Zehn Sätze, die Sie nie zu Ihrem Kind sagen sollten

Es gibt Sätze, die sollten Eltern NIE zu ihren Kindern sagen! Denn sie sind entmutigend, abwertend und zerstören das Selbstbewusstsein von Kindern.


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Ohne groß nachzudenken, rutscht uns unseren Kindern gegenüber immer wieder ein Ausruf raus, den wir als Eltern niemals sagen sollten. Eigentlich war er gar nicht böse gemeint, Kinder vergessen solche Sätze aber häufig ihr ganzes Leben nicht mehr. Denn Worte sind mächtig – und gleichen oft einer verbalen Ohrfeige. Dazu kommt: Kinder glauben, was ihre Eltern sagen und können nicht unterscheiden zwischen ernstgemeint und "nicht so ganz ernst gemeint". Wer sich diese Dinge einmal bewusst gemacht hat, wird diese Tabu-Sätze in Zukunft vermeiden:


© iStock
Tabu-Sätze für Eltern

Hör auf zu weinen!
Wenn Ihr Kind weint, hat es immer einen Grund. Den rauszufinden ist Ihre Aufgabe.

Dein Bruder / deine Schwester hat das doch auch hingekriegt!
Vergleiche mit den Geschwistern sind tabu. Auch wenn Ihre Aussage inhaltlich korrekt ist, sie verletzt Ihr Kind. Behalten Sie immer im Hinterkopf: Jedes Kind ist anders.

Ich hab noch nie ein Kind gesehen, das so ungeschickt / dumm / langsam etc. ist wie du!
Sätze dieser Art sind abwertend und zerstören das kindliche Selbstvertrauen. Wenn Sie enttäuscht oder wütend sind: Erst mal durchatmen und bis drei zählen – und dann erst reagieren.

Du bist wie dein Vater / deine Mutter.
Wenn es sich um positive Eigenschaften handelt, ist dieser Satz natürlich völlig in Ordnung. Wenn nicht, sollten Sie ihn sich sparen. Kinder lieben ihre Eltern und können die dahintersteckende Botschaft oft nicht einordnen und sind verwirrt.

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Offen und wertschätzend miteinander reden ist ein Grundpfeiler für eine glückliche Familie.


Ich hab keine Zeit!
Für Kinder heißt das so viel wie "du bist mir nicht wichtig". Wenn Sie keine Zeit haben, erklären Sie das Ihrem Kind freundlich, dann wird die Botschaft richtig ankommen.

Ein Indianer kennt keinen Schmerz!
Doch, das tut er wohl. Außerdem: Ihr Kind ist kein Indianer.

Das schaffst du sowieso nicht!
Ihre Aufgabe ist es nicht, Ihr Kind zu entmutigen – sondern das Gegenteil: Machen Sie ihm Mut und zeigen Sie ihm, wie es mit Herausforderungen umgehen kann.

Das interessiert mich nicht.
Desinteresse ist wie Liebesentzug – und schmerzt unglaublich, denn Kinder sind auf das Interesse und die Liebe ihrer Eltern angewiesen. Ohne sie sind sie völlig hilflos.

Dich müssen sie im Krankenhaus wohl vertauscht haben.
Ein Satz, der auch ganz harmlos und lustig gemeint sein kann – aber Vorsicht: Kinder verstehen noch keine Ironie.

Daran bist du jetzt schuld!
Kinder haben von Natur aus ein stark ausgeprägtes Schuldbewusstsein. Seien Sie mit Formulierungen dieser Art bitte ganz besonders vorsichtig!
Positive Formulierungen statt verbaler Ohrfeigen
Ganz allgemein gilt: Vergleiche mit den Geschwistern oder den Freunden verletzen und sind Gift fürs Selbstbewusstsein unserer Kinder. Auch Sätze, die mit "immer" oder "nie" beginnen, sollten Sie aus Ihrem Sprachgebrauch streichen (Immer lässt du deine Sachen rumliegen! Nie bist du pünktlich!). Machen Sie sich bewusst, wie Sie mit Ihren Kindern sprechen. Würden Sie so auch mit Ihren Freunden oder der Kollegin sprechen? Ja? Dann ist alles im grünen Bereich. Nein? Dann sind Ihre Formulierungen eindeutig zu hart.
Rutscht Ihnen doch mal einer dieser Sätze raus, keine Panik! Handelt es sich um Einzelfälle, können Kinder das im Allgemeinen ganz gut wegstecken. In jedem Fall sollten Sie sich aber bei Ihrem Kind entschuldigen.



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