Vorsorge für Familien


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Betriebsrente

Die gute Nachricht: Betriebsrenten bleiben abgabefrei! Die bestehende Regelung, dass Beträge zur betrieblichen Altersvorsorge  steuerfrei eingezahlt und ohne Abzüge für Sozialabgaben ausgezahlt werden, sollte ursprünglich in diesem Jahr auslaufen, wurde aber unbefristet verlängert. Das bedeutet: Die Betriebsrente bleibt eine der attraktivsten Anlageformen fürs Alter – selbst wenn man als Arbeitnehmer nicht in einer Branche beschäftigt ist, in der die betriebliche Altersvorsorge tarifvertraglich geregelt ist. Denn auch wenn der Arbeitgeber nichts dazugibt: Den Anspruch auf Entgeltumwandlung in einer Direktversicherung – und die damit verbundenen günstigeren Konditionen – hat prinzipiell jeder Arbeitnehmer. Aktuell können Arbeitsnehmer bis zu 212 Euro im Monat (also 2544 Euro pro Jahr) von ihrem Bruttogehalt für eine Betriebsrente zur Seite legen, ohne dafür Steuern und Sozialabgaben bezahlen zu müssen. Wer diesen Höchstsatz von 212 Euro einzahlt, verringert sein Nettoeinkommen damit aber nur um 106 Euro, weil durch das niedrigere Steuerbrutto die zu zahlende Einkommensteuer und die Sozialabgaben sinken. Die Direktversicherungen, Pensionsfonds und Pensionskassen erzielen aus den eingezahlten Beiträgen für die meisten Arbeitnehmer (je nach Familienstand und Art der Krankenversicherung) eine überdurchschnittliche Rendite, die bei deutlich über 4 Prozent liegt. Damit ist auch der Nachteil aufgewogen, dass man durch die Umwandlung eines Teils des Gehalts logischerweise eine geringere staatliche Rente bezieht. Im Beispiel mit dem eingezahlten Höchstbeitrag von 212 Euro verringert sich die zu erwartende gesetzliche Rente um 44 Euro. Aber natürlich ist kein Arbeitnehmer, dem die Möglichkeit einer Betriebsrente offensteht, verpflichtet, den Höchstbeitrag abzuzweigen – hier gilt wie bei allen anderen Anlageformen auch, dass man nur das spart, was man auch tatsächlich entbehren kann. Es gibt lediglich einen Mindestbeitrag für die betriebliche Altersvorsorge, der bei 187 Euro im Jahr, also bei 15,60 Euro monatlich liegt. Besonders zu empfehlen ist eine Betriebsrente für privat Krankenversicherte – sie können die betriebliche Altersvorsorge in voller Höhe genießen. Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse müssen dagegen in der Rentenphase die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen – zurzeit 16,6 Prozent. Betriebsrente - Fakten-Check Vorteile:
  • Auszahlung ohne Abzüge von Steuern und Sozialabgaben,
  • privat Krankenversicherte sparen darüber hinaus Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung,
  • geringer Mindestbeitrag.
Nachteile:
  • Wo eine Betriebsrente keine Tarif- oder freiwillige Leistung des Arbeitsgebers ist, zahlt der Arbeitnehmer die Beiträge allein,
  • durch die Umwandlung eines Teils des Gehalts verringert sich die gesetzliche Rente (allerdings nur geringfügig).