Väter schätzen Partnerschaft und Familie


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Väter schätzen Partnerschaft und Familie

Wer ein guter Vater sein will, muss sich entscheiden: Welchen Anforderungen kann und will er wie gerecht werden? Denn das wirkt sich auf die Familie aus - und die ist elementar für ein zufriedenes Leben. Unstimmigkeiten in der Partnerschaft hängen eng mit dem Wohlbefinden des Vaters in der Familie zusammen. Gibt es Ärger mit der Partnerin hängt der Haussegen schief - und das ist Väter die stärkste Belastung. Ärger bei der Arbeit und Familie trennen Arbeit hat für Männer einen hohen Stellenwert. Stress in der Partnerschaft und Zufriedenheit am Arbeitsplatz hängen eng zusammen. Väter glaubten oft, sie könnten Arbeit und Privatleben trennen, und wollen so die Familie schützen, meint Huber. Im Alltag sei das jedoch nicht aufrechtzuerhalten. Offenbar wirke sich Stress am Arbeitsplatz auf die Partnerschaft aus. Was jedoch nicht heißt, dass jeder Ärger mit dem Chef auch gleich auf das Verhalten gegenüber den Kindern durchschlägt. Viele Väter können innerlich Beruf und Familienleben strikt trennen. Oft haben Väter Strategien entwickelt, die Arbeitswelt gegenüber der Familie abzupuffern, sei es durch Pausen, Gespräche mit Freunden und der Partnerin, Sport oder Verdrängen des Ärgers. Väter sind sich bewusst, dass die Kinder ihren Stress am Arbeitsplatz oder mit der Partnerin nicht ausbaden sollen. Weder ein vom Vater so empfundenes schlechtes Familienklima noch berufliche Unzufriedenheit führen zu einem strengeren Erziehungsstil, so die Autoren des Kinderpanels. Vater sein und das Gefühl des Scheiterns Väter halten sich selbst offenbar nicht für so toll. „Sie engagieren sich aktiv und empathisch für ihre Kinder. Sie wollen aber mehr Zeit mit ihnen verbringen, als ihre Berufstätigkeit zulässt. Daher haben sie häufig das Gefühl zu scheitern“, erklärt Christian Alt das negative Selbstbild. Eltern seien heute viel mehr mit ihren Kindern zusammen als noch vor zwanzig Jahren. „Doch aufgrund der unterschiedlichen Eingebundenheit in den Beruf sind Väter immer noch für den Nicht-Alltag da.“ Den Kindern scheint das ziemlich egal zu sein. „Ihnen ist es am wichtigsten, dass der Vater überhaupt da ist“, sagt Alt, „und sie wünschen sich grundsätzlich mehr Zeit mit ihm.“ Überhaupt schätzen die Kinder die Qualität der Beziehung zum Vater besser ein als er selbst. „Das liegt wohl am schlechten Gewissen“, schmunzelt der Soziologe. Positiv: Die Kinder bescheinigen beiden Eltern eine gute kommunikative Kompetenz und nehmen sie nicht als übermäßig streng wahr.