
Räuber, Ritter oder auch ein Schneemann? An Fasching können Kinder sich verwandeln. Ein alter Mantel, etwas Schminke, eine Ritterrüstung aus Pappe, und statt dem Kind steht ein tapferer Ritter oder ein furchteinflößender Räuberhauptmann vor Ihnen. Doch etwas fehlt noch - die passenden Spiele für die Verkleidung. Mit den hier vorgestellten Spielen kann das Abenteuer losgehen.
Faschings-Räubernamen
Alle Kinder verkleiden sich als Räuber. Damit sich die Räuber zu Fasching auch voneinander unterscheiden können, werden Räubernamen verteilt. Dafür braucht man nur kleine Karten zum Anstecken und einen Stift. Jeder Räuber sucht sich einen orientalischen Namen aus, z.B. Ali, Baba, Fatima, Achmed oder Serifa. Da die Räuber vielleicht noch zu klein zum Lesen sind, werden die Namen vorgelesen und jeder darf sich dann einen Namen aussuchen. Wenn jeder einen Namen hat, werden sie auf die Kärtchen geschrieben und mit Sicherheitsnadeln an der Kleidung befestigt.
An Fasching kann man richtige Schätze suchen. Ein Kind klettert in einen Karton, indem die Schätze aufbewahrt werden. Die anderen Kinder sind Räuber und sitzen vor dem vorne geschlossenen Karton. Ein Räuber stellt sich vor den Karton und ruft: "Sesam öffne dich." Das Kind drinnen sagt: "Nur wenn du mir deinen Räubernamen sagst." Der Räuber sagt seinen Namen. Dann will das Kind in der Schatzkiste das Alter des Räubers wissen. Der Räuber antwortet. Jetzt öffnet sich das Tor des Kartons, und der Räuber bekommt ein kleines Geschenk. Dann kann der nächste Räuber sein Geschenk bekommen.
Alle Kinder verkleiden sich als Ritter. Mit gebastelten Schildern (aus bemaltem Karton selbstgebastelt) stellen sich zwei Kinder auf Kreise, die aus einem Seil von etwa einen Meter Durchmesser bestehen. Jeder der beiden Ritter hat einen Softball in Tennisballgröße. Auf ein Kommando werfen beide. Wird einer am Körper getroffen, so scheidet der aus und der nächste Ritter tritt gegen den Sieger an. Trifft keiner, wiederholen es beide mit den Bällen, bis einer getroffen wird. Mit den Schilden dürfen die Bälle abgewehrt werden, Sieger bei diesem Faschingsspiel ist, wer am Ende übrigbleibt.
Bei diesem Spiel richten Sie ganz viele lustige Kleidungsstücke, Perücken, alte Sonnenbrillen ect. und legen Sie in die Tischmitte. Eine Tafel Schokoloade wird mit mehreren Schichten Zeitungspapier eingewickelt. Sie darf nur mit Messer und Gabel ausgepackt und gegessen werden. Jetzt sitzen alle Kinder im Kreis und würfeln. Das Kind, das eine Sechs gewürfelt hat, zieht sich ganz schnell 4 Kleidungsstücke und/oder Perücken, Sonnenbrillen etc. auf und versucht dann die Schokolade mit dem Besteck zu essen. Der Würfel wird in der Zeit weitergereicht. Wenn das nächste Kind eine 6 würfelt, muss die Schokolade weitergegeben werden. Bis die Schokolade aufgegessen ist, hat sich jedes Kind total verkleidet.
An Fasching ist der Winter zwar fast vorbei, aber trotzdem können Kinder sich jetzt in einen echten Schneemann verwandeln. Dazu braucht man einen weißen Kittel, einen Hut, Schal, einen Besen. Anstelle der Mohrrübe wird lieber eine Papiernase genommen, die fällt nicht so schnell runter.
Ein Kind zieht alle Sachen an und steht ganz steif. Da flüstert ihm ein anderes ein Zauberwort ins Ohr (jedes Wort ist erlaubt).
Plötzlich ist der Schneemann lebendig geworden und kann rumlaufen, aber nur so, wie ein Schneemann laufen würde (die Kinder können verschiedenes ausprobieren, rollen, schlurfen, watscheln).
Das Kind, dass das Zauberwort wusste, stellt sich nun in der Ecke steif hin. Wenn der Schneemann bei ihm ist, helfen die anderen Kinder ihm aus der Verkleidung und das Kind in der Ecke ist jetzt neuer Schneemann. Jeder darf einmal Schneemann sein, und am Ende bilden alle Kinder die Sonne: Ein Kind kugelt sich ein, die anderen bilden die Sonnenstrahlen um ihn herum.
Das schönste: der Schneemann kann nicht wirklich schmelzen, man kann also auch im Hochsommer Schneemann spielen.
Drachen faszinieren Kinder. Ein schönes Faschingsspiel ist der Kampf Ritter gegen Drachen.
Dafür benötigt man nur ein Stück Karton, auf dem ein Drachenkopf aufgemalt ist. Dazu Tennisbälle und Medaillen, die aus beklebten Bierdeckeln bestehen. Nun wird der Karton mit dem Drachenkopf an einem Baum und dem Boden befestigt. Das Drachenmaul ist ausgeschnitten.
Die Kinder bilden Paare, einer ist Ritter, einer Pferd. Das Pferd nimmt den Ritter huckepack. Der Ritter nimmt nun einen Tennisball. Drei Meter vom Drachen entfernt versucht er, das Drachenmaul zu treffen. Jeder Ritter hat fünf Versuche, danach wird gewechselt.
Was haben alle Räuber gerne? Genau, möglichst viel Beute. Vor allem an Fasching lohnt sich ein Raubzug. Dafür braucht man nicht viel. Schmuckstücke der Eltern, ein Sack mit Münzgeld oder Schokoladentalern oder Löffel, die man sich aus Gold vorstellt, bilden die Räuberbeute. Dazu braucht man noch eine Pfeife. Das Spiel geht los: Die Räuber haben einen erfolgreichen Raubzug hinter sich gebracht. Jetzt wollen sie die Beute schnell ins sichere Versteck bringen. Der Räuberhauptmann bläst kurz in die Trillerpfeife, so dass alle wissen: Jetzt müssen wir die Beute schnell verstecken. Die Räuber setzen sich im Kreis auf Stühle. Jeder hat ein Beutestück in der Hand. Der Räuberhauptmann bläst in seine Trillerpfeife, und schnell wird ein Beutestück rechtsrum weitergegeben. Bei einem neuen Pfiff wird die Richtung gewechselt. Wenn ein Räuber plötzlich zwei Beutestücke in der Hand hält oder eins fallen läßt, muß er ein Pfand abgeben. Zum Auslösen der Pfänder müssen die Räuber kleine Aufgaben erfüllen.
Zwei Kinder sind die Ritter, zwei sind die Pferde. Je ein Pferd und Ritter tun sich zusammen. Die Ritter werden von den Pferden huckepack genommen. Nun versuchen Pferd und Reiter das andere Team umzuwerfen. Wenn ein Reiter den Boden berührt, wird er zum Pferd und das Pferd zum Reiter. Wenn Pferd und Reiter den Boden berührt haben, scheiden beide aus. Gewonnen hat das Team, das am Ende übrigbleibt. Wird in geschlossenen Räumen gespielt, können sich die Spieler aufgeblasene Luftballons um die Fußgelenke binden. Jeder versucht nun, die Luftballons der anderen zum Platzen zu bringen. Wessen Luftballon platzt, der scheidet aus.

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