Wandern mit Kindern

„Ist es noch weit???“ – diese Frage in der Endlosschleife muss bei Wanderungen mit Kindern nicht fallen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Familienwanderungen allen Spaß machen. Plus: Spiele gegen Langeweile und eine Packliste für die nächste Wanderung mit der Familie.


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So machen Sie Wandern zum Erlebnis!


Wandern mit der Familie: Da mag manch einer an nicht enden wollendes „Wie weit ist es noch???“-Genörgel, Blasen an den Füßen und zu wenig Brotzeit denken. Stimmt, Wanderungen mit Kindern können so enden. Müssen sie aber nicht! Wenn man ein paar Tipps beherzigt, dann lauten die Schlagworte fürs Wandern mit Kindern Natur pur, Abenteuer, viel Zeit mit der Familie und mit Freunden, Entspannung, Bewegung – und eine große Portion frische Luft. Abenteuerluft! Sie werden es sich schon denken: Ja, wir sind Fans von Wanderungen mit Babys, Kindern und dem ganzen Familienklan. Und wenn Sie ein paar Tipps beherzigen, werden Sie sicher auch bald begeisterte Familienwanderer sein. Versprochen!


© Thinkstock

Tipps für Wanderungen mit Kindern
  • 1 / 11

    Der Weg ist das Ziel! Ob man den Gipfel erreicht, ist Kindern nicht wichtig. Hauptsache, auf dem Weg warten viele kleine Abenteuer.

  • 2 / 11

    Je kleiner der Weg, umso spannender ist er meist. Nichts ist langweiliger als breite Forststraßen.

  • 3 / 11

    Kinder beim Wandern nicht zu sehr hetzen! Wenn Sie Zeit einplanen, um auf einen Hochsitz zu steigen, einen Ast zum Schnitzen zu suchen oder einen dicken Baum zu umarmen, erreichen Sie zwar vielleicht den Gipfel nicht, dafür kommen die Kinder mit Glücksgefühlen zurück nach Hause.

  • 4 / 11

    Nicht zu unterschätzen ist die richtige Planung: Wie lange dauert die Wanderung? Wie ist der Weg beschaffen? Welche Highlights unterwegs begeistern die Kinder? Wo kann man rasten?

  • 5 / 11

    Unbedingt den kurzfristigen Wetterbericht konsultieren. Da das Wetter in den Bergen schnell wechseln kann: Nie ohne Fleece, Regenjacke und Kopfbedeckung loswandern.

  • 6 / 11

    Morgens weiß man nie, wie mittags das Wetter ist. Deshalb: Kleidung in Schichten tragen, dann kann man schnell was ausziehen oder drüberziehen.

  • 7 / 11

    Die Gehzeiten im Wanderführer sind allermeist für Erwachsene bemessen, Pausen sind nicht mit eingerechnet. Wichtige Faustregel: Rechnen Sie die doppelte bis dreifache Wanderzeit ein, wenn Kinder dabei sind.

  • 8 / 11

    Mittlerweile gibt es viele Wanderführer mit Tourenvorschlägen speziell für Kinder. Das macht – zumindest bei Wanderanfängern - Sinn! Wenn es zwischendrin Rätselstationen gibt, ein Kuhweide durchquert werden muss oder das Ziel eine spektakuläre Burgruine ist, lassen sich die Wanderknirpse besser motivieren.

  • 9 / 11

    Pausen dort einlegen, wo Kinder ohne Gefahren spielen und sausen können.

  • 10 / 11

    Kinder haben mehr Kraft und Ausdauer als man denkt. „Ich kann nicht mehr“ heißt meistens nicht, dass die Kraft aufgebraucht ist, sondern dass das lange Gehen gerade zu langweilig ist. Schnell einen Wanderstock suchen, damit ist der Junior meist schon abgelenkt. Fürs erste zumindest...

  • 11 / 11

    Feste Schuhe mit gutem Profil und einem Schaft, der über die Knöchel reicht, sind auf steinigen, unebenen Wegen Pflicht. Für Wanderungen auf Forststraßen reichen auch Turnschuhe.



Wandern mit Babys und Kleinkindern
Sobald Kinder alleine stabil sitzen können, dürfen sie in einer Rückentrage mit auf Wanderschaft gehen. Wenn Ihr Kind hinten auf Ihrem Rücken logiert, bleibt die sehnsüchtige Bemerkung anderer Wanderer „Da würde ich jetzt auch gerne drin sitzen!“ meist nicht lange aus. Zu Recht, die allermeisten Kinder lieben es, auf Papas oder Mamas Rücken durch die Landschaft geschaukelt zu werden, endlich mal mit der Möglichkeit, die Welt von oben zu sehen. Nicht vergessen: Ihr Kind kühlt in der Kraxe leicht aus, bitte warm anziehen!
Sie sind am Überlegen, ob Sie statt der Rückentrage den Kinderwagen mitnehmen sollen? Diese Idee ist mit Vorsicht zu genießen: Wanderungen mit Kinderwagen funktionieren nur, wenn die Zahl der Höhenmeter minimal ist. Die Schieberei wird sonst schnell zur Quälerei. Sollte Ihr Baby noch zu klein für die Rückentrage sein, können Sie es natürlich problemlos im Tragetuch mitnehmen.

