Forum Geburt und Wochenbett



  1. #1
    Senior Member Avatar von Leo Redakteurin fami
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    Muss der Vater bei der Geburt dabei sein?

    Eigentlich wollte Erik bei der Geburt seines Kindes dabei sein. Je näher der Termin rückte, umso größer wurde seine Angst. Jetzt kneift er ganz.

    Muss der Vater bei der Geburt dabei sein?
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  2. #2
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    Guest
    Es ist schön, und für viele Paare sicher ein tolles Erlebnis, dass der Vater dabei sein darf. Müssen jedoch muss immer noch nur die Mutter! Es sollte völlig vorbehaltlos und ohne hochgezogene Augenbraue akzeptiert sein, wenn ein Paar sich entschließt, dass "Papa" vor der Tür wartet.


  3. #3
    Hier wird eine Person in eine Situation gebracht in der sie praktisch hilflos zuschauen muss wie eine geliebte Person grosse Schmerzen empfindet und leidet - ohne etwas dagegen unternehmen zu können.
    Ich finde, dass man einen Menschen, egal ob Vater oder eine andere nahe stehende Person, den man liebt nicht dazu zwingen sollte sich der Situation auszusetzen. Zumal bekannt ist, dass Männer wesentlich weniger Schmerzresistent sind als Frauen.


  4. #4
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    Guest
    Leider stehen werdende Väter seit der Erlaubnis zur Anwesenheit Ende der 70ger zunehmend mehr unter dem gesellschaftlichen Druck, dabei sein zu "müssen". Der Gedanke ansonsten als "Weichei", "Drückeberger" oder "Feigling" da zu stehen, muss sehr belastend sein. Aus meiner beruflichen Erfahrung in der Arbeit mit Familien weiß ich, dass sehr viele Männer nicht auf das Kommende vorbereitet waren, sie im Nachhinein gern darauf verzichtet hätten und ihre Beziehung nicht unbedingt davon profitiert hat. Inzwischen gibt es Geburtsvorbereitungskurse speziell für werdende Väter. Sicherlich werden sie darin anders vorbereitet und fühlen sich dann auch sicherer.
    Ich persönlich hätte gern meine Schwester (Mutter von zwei Kindern) dabei, weil sie mir wahrscheinlich eine wirkliche Hilfe wäre und ich deutlich enspannter und aufs Wesentlich konzentriert die Geburt meistern könnte.


  5. #5
    Ich hatte meine Mutter und meine Schwester (abwechselnd, hat immerhin ca. 28 Stunden gedauert) bei der Geburt dabei - allerdings nicht "auf den letzten Metern" (s. meine Argumentation im vorigem Beitrag) - da hat mir die Ärztin und die Hebamme vollkommen gereicht, schliesslich sind das die Profis :-), und bin sehr glücklich damit.


  6. #6
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    Guest
    Jede Frau muss das für sich entscheiden. Schließlich ist eine Geburt kein Ausflug auf den Ponnyhof! Ich frage mich nur, warum es inzwischen gesallschaftlich so wenig akzeptiert ist, wenn der "Papa" nicht mithechelt? Muss man heutzutage tatsächlich jedes intime Detail mit dem Partner teilen? Macht es einen Mann "mänchlicher", wenn er hilflos, nervös oder anfeuernd im Kreißsaal neben einem steht? Viele Frauen bestehen auf die Anwesenheit des Partners, oft mit dem Argument: "Gemeinsam Spaßbeim Zeugen gehabt, dann muss er da jetzt auch durch!"


  7. #7
    da gebe ich Dir vollkommen Recht, katy09, dem muss nichts mehr hinzugefügt werden.


  8. #8
    Avatar von lilaanni
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    ich find es in Ordung und auch toll wenn ein Paar oder ein Mann dazu steht nicht mit zu gehen!

    Mein Vater konnte bei keinem seiner Kinder dabei sein , er sagte immer bevor ich 100kg koloss da rum liege und allen im weg bin kann ich lieber draußen warten! klar kann es schwer sein für die Frau wenn sie dann alleine ist.

