So cool … ist die Ostsee!

Weißer, feiner Sandstrand, seichter Badebereich: Timmendorfer Strand und Niendorf sind tolle Familienziele – mit trendigen Sportangeboten wie Windsurfen, Beachvolleyball und Stand Up Paddling.


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Wer nicht zu den Eingeweihten gehört, kann sich an diesem kühlen Herbsttag am Timmendorfer Strand nur die Augenreiben. Die Außentemperatur liegt knappüber null Grad und das Ostseewasser ist auch nicht weit vom Gefrierpunkt entfernt. Trotzdem herrscht reger Betrieb auf der Seebrücke: Es wimmelt nur so von Wellenreitern. Wie die Lemminge werfen sich die schwarzgekleideten Gestaltenden Naturgewalten entgegen.

Bei starkem Ostwind ist dieser Ort in der kalten Jahreszeit ein Geheimtipp: Denn dann brechen hier, zumindest für Ostsee-Verhältnisse, beindruckende Wellen. Und die Seebrücke hilft den Surfern beim Start. Sie springen einfach von der Mitte der Brücke ins Wasser. So müssen sie nicht gegen die Wellen und den Wind nach draußen paddeln.

Strandkörbe und Seebrücke

Typisch Ostsee: Strandkörbe im weißen Sandstrand und die Seebrücke am Timmendorfer Strand


© iStock
Wer nicht von großen Wellen, sondern vom Badeurlaub mit Kindern träumt, sollte aber doch lieber im Sommerherkommen. Denn dann bietet die Ostsee ein ganz anderes, sehr viel friedlicheres Bild.

Perfekte Bedingungen für Familien in Badelaune


Passen die Temperaturen, hat der über acht Kilometer lange Sandstrand alles, was große und kleine Schwimmer lieben: Einen seichten Einstieg, selten große Wellen, kaum Strömung und keine Steine. Bei schönem Wetter wollen vor allem die Kinder da eigentlich gar nichtmehr in den Strandkorb zurück.

Kein Wunder, dass an warmen Sommerwochenenden selbst die 3.000 strandnahen Parkplätze mal knapp werden können. Hamburg ist nicht fern, gerademal eine knappe Autostunde dauert es von der City zum Strand, und Lübeck ist auch nur einen Katzensprung entfernt. Mit der Bahn ist man ebenfalls schnellvor Ort. An solchen Tagen sollte man früh genug zum Strand gehen, um sich ein gemütliches Plätzchen zu sichern.

Timmendorfer Strand

Timmendorfer Strand


© iStock
Aber auch, wenn die Sonne langsam sinkt und der Strandtag vorbei ist, kommt keine Langeweile auf. Die autofreie Kurpromenade bietet sich an, um eine kleine Runde zu drehen – und all jene zu beobachten, die hier flanieren, um gesehen zu werden. Entsprechende Shops und In-Cafés vermitteln, dass dieser Ort ähnlich angesagt ist wie Kampen auf Sylt. Und so wie auf der Nordsee-Promi-Insel gibt es auch hier ein Polo-Turnier direkt am Strand.

Wem das alles zu versnobbt ist, der schaut sich im September den Stopp der „smart beach tour“ an, bei der16 Frauen- und 16 Männer-Volleyball-Teams auf hohem Niveau gegeneinander antreten. Ein nettes Event sind auch die „Stars at the beach“-Konzerte im Spetember. Für so manche mag das immer noch zu viel Trubel sein.

Für alle jene ist Niendorf eine gute Alternative. Im Gegensatz zum quirligen Timmendorfer Strand hat sich der Ort seine Ruhe – und damit seinen ursprünglichen Charme bewahrt. Hochhäuser sucht man hier vergeblich. Der kleine Hafen ist die größte Touristenattraktion des Ostseedorfes.
Im Hafen schlägt das Herz des alten Fischerdorfes
Er wurde 1920 angelegt, weil in Niendorf schon damals die Badekultur gepflegt wurde und man mehr Platz am Strand brauchte. Den Fischern scheint ihre neue, alte Heimat zu gefallen. An kleinen Ständen bieten sie ihren Fang zum Verkauf an. Auch wenn es hier heute mehr Sport- als Fischerboote gibt, bekommt man immer noch frischen Dorschaus der Ostsee zu kaufen. Und wer die See per Ausflugsdampfer erkunden will, startet ebenfalls in dem kleinen Hafen.

