Forum Geburt und Wochenbett



  1. #11
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    Guest
    Hallo Axiom,

    ersteinmal finde ich es toll, dass sich mal ein Mann zu diesem Thema äußert.

    Ich bin grundsätzlich Deiner Meinung- ein Mann muss bei der Geburt dabei sein dürfen! Aber- das war nicht die Frage, sondern- Muss ein Mann dabei sein? Nein!!! Zumindest für mich und meinen Freund steht fest- das Wichtigste ist MEIN Wohlbefinden! Das allein zählt!

    Es stellt sich für uns nicht die Frage, ob unsere Beziehung intakt ist, nur, weil ich ihm die Anwesenheit gewähre bzw. ob wir an der Intaktheit unserer Beziehung zweifeln müssen, wenn ich entscheide eine Geburt "allein" durchziehen zu wollen.

    Die Geburt eines Kindes ist nicht nur eine Frage der Beziehungsfähigkeit sondern vielmehr eine Frage des Umgangs der Frau mit einer außergewöhnlichen Belastungssituation. Und nicht jede Frau, mich eingeschlossen, möchte in dieser Situation einen Mann an ihrer Seite haben.

    Eine Freundin von mir entbindet in drei Wochen und für sie steht fest, dass in der eigentlichen "Austreibungsphase" ihre beste Freundin an ihrer Seite sein wird. Trotz ihrer äußerst intakten Beziehung geht sie nämlich davon aus, dass ihr Mann schlichtweg keine Hilfe sein kann. Und ich finde das okay.

    Auch ist aus meiner Sicht eine Geburt weniger romantisch und sentimental zu betrachten, als es viele Männer sehen. Erst recht nicht, wenn Komplikationen auftreten. Die meisten Männer sind damit dann doch überfordert (kein pauschales Vorurteil sonder Rückmeldung vieler betroffener Männer).

    Aus diesem Grund denke ich, dass die Entscheidung immer noch bei den werdenden Müttern liegen muss und niemand (weder Männer noch Frauen) sich irgendwelchen Trends unterwerfen sollten.

    Gut ist, was gut tut!!!

    Kein Mann ist ein Drückeberger, wenn er sich traut zu sagen, dass er sich nicht traut. Keine Frau handelt egoistisch, wenn sie entscheidet, ohne Mann zu gebären. Und schön ist es, wenn beide sich einig sind, eine Geburt gemeinsam erleben zu wollen.
    Nirgendwo ist so viel Raum für individuelle Entscheidungen, wie bei der Geburt eines Kindes! Und das ist gut so!!!



    Liebe Grüße,
    Katy09


  2. #12
    Avatar von SureLona
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    Natürlich hat ein Vater das Recht dabei zu sein. Bei mir war es allerdings so, dass sich dieser absolut nicht für die Schwangerschaft oder das Kind interessiert hat. Es war eine ungeplante Schwangerschaft, er wollte die Abtreibung und wir hatten die ganze Schwangerschaft wenig Kontakt bzw. oft Streit. Das Verhältnis war für mich in dem Moment also keinesfalls so intakt, dass ich ihn da dabei haben wollte - abgesehen davon, dass auch er das nicht wollte.

    Mein neuer Partner hingegen würde das sehr gern bei einem gemeinsamen Kind und ich denke, dass ich ihm das event. auch gestatte. Wird sich aber zeigen. Für mich war das allein gebären keinesfalls einsam, sondern gut.



    Dennoch schön, wenn Männer ihre Frauen so unterstützen. Viel wichtiger als bei der Geburt dabei zu sein war mir, dass er sich um den Kleinen kümmert - trotz Trennung und das tut er aufopferungsvoll.


  3. #13
    Avatar von VeraW
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    müssen tut keiner...aber ich würde es auch schön finden, wenn er dabei wäre. die frau muss da schließlich auch durch.
    außerdem glaube ich auch, dass sowas bindet.
    aber wenn er wirklich sehr viel angst haben sollte kann man ihn nicht zwingen.


  4. #14
    Avatar von Sassa
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    Ich habe gehört, dass es nicht so gut sein soll, wenn der Mann alles sieht, kann schon auch traumatisch für ihn sein (ich würde es auch nicht gerne sehen!!) allerdings dabei sein kann er schon, an der Schulter stehen, ich finde ein Kind ist ja eine gemeinsame Entscheidung und der Mann soll ruhig mit dabei sein, wenn es auf die Welt kommt...das bindet auf jeden Fall die ganze Familie!


