Vater unser...? Vol. 3: Ein Tochterblick und Papas Herz wird weich

Wir haben genug vom Grübeln, jetzt wird Tacheles geredet - wir decken schonungslos die letzten Väter-Geheimnisse auf! Wie? Wir fragen einfach nach! #vaterunser


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Die Sache mit den Töchterblicken


© iStock/vision net ag
Wir haben uns auf die Suche gemacht nach Vätern, die uns das ein oder andere (dunkle) Geheimnis verraten. Und wir haben sie gefunden! Lempi, Janni und Thomas von ichbindeinvater.de bringen Licht ins Dunkel. Natürlich aus sehr persönlicher Sicht - und mit mehr als nur "Spuren" von Humor. Diesmal:

Vater unser...? Vol. 3: Die Sachen mit den Töchterblicken


Die Töchter unter uns wissen genau, was wir meinen: Ein Blick und wir bekommen von Papa alles. Warum schafft man es als Tochter immer und in jedem Alter, euch mit einem Blick um den Finger zu wickeln, während derselbe Blick der Mutter nur ein schnaubendes „netter Versuch“ entlockt?
Hier kommt Thomas Antwort.

Von Verwirrung und großer Liebe


Gut, das stimmt. Aber nur halb. Im Grunde genommen, gar nicht. Manchmal ist das so. Manchmal aber auch nicht. Und: Das können unsere Jungs-Kinder auch. Die machen das auch. Aber unbewusster. Ich will auch hier gar nicht weiter rum stammeln. Die Wahrheit ist die: Das, was wir da empfinden, ist Liebe. Reiner, wahrer und unverstellter, als das bei einem Auto, einem Fußballverein oder einer Bar je sein kann. Natürlich kann man das nicht vergleichen, in unserem Gefühlsleben sind das aber auch ernstzunehmende Orientierungspunkte. So wie Kumpels. Über die wird noch zu sprechen sein.

Also, dieser kindliche Blick, der uns ins Mark trifft, der verwirrt uns. Wir dachten, das hinter uns zu haben. Die entsprechenden Partys, Partynächte, Club- und Barbesuche sind vorbei. Schließlich haben wir uns ja für euch entschieden. Oder richtiger ausgedrückt. Schließlich habt ihr euch ja für uns entscheiden. Und ihr habt das alles auf den Weg gebracht, dieses ganze wunderbare Ding namens Familie. Wissen wir. Und Dankbarkeit empfinden wir jeder Zeit. Zum Beispiel bei jeder längeren Zugfahrt oder im Flieger Richtung Heimat. Dann wissen wir, was wir an unserer Familie haben.
Genießen und Hassen in einem?

Nun stehen wir da am Tresen, sitzen in der miserablen Economy-Class von Eurowings oder liegen auf der Couch vor Sky Sport News HD in vollendet empfundener Männlichkeit und dieses Wesen mit pinken Sandalen treibt uns ohne Vorwarnung und mit durchtriebener Absicht die Tränen der Rührung in die Augen. Das bringt unser ganzes Weltbild durcheinander. Und wir genießen das. Und hassen das, weil wir ja schließlich für die Verantwortung zuständig sind. Allzu viel darüber reden tun wir nicht. Können wir auch gar nicht. Also wir können das schon und tun es auch. Manchmal. Und dann leise. Und wenn wir ein paar Bier getrunken haben. Dann kann es sein, dass wir vielleicht mal kurz sentimental werden und uns diese unfassbare Emotion eingestehen. Meistens herrscht danach Stille. Ganz kurz, damit wir uns alle wieder sammeln. Dann beschimpfen wir uns weiter mit den Spieltagergebnissen der Vereine, denen wir anhängen. Alles andere würde auf Außenstehende (also Kumpels ohne Kinder) echt verstörend wirken.

Worauf ich hinaus will: Unsere Welt ist genauso in Ordnung. Mehr noch. Sie ist schön. Wir haben gelernt damit zu leben. So wie mit euch. Tun wir übrigens auch gerne. Mit Trauschein oder ohne, mit Immobilie oder ohne. Wir sind ja längst zum Äußersten gegangen. Und jetzt fragt ihr, warum dieser Blick bei euch Müttern nicht mehr wirkt? Wie bereits erwähnt: Ihr habt das alles auf den Weg gebracht. Und auch euch lieben wir. Auch dafür. Nur die Heldenverehrung nehmen wir euch nicht mehr ab. Dafür haben wir einfach zu oft den Weg zur Waschmaschine antreten müssen. Habt ihr so entschieden.
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