Und noch ein Wandertipp für Frühaufsteher: Wer von Niendorf aus morgens am Brodtener Ufer entlangspaziert, hat dabei die Sonne jederzeit im Blick. Knapp sechs Kilometer geht es, immer an der Steilküste entlang, bis nach Travemünde. Wer gerne mit dem Radunterwegs ist, kann eine Tour in die anderen Badeorte der Lübecker Bucht unternehmen. Auf der Timmendorfer und der Niendorfer Promenade ist das Fahren in gemäßigtem Tempo erlaubt. Auch für Skater und Longboarder gut geeignet ist der Fahrradweg nach Sierksdorf. Feinster Asphalt schlängelt sich direkt an der Ostsee entlang.

Im Sommer gibt es auch direkt am Strand ein großes Sportangebot. In Timmendorfer Strand (rechts neben der Maritim Seebrücke) und in Niendorf (linksneben der Seebrücke) trifft man sich zu Yoga, Boule, Nordic Walking, Beach Soccer, Beachvolleyball oder Aquaball. Einmal pro Woche findet ein großes Beachvolleyball-Turnier statt, an dem jeder teilnehmen kann.

Timmendorf und Niendorf
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    Wassersport

    Wer Lust auf Wassersport hat, findet unter www.surfschule-timmendorf.de und unter www.surfschule-niendorf-ostsee.de alle Infos und die richtigen Ansprechpartner.

  • 2 / 5
    Baden

    Ist die Ostsee gerade zu kalt zum Schwimmen, bietet sich ein Ausflug in die Ostsee Therme an. Infos: www.ostsee-therme.de

  • 3 / 5
    Erleben

    Wer Meer erleben will, ohne nass zu werden, ist im „Sea Life“ am Timmendorfer Strand richtig. Das Großaquarium mit Tausenden von Tieren bietet einen umfangreichen Querschnitt
    durch den Artenreichtum der nordeuropäischen und tropischen Gewässer. In diesem Jahr gibt es eine Zusatzausstellung mit Schildkröten: www.sealife.de

  • 4 / 5
    Action

    Und weil Kinder sich ab und zu einen kleinen Kick wünschen, sollten Familien auch einen Besuch des Hansa-Parks mit Achterbahn & Co. einplanen. Infos unter: www.hansapark.de

  • 5 / 5
    Entspannen

    Ganz ruhig und entspannt geht es im „natürlichsten Vogelpark Deutschlands“ in Niendorf zu: www.vogelpark-niendorf.de



Wassersport: Wie wär’s mit „stehend Paddeln“?
Aber natürlich gibt es auch jede Menge Angebote zu Wasser. Windsurfen zum Beispiel oder Stand Up Paddling, kurz: SUP*. Wie der Namen verrät, wird bei dieser jungen Variante des Surfens im Stehen gepaddelt. Bei ruhigem Wasser und wenig Wind lernt man es schnell. Bevor man allzu vorwitzig wird, sollte man aber wissen: Auch im Sommer gibt es, dem Ostwind sei dank, manchmal richtighohe Wellen. Dann sollten Familienbesser an Land bleiben – und die Kapriolender Surfer beobachten.

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Stand Up Paddling

Stand Up Paddling


© iStock
SUP steht für Stand Up Paddling. Erfunden wurde der Sport von hawaiianischen Surflehrern. Sie nutzten ihre größten Boards und ein Paddel, um ihre Schüler im Stehen besser im Auge behalten zu können. Vor etwa zehn Jahren griff dann Surf-Legende Laird Hamilton zum Paddel und verbreitete mit seinen Bildern den SUP-Virus auf der ganzen Welt. Spätestens als Windsurf-Ikone Robby Naish im Stehen über den Gardasee paddelte, wurde der Sport auch in Europa populär. Auch wenn SUP von Surfern „erfunden“ wurde und Profis sich gerne in den Wellen austoben, macht der Sport auch bei Flachwasser jede Menge Spaß. Es ist einfach cool, im Stehen neue Perspektiven zu entdecken. Gleichzeitig ist der Sport ein prima Workout für den kompletten Körper.

(von Dirk Herpel / erschienen in der familie&co 06/2016)

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