… so ein braves Baby!!

Carlas Mäusemann ist eigentlich sehr brav, aber er kann auch anders, nur bekommen das Freund und Omas nicht mit ...


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Carlas Kolumne - 7. Teil

Der kleine Mäusemann von Carla ist nicht immer sooo ein braves Baby. Foto: Privat


Ich dachte immer Kinder sind so wie die Eltern. Also befürchtete ich als ich schwanger war ein kleines, zartes, lautes, hektisches, unruhiges und anstrengendes Baby zu bekommen. Denn das haben mein NICHT-Freund und ich gemeinsam: wir sind beide klein und schmal, leben laut und haben jeweils ein unruhiges Leben. Ich bin dazu noch hektisch. Schusselig sind wir auch wieder beide. Also mein MC Dreamy und ich zusammen die perfekte Mischung für kein einfaches Kind. All meine Freunde befürchteten ebenfalls dass ich mit einem Schrei-Baby gesegnet werden würde, denn wer statt Klassik für Schwangere dann doch Elektro für Babys hört, kann nichts anderes erwarten. Mein Mäusemann hat uns alle überrascht. Er ist ein recht pflegeleichtes Baby. Er ist wirklich kein stressiger Mitbewohner. Er räumt zwar sein Geschirr nicht selbst in die Spülmaschine, aber ausräumen ist dafür seine Leidenschaft! Ich kann und will mich wirklich nicht über ihn beschweren. Aber er ist nun mal ein Baby und ein Baby macht was es will und dann sieht es manchmal so aus: Der Mäusemann brüllt in seinem Bett die halbe Nacht durch und ist nur zufrieden wenn er von Mummy durch die Wohnung getragen wird. Der NICHT-Freund kommt morgens zu uns. Ich stehe total gerädert in der Wohnungstür und der süße Mäusemann lächelt seinem Dad entgegen. Carla: „Die Nacht war übel. Ich habe kaum geschlafen. Er wollte nur herum getragen werden und hat total viel gebrüllt.“ NICHT-Freund: „Ich weiß gar nicht was du hast, er ist doch richtig gut gelaunt!? Wir haben doch soooo ein braves Baby.“ Der kleine Mäusemann ist ziemlich übellaunig und hat gar keine Lust auf gar nichts. Er meckert die ganze Zeit herum und ich komme zu nichts. Die Wohnung sieht aus wie sonst was und ich bin mit meinem Latein am Ende wie man ein Baby bei Laune hält. Meine Mutter – die OMA – kündigt ihren Besuch an, nachdem sie angerufen hatte und ich ihr mein Leid geklagt hatte. Der Mäusemann meckert unleidig auf meinem Arm. Es klingelt – der Mäusemann schaut auf. Horch! Es hat geklingelt! Ich öffne die Türe, vor der die erwartungsvolle Oma steht. Der Mäusemann strahlt übers ganze Gesicht und ist plötzlich bei bester Laune. Oma: „Ach, das ist doch so ein braves Baby unser Sonnenschein!“ Carla: „hmmmmmmmmm.“ Wir fahren zur Pseudo-Schwiegermutter – die andere OMA. Der Mäusemann beschwert sich schon beim Einstieg in den Maxi Cosi lauthals. Während der Fahrt wird die Beschwerde immer deutlicher und lauter. Ich halte auf den 130 km geschätzte 50 Mal an, um dem Mäusemann den Schnuller wieder zu reichen, ihn zu beruhigen und ihm sein Schmusetuch zu geben oder ihm ein Spielzeug anzubieten. Alles erfolglos. Der Mäusemann hat keine gute Laune. Wir biegen in den Rosenweg ein. Im Maxi Cosi tritt Schweigen ein. Ich parke vor der Garage, packe die Wickeltasche unter meinen Arm und den Mäusemann auf den anderen Arm. Oma kommt aus dem Haus gestürmt um den einzigen Enkel zu begrüßen der ihr freundlich entgegen grinst. Oma: „…schön dass ihr da seid. Hat er geschlafen im Auto?“ Carla: „Nein. Es war eine ziemlich anstrengende Fahrt. Er hat nur geweint…“ Oma: „Wirklich? Er ist doch soooo ein braves Baby!“ Danke mein geliebter Mäusemann, dass du bist wie du bist!