Wie wirkt Fernsehen auf die Werte-Erziehung ein


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Wie wirkt Fernsehen auf die Werte-Erziehung ein

Die Hirnforschung weiß heute, dass Emotionen die wichtigsten Wegbegleiter von Erkenntnis und Lernen sind. Deswegen ist übermäßiges Fernsehen nicht besonders förderlich, denn dabei findet keine Interaktion statt, es werden keine Beziehungen geknüpft. Doch ohne Zweifel wirken auch Fernsehen und Computer auf das kindliche Wertesystem. Im guten wie im schlechten Sinne. Eine Fernsehserie meiner Kindheit hieß: „Frei geboren“. Dort ging es um das Schicksal der zahmen Löwin Elsa, die bei einem Wildhüter-Ehepaar in Ostafrika lebt. Am Ende entlassen die beiden das geliebte Tier in die Freiheit. Ich habe geheult - und doch die Botschaft verstanden: Das Richtige zu tun, kostet manchmal Überwindung. Und wie oft haben wir auf dem Spielplatz das idyllische Großfamilienleben der „Waltons“ nachgespielt. Ich habe sogar Freunde, die ihre Tochter nach der gelassenen, warmherzigen Waltons-Mama Olivia benannt haben. Dass manche Filme Vorbildfunktion haben und Werte transportieren, das ist auch heute so: Im Mittelpunkt der höchst erfolgreichen Buch- und Filmserie „Die wilden Kerle“ stehen Jungen mit Mut, Teamgeist und auch mit Kampfeslust. Der Autor und Regisseur Matthias Masannek sagte in einem Interview vermutlich nicht zu Unrecht: „Ich denke, ich erziehe gerade eine ganze Generation von Kindern.“