Wahl des Weges:
Der Weg sollte nur so anspruchsvoll sein, dass der Elternteil, der das Kind trägt, sicher gehen kann. Stöcke zum Abstützen machen Sinn, so lassen sich auch die beanspruchten Kniegelenke ein bisschen entlasten.
Maximale Gehdauer: Für Babys und Kleinkinder ist das Sitzen in der Rückentrage für maximal drei Stunden empfehlenswert.
Spiel & Spaß: Babys und Kleinkinder lieben es, wenn Sie gemeinsam singen. Ganz wichtig in diesem Alter: Zwischendrin immer wieder Pausen einlegen und für Bewegung sorgen.
Experten-Tipp: Viele Kinder schlafen durch das angenehme Geschaukel ein. Ein Nackenkissen sorgt dafür, dass das Kind gut schlafen kann und sein Kopf nicht dauernd hin- und hergeworfen wird.
Wandern mit Kindern im Kindergartenalter

„Wandern soll für Kinder ein richtiges Naturerlebnis sein, viel Bewegung bieten und natürlich jede Menge Spaß mit Geheimnissen und Abenteuern bringen....”

von Caroline Hellmeier, Familien-Expertin des Deutschen Alpenvereins (DAV)

Wahl des Weges: Kinder, die im Laufen geübt sind, freuen sich über abwechslungsreiche, schmale Pfade. Das ist viel aufregender als auf breiten Forstwegen zu gehen! Wege, die über längere Strecken ausgesetzt sind, sollten Sie meiden – das überfordert die Konzentration der Kinder. Zwischendrin ein paar Klettermöglichkeiten sind dagegen eine willkommene Abwechslung.
Maximale Gehdauer
: ca. vier Stunden.
Spiel & Spaß: Achten Sie mit Ihren Kindern auf Tierstimmen; daraus können Sie ein kleines Quiz machen - wer das Tier errät, bekommt einen Punkt. Immer wieder reizvoll: Ertasten Sie mit verbundenen Augen Dinge aus der Natur, zum Beispiel Rinde, Tannenzapfen, Steine usw.
Experten-Tipp:
Kinder sind stolz, wenn sie einen kleinen Rucksack mit ihrer Brotzeit plus Kuscheltier selbst tragen dürfen.
Kinder im Grundschulalter
Wahl des Weges: Kinder im Schulalter sind auch auf steileren Abschnitten freudig unterwegs, wenn sie bereits über etwas Wandererfahrung und Trittsicherheit verfügen. Mannshohe Felsen zum Kraxeln und knietiefe Bäche zum Aufstauen sind ideale Plätze zum Verweilen. „Leisten Sie bei solchen Aktionen Hilfestellung“, rät Caroline Hellmeier vom DAV. Beteiligen Sie Ihr Kind an der Streckenplanung: Fragen Sie, ob es lieber zu einer Waldhütte, einem Ausflugslokal oder einem See mit einer Picknick-Stelle wandern möchte.
Maximale Dauer:
Ein halber bis ein ganzer Tag.
Spiel & Spaß: Verbinden Sie die Wanderung mit interessanten Infos zu Pflanzen und Tieren (Bestimmungsbücher, Prospekte des örtlichen Tourismusamts). Fernglas, Taschenmesser, Lupenglas und natürlich feste Schuhe nicht vergessen!
Experten-Tipp:
Kinder freuen sich, wenn sie ihre persönlichen Highlights mit der Kinderkamera festhalten dürfen. Das kann aber durchaus eine Weile dauern...
Kinder ab zehn Jahren
Wahl des Weges: Ab zehn Jahren sind Kinder ausdauernd und kräftig genug für größere körperliche Herausforderungen. Wer also möchte, kann jetzt auch Touren auf felsigen Wegen und mit Hüttenübernachtung unternehmen - oft ein unvergessliches Erlebnis.
Maximale Dauer:
Gehzeiten von sieben Stunden
Spiel & Spaß:
Ältere Kinder lieben Geocaching, die moderne Version der Schatzsuche mittels GPS. Infos finden Sie hier: www.geocaching.de
Experten-Tipp:
Große Kinder sind stolz, wenn sie Verantwortung übernehmen dürfen. Beziehen Sie sie bei der Tourenplanung ein und schauen Sie gemeinsam auf die Wanderkarte, wenn Sie überlegen, welche Wegrichtung Sie einschlagen.



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