Schneeschuh-Wandern mit Kindern


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Wir entscheiden uns für einen Drei-Tages-Skipass. 109 Lifte und 229 Pistenkilometer liegen uns in der östereichischen Schladming-Dachstein-Region zu Füßen, „Das dürfte reichen“, flüstere ich meinem Mann zu, als wir die Skipässe ordern. Er lächelt, wohl wissend, dass ich wahrscheinlich nur drei, vier der Pisten testen werde, in jedem Fall nur blaue, also einfache Pisten. Das Skigebiet Reiteralm bietet eine große Auswahl an blauen Pisten. Die Sonne steht schon wie ein großer, weißgelber Teller hoch oben am Himmel, als wir die Gondel verlassen und unsere Skier anschnallen. „Wow!“, entfährt es Tim wieder, diesmal beim Anblick der Berggipfel rundherum. Überall Zweitausender, die Hauser-Kaibling, Planai oder Hochwurzen heißen, alles Gipfel, die durch die Schladminger Ski-Schaukel verbunden sind. Ich steuere mit den Kindern das Übungsareal an. Weil man dort altes Ski-Können auffrischen und Neues lernen kann. Und weil es ganz in der Nähe eine bewirtete Almhütte mit Sonnenterrasse gibt… In den kommenden Tagen nehmen wir das Skigebiet näher unter die Lupe, wagen uns auch auf den Hauser-Kaibling und kehren mittags in urige Almhütten ein. Einmal fahren wir hinauf auf den Skywalk, die wahrscheinlich tollste Aussichtsplattform der Alpen auf 2700 Metern Höhe, von der aus man an klaren Tagen sogar die slowenischen Triglav-Berge sehen kann.

Skifahren, Schneeschuhwandern, Schlittenfahren mit Kindern

„Wir wollen heute hier bleiben!“, sagen die Kinder ein paar Tage später beim Frühstück im Hotel und sind sich ausnahmsweise mal einig. Die winterlichen Temperaturen und das Skifahren scheinen die Energien der Kinder aufgebraucht zu haben. Die Kinder sie wollen im Hotel-Schloss bleiben, unbedingt, wollen einmal Burgherren spielen und sich als Gespenster tarnen. Ich bin in Genehmigungslaune – und plane insgeheim einen Saunabesuch. Der nächste Tag bringt einen heftigen Schneesturm und später, nachdem er sich gelegt hat, eine Schneeschuh-Wanderung mit den Kindern durch winterweiße Wälder. Am Abend erwarten uns ein zünftiges Rittermahl und ein Wettbewerb im Armbrustschießen. „Es gibt übrigens wirklich keine Gespenster“, flüstert Ernst Jakob und Nora am Abend zu, „na ja, zumindest nicht hier.“ Der Stoderzinken ist noch Pflicht, sagt Burgherrin Gerlinde, ein kleiner Berg, der mit seinem Miniatur-Skigebiet wirkt wie aus Heidis Bergwelt. Und eine Schlittenfahrt auf dem Galsterberg steht ebenfalls noch auf unserer Wunschliste. Dessen Rodelstrecke ist 5 Kilometer lang, mitunter kurvig und steil. Die ganze Familie schwebt hinauf und rast hinunter. Wir fliegen aus den Kurven in den Tiefschnee, rappeln uns wieder auf, jagen einander, lachen, kreischen, jubeln und beschließen unten einstimmig: das Ganze noch mal!
„Manchmal springen hier Rehe in die Gondeln“, erzählt uns Ernst, als die Gondel wieder dem Gipfel entgegenschwingt, „vor allem, wenn die Gondel nah an den Tannen vorbeifährt. Am besten, wir schließen die Fenster!“ Tim grinst. Nora und Jakob schauen Ernst mit großen Augen an. „Schluss jetzt, Ernst!“, zische ich – und bin gespannt, was er sich nächstes Jahr einfallen lässt. Informationen zu Familien-Skigebiete in der Steiermark unter www.steiermark.com