    Ich habe alles 3 erlebet.
    Bei der ersten Geburt von meiner Tochter war mein Mann nicht dabei! Er hat es nicht geschafft .Es ging zu schnell der Weg war für ihn zu weit! Meine Ma war dabei da bin ich froh drüber. Er hat es dann geschafft und musst leider andere dinge mitbekommen die nicht so toll liefen die ihn mitgenommen haben. aber er sagte für ihn war es schlimm nicht dabei gewesen zu sein. bei der 2 hat er es in den letzte 4 min von 9 geschafft dabei zu sein. kurz aber für ihn war es super .

    ich war bei der geburt meines patenssohnes dabei . das gefühl der hilflosigkeit wenn man versucht alles zu tun ist echt krass. aber auch total schön! der vater schaffte es einfach nicht dabei zu sein er stand mehr im weg mit rein und raus rennen als alles andere!


    ICh find es schlimm wenn man die männer deswegen runter macht weil sie es nicht können schaffen oder wer weiß was!
    ich find es mutig das sie es zuzugeben und das sie dazu stehen !!!!



  9. #9
    Avatar von SureLona
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    Also für mich definitiv nein. ich wollte ihn bei der Geburt nicht dabei haben - und auch niemand anderen und für mich war es die richtige Entscheidung. Hab es keine Sekunde bereut, für ihn war es auch ok und würde es wohl auch wieder so machen.


  10. #10
    Avatar von Axiom
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    Wenn die werdende Mutter der Meinung ist, sie wäre besser damit bedient, das Kind alleine zur Welt zu bringen, ohne den Kindsvater in der Nähe, dann halte ich es für vertretbar, dass der Vater draußen wartet. Allerdings halte ich es nicht für vertretbar, dass man es ihm überhaupt verwehren will.

    Ich selbst - vor kurzem Vater geworden - habe während des ganzen Geburtsvorgangs, bei dem ich selbstverständlich von der ersten bis zur letzten Sekunde dabei war, feststellen können, wie "unsere" ohnehin harmonische Beziehung noch viel mehr Bindung erlebt hat. Natürlich fühlt man sich relativ bescheiden dabei, seiner Partnerin beim "Abquälen" zuzuschauen und nicht wirklich helfen zu können.. Andererseits zeigen viele Gespräche im Nachhinein, dass die Anwesenheit doch als Hilfe empfunden wurde.

    Väter die von sich aus sagen, sie wollen nicht dabei sein?
    Liebe Geschlechtsgenossen... Beim "machen" wolltet ihr doch auch dabei sein. Wo ist denn nun das Problem? Ihr wollt Horror- und Actionfilme gucken, lacht über geschmacklose Bilder auf Facebook... und an das größte Wunder der Welt traut ihr euch nicht heran? Schwach! Unverständlich!

    Rechte und Pflichten
    Ich sehe es eigentlich ganz einfach: Es ist Recht und Pflicht des Vaters zugleich, bei der Geburt anwesend zu sein. Zum einen der Unterstützung und der heran nahenden Verantwortung wegen. Zum anderen auch des Respekts wegen.
    [*]der eigenen Frau gegenüber[*]dem ankommenden Leben gegenüber[/list]
    Für mich persönlich wäre es ein enormer Bruch in der Beziehung gewesen, hätte meine Partnerin festgestellt: "Ich mach das alleine. Du bleibst draußen." Zum einen hätte ich mich nicht als erwünschter Teil der jungen Familie gewünscht, zum anderen irgendwo auch im Regen stehen gelassen. Und wer hätte dann die Nabelschnur durchtrennt? Und beobachtet und festgehalten, wie sich Mutter und Kind das erste mal ansehen? Und und und...

    Nein, nein es steht für mich außer Frage
    Der Vater muss in meinen Augen bei der Geburt dabei sein. Er darf auch nicht "verboten" bekommen, dabei zu sein. Auf keinen Fall. Denn hierdurch wird die Familie schon ab ihrem aller frühesten Zeitpunkt gesplittet. Im übrigen kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich in einer wirklich intakten Beziehung überhaupt die Frage danach stellt, ob "der Vater mit dabei?" ist. Im Gegenteil. Dann kann es doch nur reine Selbstverständlichkeit sein!

    Entschuldigt den relativ ausführlichen Text. Das musste aber mal gesagt werden. :-)



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