Wohn Riester


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Wohn Riester

Es ist beschlossene Sache: Nach dem Wegfall der Eigenheimzulage wird als Ersatz der "Wohn Riester" kommen. Ende Februar hat sich die große Koalition auf Eckpunkte geeinigt, die in absehbarer Zeit Gesetz werden sollen. Nur wird er dann nicht mehr so heißen – man sollte sich besser gleich an den neuen Begriff "Eigenheimrente" gewöhnen. Diese neue Art der Altersvorsorge weitet die schon bestehende Möglichkeit, Riester-Kapital für das Eigenheim zu verwenden, deutlich aus – und das zu deutlich besseren Bedingungen für den Bauherren. Nach dem Entwurf der Bundesregierung sollen bis zu 100 Prozent des angesparten Geldes zum Bau oder Kauf eines Hauses bzw. einer Eigentumswohnung verwendet werden dürfen. Und zwar, ohne dadurch die staatlichen Zulagen zu gefährden – die weiterlaufenden Grund- und Kinderzulagen helfen so, die Raten für den Immobilienkredit zu zahlen. Für welche Art der Riester Rente man sich entschieden hat oder entscheiden will, spielt für die Möglichkeit zur Umwandlung keine Rolle:
  • Riester-Rentenversicherung,
  • Riester-Fondssparen und
  • Riester-Banksparen
sind alle gleichermaßen geeignet. Und sie werden künftig aller Voraussicht nach auch von den Banken gleichermaßen als Eigenmittel bei der Baufinanzierung akzeptiert. Das spart bares Geld: Denn je höher der Eigenkapitalanteil ist, desto geringer fällt der Kreditzins aus. Ganz sicher werden Bausparkassen und andere Anbieter, sobald das Gesetz zur Eigenheimrente in Kraft tritt, Produkte auf den Markt bringen, die Bausparen und Riester-Rente kombinieren. Denn die schon existierende Wohnungsbauprämie (siehe die Infos zum Bausparvertrag) soll erhalten bleiben. Unklar ist bis jetzt allerdings, inwieweit die neuen Möglichkeiten der Bauförderung auch für bereits laufende Riester-Verträge gelten. Wer demnächst einen solchen Vertrag abschließen will, sollte also die Option für "Wohn Riester" vorsorglich mit vereinbaren. Für die Eigenheimrente gilt genau dasselbe wie für die "normale" Riester Rente: Bei Renteneintritt müssen die Auszahlungen versteuert werden. Wer sein Riester-Kapital in Wohneigentum umgewandelt hat, bezahlt Steuern statt auf tatsächliche Rentenzahlungen auf eine fiktive Summe, die den entnommenen Beiträgen entspricht. Immerhin: Wer die Steuerschuld gleich tilgt, statt sie abzustottern, soll einen Rabatt von 30 Prozent bekommen. Wohn Riester: Fakten-Check Vorteile:
  • große Flexibilität bei der Umwandlung des angeparten Kapitals,
  • staatliche Zulagen laufen auch bei einem "leeren" Riester-Konto weiter,
  • Kombinationsmöglichkeit mit der schon bestehenden Wohnungsbauprämie.
Nachteile:
  • volle Steuerpflicht (Rabatt nur bei sofortiger Begleichung der Steuerschuld),
  • Zulagen sind bei Verkauf der Immobilie unter Umständen zurückzuzahlen,
  • nach einer Umwandlung: keine nennenswerte zusätzliche Monatsrente mehr.