Warum Stille richtig guttut


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Warum Stille richtig guttut

Sich auf sich selbst zu richten, wirkt zudem enorm kräftestärkend. Denken wir doch mal an Leistungssportler: Bevor die zum Sprung, Wurf oder Sprint ansetzen, bleiben sie eine Weile einfach still stehen. Konzentration und Ruhe dienen ihnen also dazu, Kraft zu gewinnen. Ebenso Karatekämpfer, die in der Lage sind, Bretter mit bloßen Händen zu zertrümmern oder mit ihrem Schädel zu spalten. Dabei geht es nicht um die Entspannung vom Stress, sondern darum, Kraft zu schöpfen durch Besinnung auf sich selbst. Heute wird Stille und Ruhe meist anders verstanden, oft taucht sie im Zusammenhang von „Wellness“ auf. Letztlich geht es aber auch dabei nur darum, zu sich selbst zu finden. Sich etwas Gutes zu tun. Abstand von Emotionen zu gewinnen. Und all das erfahren wir in der Stille. Es klingt natürlich edler, wenn man sie in Form eines Ganzkörper-Luxus-Massage-Wellness-Wochenendes verkauft. „Wir erleben jeden Tag so viel Aktivität, da tut Stille mal gut. Die Stille ist eine Möglichkeit, Distanz zu wahren, den Raum zu erkennen und zu verstehen, warum passiert, was gerade passiert. Also das Leben als Ganzes zu erfahren“, sagt Kalff. Mit anderen Worten: Dadurch, dass wir unseren Kindern zeigen, wie sie Stille zulassen, erfahren sie, dass nicht jede Aktion eine sofortige Reaktion braucht. Dass sie auch einfach erst mal durchatmen, die Situation in Ruhe deuten und sich Zeit lassen können. Und zwar indem sie sich auf sich selbst besinnen.