  5. #15
    Avatar von VeraW
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    ja er soll ja nicht gucken wie das baby auf die welt kommt. er soll der frau die hand halten und bei ihr stehen


  6. #16
    Senior Member Avatar von Mutschekiepchen
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    So, mein lieben Mütter, nun sage ich mal was dazu.
    ich hatte mein Mann dabei und er hat es ganz locker genommen und sogar den 2 Hebammen geholfen und mich dazu angehalten richtig zu atmen. ich wäre ihn nicht böse gewesen, wenn er raus gegangen wäre.
    Ich habe ihn auch gefragt ob er dabei sein möchte und er hat mich im gleichen Atemzug gefragt, ob ich das überhaupt will. Wir haben uns dann entschieden, es einfach geschehen zu lassen. Er hat es einfach versucht und ist mir nicht von der Seite gewichen. Ich hätte es auch mit den Hebammen alleine gemacht. Früher wurden die Männer grundsätzlich hinausgejagt, damit diese den Schmerz der Frau weg trinken können. Aber mein Mann ist mir nicht von der Seite gewichen und hat die Geburt seines Sohnes allen berichtet die es hören wollten und bereut es keine Sekunde. Er beschreibt es als großes Glück bei diesen Wunder dabei gewesen zu sein. Und ich muss dazu sagen, dass die Schwangerschaft ohne die ständigen Streitereien um das Kind besser gewesen wäre. Es hat uns zusammen geschweisst. Aber auch nur so lange bis man sich wegen dem Kind schon wieder gezankt hat. Aber das gehört dazu.
    Ich sage nur, traut euch, Männer, Man kann ja immer noch raus. Oder die Frau kann auch noch sagen, dass sie lieber alleine sein will. Aber man kann es wenigstens versuchen. Natürlich kann ich verstehen, dass es was anderes ist, wenn man sich schon so gut wie entzweit hat und den Mann nicht dabei haben will.


  7. #17
    Member Avatar von d-conny
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    Hi

    Hier wurde darüber ja schon gesprochen und zum Glück kam auch schon ein Beitrag von einem Mann dazu, denn ich begrüße.

    Aus männlicher Sicht muss ich auch sagen, dass es nicht sein kann, dass einem Mann verboten wird, bei der Geburt des eigenem Kindes dabei zu sein. Natürlich gibt es Ausnahme Situationen, etwa wenn Mutter und Vater sich getrennt haben und dies die Mutter zu sehr aufregen würde und ähnliches.
    Wenn die Mutter die Anwesenheit des Vaters nicht wünscht, beide aber in einer Beziehung leben und das Kind auch gemeinsam aufziehen, dann sollte das ausdiskutiert werden können. Ich finde nicht, dass die Mutter ein Generalrecht hat und dem Vater dieses verbieten kann.
    Ich wäre untröstlich, wenn ich die Geburt meines Sohnes nicht miterlebt hätte, obwohl ich im Vorfeld Angst hatte, obwohl ich mir im Vorfeld nicht sicher war, ob ich nicht umfalle oder ähnliches. Es war dann ganz anders. Das Problem ist ja auch, dass ein Mythos um die Geburt erzeugt wird, der der Realität nicht unbedingt entspricht, aber das ist ein anderes Thema.

    Grundsätzlich muss ich einfach auch noch einmal festhalten, dass der Mann dabei sein sollte, dass man es ihm nicht diskussionslos verbieten sollte, er hat ein Recht darauf. Andererseits sollte natürlich der Mann auch so einfühlsam und einsichtig sein, dass im Extremfall, dass die Frau sich eine Geburt mit dem Mann überhaupt nicht vorstellen kann, warum auch immer, dass einsieht und nicht das Leben der Mutter und des Kindes auf Grund der eigenen Sturheit aufs Spiel setzt.

    Bei uns hat alles in allem mit Einleitung über eine Woche gedauert, wir waren über eine Woche lang Stammgast im Krankenhaus, letztendlich haben dann die Wehen eingesetzt und dann ging alles Ruck Zuck. Ich möchte diese, ich glaube 10 Tage, auf gar keinen Fall missen. Und meine Freundin war glücklich, dass ich dabei war, auch wenn sie mir vor lauter Schmerz fast in den Arm gebissen hat :-)

    lg


  8. #18
    Member Avatar von d-conny
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    Zusatz:
    Natürlich sollte der Mann auch über seinen Schatten springen können, wenn die Frau sich das Dabeisein wünscht, er aber nicht will....

    Sollte auch klar sein, dass auch hier diskutiert werden muss und das ganze keine Einbahngeschichte ist :-)


  9. #19
    Hi,
    das war für mich sehr wichtig das ich dabei war. Klar, es war irgendwie komisch nicht wirklich was tun zu können, und das wo ich doch so gerne alles unter Kontrolle habe. Aber trotzdem, ich fand es überwältigend und kann es nur jedem empfehlen. Seölbst das obligatorische durchtrennen der Nabelschnurr war irre. Haha, wir mussten ein wenig lachen damals, weil ich ja Koch bin und meinte nur" kein Thema, das mache ich mit Links " :-)
    der Singledaddy


  10. #20
    Junior Member Avatar von Fellnäschen
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    Hallo,
    für meinen Mann war es eine Selbstverständlichkeit dass er bei der Geburt seiner Tochter dabei sein wollte. Allerdings endete die Geburt in einem KS und nachdem er fast 24 Stunden wach war und auch noch arbeiten wollte er auf keinen Fall mit in den OP.
    Ich persönlich hätte es zwar schöner gefunden weil dieser KS schon in Gedanken der Horror war aber zwingen nein das bringt Nichts.
    So hat er im Kreissaal gewartet & hat dann von meiner Hebamme unsere Tochter nach der Untersuchung vom Kinderarzt in die Arme bekommen bis ich fertig genäht & auch wieder im Kreissaal war. In der Zwischenzeit hat meine Hebamme auch schon die U1 gemacht.



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