The Honest Body Project – Frauenkörper nach der Geburt

So sehen Körper von Mamas nach der Geburt aus: Eine Fotografin hat ein wunderschönes Projekt ins Leben gerufen.


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Frauenkörper nach der Geburt: Ohne Photoshop, ohne Weichzeichner – aber vor allem ohne Scham. Denn die Idee hinter „The Honest Body Project“ ist einfach und dennoch bewegend: Die Fotografin zeigt die Körper von Frauen, die Kinder zur Welt gebracht haben, in ihrer ganzen schönen Vielfalt. Mal mit Dehnungsstreifen, mal mit Narben, mal etwas dicker, mal etwas dünner, aber immer ehrlich und mit der gleichen berührenden Bedeutung dahinter: Diese Mamas haben ein neues Leben in die Welt gebracht – ein kleines Wunder vollbracht – und das darf und soll ihr Körper auch zeigen.



„Lern, deinen Körper zu lieben“


Fotografin Natalie McCain hat das Projekt schon im Jahr 2014, damals als Website mit Instagrammprofil, ins Leben gerufen. Vor Kurzem ist nun auch ein Buch zu „The Honest Body Project“ herausgekommen. Inspiriert wurde sie zu diesem Projekt von einer Freundin, die nach der Geburt sehr mit einem negativen Körperbild und Depressionen zu kämpfen hatte. Mit ihrem Körperprojekt möchte Natalie Müttern helfen, stolz auf ihre Körper zu sein, Vertrauen in sich selbst zu finden und dieses Selbstvertrauen an ihre Kinder weiterzugeben: „Lern, deinen Körper zu lieben und setz damit wiederum ein gutes Beispiel für deine Kinder, um mit ihnen darüber zu sprechen, wie Frauen [nach der Geburt] wirklich aussehen“, sagt die Fotografin und fügt hinzu: „Wenn du deine innere Stimme änderst, verändert sich die ganze Welt.“

Natalie berichtet, dass der Großteil ihrer Mütter-Models anfangs sehr nervös war, sich so offen und verletzlich zu zeigen. Doch letztendlich waren die Erfahrungen der meisten Mütter sehr positiv. Sie beschreiben die Fotosession als „erleichternd“ und „heilend“.

Mit ihren Bildern behandelt die Fotografin die verschiedensten Themen und Körper: „Es ist egal, ob jemand eine Größe 32 oder eine Größe 48 trägt, jeder hat seine Unsicherheiten.“


Besonders bewegt hat uns die Fotoreihe über eine junge Frau namens Geralyn, die eine Totgeburt zur Welt bringen musste. Dieser Verlust wird öffentlich nicht wirklich thematisiert, mit ihren Fotos möchten Geralyn und Natalie anderen Müttern in der gleichen Situation Mut geben und ihnen sagen, dass sie nicht alleine sind.



Ein anderes Foto, das uns berührt hat, zeigt einen Bauch mit einer Kaiserschnittnarbe und einem Schild, das sagt: „My body did not fail me“ also: „Mein Körper hat mich nicht im Stich gelassen.“ Die Mutter auf dem Bild hatte, wie so viele andere Mütter, das Gefühl, versagt zu haben, weil sie ihr Kind nicht auf dem natürlichen Weg auf die Welt bringen konnte, sondern einen Kaiserschnitt hatte. Mit diesem Foto möchte sie aber sagen: Nein, dem ist nicht so. Ich habe mein Kind gesund auf die Welt gebracht und das ist alles, was zählt.



Ein weiteres Thema, das der Fotografin sehr am Herzen liegt, ist das Stillen. Deswegen gibt es im Buch und auf der Website auch viele Fotos von stillenden Müttern. Dabei nimmt Natalie sich auch dem (kontroversen) Thema Langzeitstillen an und will Müttern damit Mut machen, das zu tun, was sie für richtig halten.




von Nicole Metz




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