Wiederbefüllbare Kaffee-Kapseln: Schmeckt das?

An dieser Stelle ein ehrliches Wort: Der echte Nespresso-Kapsel-Kaffee schmeckt ziemlich gut. Aber ...


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... das liegt natürlich auch daran, dass Kaffee und Kapseln hier mit viel Erfahrung und maximaler Kontrolle aufeinander abgestimmt sind. Das im Handbetrieb nachzubauen ist nicht einfach.


Kaffekapseln wiederbefüllbar Test


© utopia.de
Im Test probierten wir mit den vier wiederbefüllbaren Kapseln einen einfachen, eher fein gemahlen, Bio-Fairtrade-Espresso von Basic. Die Kräftigkeit des Originals erreichte bei uns keine Kapsel auf Anhieb. Bei den Metallkapseln haben wir den Eindruck, dass diese Anfangs einen Teil der Wärme des Wassers aufbrauchen und erst dann guten Kaffee produzieren, weswegen uns der Kaffee aus den Coffeeduck-Kapseln tatsächlich etwas besser geschmeckt hat.

Es ist eine Frage der Erfahrung. Beim Test stellen wir fest, dass vor allem der Mahlgrad (möglichst fein), die Frische (möglichst frisch) und die Konsistenz des Kaffeepulvers (nicht zu feucht) darüber entscheiden, ob der Kaffee in Mycoffeestar, Coffeeduck, Mister Barista gelingt.

3 Gründe für den Umstieg
  • 1 / 3
    Preiswerter als Original

    Eine Kapsel enthält 6 Gramm Kaffee und kostet im Nespresso-Shop 35 bis 42 Cent. Ergo kommt das Gramm auf 5,83 bis 7 Cent, das Kilo also auf 60 bis 70 Euro. Beim wiederbefüllbaren Kaffee-Kapseln wie Mycoffeestar verwenden Sie den Kaffee, den Sie haben und bezahlen wollen.

  • 2 / 3
    Weniger Müll

    Jede Nespresso-Kapsel landet im Müll. Das wertvolle Aluminium wurde mit viel Aufwand und Umweltverschmutzung aus der Erde gewonnen und nur in teilen, und da auch nur mit viel klimabelastender Energie, recycelt. Pro Kapsel fallen 1 bis 2 Gramm Alu an: Verwendet man eine wiederverwendbare Kaffee-Kapsel wie die robuste Mycoffeestar 1000 Mal, spart jeder Nutzer bereits über 1 Kilo Alu ein, mehreren Millionen von Kunden also viele Tausende von Tonnen.

  • 3 / 3
    Umweltfreundlicher

    Umweltprobleme begleiten die konventionelle Kaffeeproduktion, etwa durch Pestizide oder Monokulturen. Der Kaffee in Nespresso-Kapseln ist größtenteils durch das „AAA Sustainable Quality Program“ zertifiziert. Noch nie gehört? Tja, weil Nespresso sich damit nur selbst zertifiziert. Bio ist das jedenfalls nicht. Liegt's am Preis? Wohl kaum: Bio-Kaffee ist ja sogar preiswerter als Nespresso, mit Systemen wie Mister Barista oder Coffeeduck kannst du also fairen Bio-Kaffee verwenden - und dennoch sparen.


Auch der Füllzustand der Kapsel ist wichtig: Ist sie nicht dicht genug befüllt, wird der Kaffee gerne mal zu dünn; ist sie zu vollgepresst, streikt manche Maschine. Als ideal haben wir auch den manuellen Modus empfunden, wo man selbst die Wasserzufuhr stoppt, sobald erkennbar wird, dass der Kaffee nun dünner wird.

Es kann eine Weile dauern, bis Sie die optimale Mischung aus Kaffeesorte und Mahlgrad für Ihre Kapsel herausgefunden und auch den Bogen bei der Befüllung raus haben. Es soll nicht verschwiegen werden, dass anfangs wahrscheinlich so manche Enttäuschung in die Tasse plätschert. Wer aber den Trick raus hat, kann sich über guten Kaffee freuen - und Tonnenweise Alu-Müll zu vermeiden ist die Mühe wert.

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Lohnt der Umstieg auf wiederverwendbare Nespresso-Kapseln?

Wiederverwendbare Kaffeekapseln wie Mister Barista, Coffeeduck oder Mycoffeestar kosten ja 15 bis 40 Euro, einige Konsumenten finden das teuer. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass Nespresso-Kapseln oft einzeln in Cent abgerechnet werden und mit Preisen um die „0,35 Euro“ günstig erscheinen.

wegwerfkapseln vermeiden


© utopia.de
Aber rechnen wir das doch mal durch. Ein Kilo Kaffee (Bio, Fairtrade) kostet 20 Euro. Die wiederverwendbare Mycoffeestar kostet 40 Euro. Zusammen also 60 Euro für ein Kilo Bio-Fairtrade-Kaffee mit der Kapsel-Maschine. Wie viel Kaffee in Kapsel bekäme man für diese 60 Euro? Beim niedrig angesetzten Kapsel-Preis von 35 Cent = 6 Gramm Kaffee pro Kapsel käme man ebenfalls auf etwa 1 Kilo Kaffee.

Ergo: Schon nach 1 Kilo hat sich selbst die teure Mycoffeestar-Kapsel amortisiert. Danach geht das Sparen erst richtig los: Der Wegwerf-Kunde kauft weiterhin Abzock-Kaffee für über 60 Euro pro Kilo (ohne Bio, ohne Fairtrade), wer hingegen wieder befüllt, zahlt nach dem ersten Kilo nur noch die normalen 5 Euro (billiger Kaffee) bis 20 Euro (Bio-Fairtrade-Kaffee) pro Kilo. Auf die Kapsel umgerechnet wären das 3 bis 12 Cent pro Kapsel statt 35, also etwa ein Drittel bis ein Zehntel des Nespresso-Preises. Na klar lohnt sich das.  
Über Utopia.de
Auf Utopia.de dreht sich alles um Nachhaltigkeit in Bereichen wie Ernährung, Haushalt und Wohnen oder Naturkosmetik. Utopia.de berichtet über nachhaltige Mode, grünere Technik, umweltfreundlichen Verkehr und Mitfahrgelegenheiten. Es werden Produkte vorgestellt, die bio, plastikfrei oder vegan sind, aber auch Fairtrade-Produkte oder Superfoods.

 
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