Was Väter heute ausmacht

Vater sein bedeutet heute vor allem eins: Väter müssen verhandeln können. Denn mit Respekt und einer gemeinsamen Vorstellung von Erziehung kann Familie gelingen.


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Vater sein: Was Väter heute ausmacht


Vater sein ist eine große Aufgabe

„Vater sein ist heute schwerer denn je“, sagt Dr. Christian Alt, Soziologe beim Deutschen Jugendinstitut (dji) in München. Zusammen mit dem Psychologen Johannes Huber hat er das Kinderpanel ausgewertet, für das zum ersten Mal auch Väter befragt wurden. Das grundlegende Ergebnis: Ein klares Rollenbild für Vaterschaft gibt es nicht mehr. Der Einzelne hat fast unendliche Möglichkeiten, seine Situation individuell zu gestalten. Gleichzeitig werden immer mehr Forderungen an ihn gestellt. Spagat zwischen Arbeit und Familie Der Arbeitgeber möchte seinen Angestellten möglichst rund um die Uhr im Einsatz für den Betrieb sehen. Die Kinder wollen zur Tagesstätte gebracht und abgeholt werden, wollen mit Vater zusammen essen und spielen. Die Partnerin wünscht stärkere Beteiligung beim Putzen und Kochen, außerdem Zeit zu zweit. Die Großeltern erheben Anspruch auf Besuch der Enkel, des Weiteren brauchen sie Hilfe im Haus. Der Kindergarten möchte einen aktiven Elternsprecher, das Nachbarschaftsfest will vorbereitet sein - nicht nur die Familie, auch das Umfeld der Kinder dehnt die Ansprüche, die noch vor wenigen Jahren der häufig nicht berufstätigen Frau galten, auf den Vater aus.




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