällt mir". Unzählige Kommentare bestärken sie in ihrer Entscheidung. Doch es gibt auch negative Stimmen, wie sie im Gespräch mit der BBC gesteht. "Einige Leute denken, es [das Zuckerverbot, Anm. d. Red.] ist extrem. Doch ich habe nie gesagt, dass man gar keinen Zucker mehr essen darf. Wir essen Zucker – aber man darf ihn nicht jeden Tag essen".

Zuletzt appelliert Larsson im BBC-Gespräch an alle Eltern, den Zuckerkonsum ihrer Kinder zu überdenken: "Wenn dein Kind diesen totalen Heißhunger auf Zucker hat, dann braucht es Hilfe. Das Kind kann es nicht allein – das müssen wir Eltern machen." Und: "Wir dürfen Kindern im Supermarkt keine Süßigkeiten geben, nur damit sie Ruhe geben."

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