
Alles wird teurer? Wir zeigen, wie Familien auch 2012 trotz Mehrbelastungen finanziell gut über die Runden kommen.
In Zeiten ständig steigender Energiepreise geht ein immer größerer Anteil des Familienbudgets für Fixkosten wie Strom und Heizung drauf. Aber ganz so fix sind diese Kosten bei näherem Hinsehen dann doch nicht: In jedem Haushalt gibt es ein beträchtliches Energiesparpotential, das nicht nur den Geldbeutel schont, sondern oft auch noch gut für die Umwelt ist.
Ab September 2012 wird es in der EU keine herkömmlichen Glühbirnen mehr geben. Doch der Umstieg auf Energiesparlampen lohnt sich schon jetzt, denn sie verbrauchen nur ein Viertel der Energie von normalen Birnen. Beim Kauf von Elektrogroßgeräten lohnt sich der Blick auf die Energieeffizienzklasse. Besonders sparsam sind die Klassen zwischen „A+++“ und „A“ – die Mehrausgaben für ein solches Gerät amortisieren sich binnen weniger Jahre. Denken Sie daran, dass Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler nur dann effizient arbeiten, wenn Sie die Maschinen ausschließlich komplett gefüllt durchlaufen lassen.
Fast schon ein Klassiker: Abschaltbare Steckdosenleisten verhindern, dass Fernseher und Hifi-Anlagen im Standby-Modus ständig Energie verbrauchen und so die Stromrechnung unnötig in die Höhe treiben. Recht neu dagegen sind Einkaufsgemeinschaften für Strom und Gas. Online-Vermittler wie ConsumerPool bringen größere Gruppen von Verbrauchern zusammen und handeln für sie deutlich günstigere Verträge aus.
Bei der Stromrechnung hat man schwarz auf weiß, wie viel pro Monat fällig wird, aber bei den vielen kleinen Alltagsanschaffungen verliert man schnell den Überblick und fragt sich, warum der Geldbeutel schon wieder leer ist. Das Führen eines Haushaltsbuches – oder einer Haushalts-Datei – ist nach wie vor die beste Methode, versteckten Kostentreibern auf die Schliche zu kommen. Denn gerade Kleinigkeiten summieren sich im Lauf der Zeit zu großen Summen.
Effizienter Heizen!
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Familien sind dem Staat eine Menge Geld wert. Eltern können eine Reihe von Steuervorteilen nutzen, die dafür sorgen, dass sie Geld von der Steuer zurückbekommen oder die einbehaltene Lohnsteuer dank eines Freibetrages von vornherein niedriger angesetzt wird.
Mit einem Freibetrag spart man bereits im laufenden Jahr das Geld, das sonst erst im Folgejahr als Steuererstattung zurückflösse. Der Kinderfreibetrag liegt pro Jahr und Elternteil bei 2184 Euro, bei zusammen veranlagten Paaren kommt man also auf 4368 Euro jährlich. Hinzu kommt der Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungsbedarf von 1320 Euro pro Jahr und Elternteil. Sollten die tatsächlichen Kosten noch darüber liegen, kann man man sie bis zu den gesetzlichen Obergrenzen geltend machen. Alleinerziehenden steht noch ein weiterer Freibetrag, der sogenannte Entlastungsbetrag, von 1308 Euro jährlich zu.
Bei Arbeitnehmern erkennt das Finanzamt pauschal jährliche Werbungskosten an – also Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit entstanden sind. Der jährliche Betrag wurde gerade auf 1000 Euro angehoben. Erst bei Kosten über den Pauschalbetrag hinaus werden Einzelnachweise verlangt. Ehepaare sollten auch regelmäßig prüfen, ob ihre Steuerklassen-Kombination noch die richtige für sie ist. Denn bei Eheleuten, bei denen einer viel und der andere wenig verdient, empfiehlt sich meistens die Kombination aus Steuerklasse III für das höhere und Steuerklasse V für das niedrigere Einkommen. Ganz wichtig ist der Steuerklassen-Check gerade dann, wenn Elterngeld beantragt werden soll.

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