Forum Ernährung und Stillen



  1. #1
    Senior Member Avatar von Mutschekiepchen
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    Stillen und Nichtstillen.

    Stillen ist für mich das schönste. Es gibt soviele Vorteile und schütet die gleichen Hormone aus wie das verliebt sein. Und das hat einen guten Grund.
    und es gut für die Nachbildung.
    Ich habe fast ein Jahr lang gestillt und ich habe nach 6 Monaten immer noch leichte Nachwehen gehabt. Aber was tut man nicht alles für das Kind.
    Wenn es mal nicht gut lief, habe ich Akkupunktur von meiner Hebamme bekommen und dann ging alles mehr als perfekt.
    Wie war es bei euch?
    Ich schneide das Thema an für Erfahrungsberichte und für Tipps untereinander um Mythen zu bekämpfen und sich gegenseitig zu helfen. Stillen ist eine natürliche Sache und ich bin der Ansicht dass es jeder wenigstens mal versuchen sollte.



  2. #2
    Avatar von 1234567
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    Ich habe 7 Monate gestillt, danach war die Milch zuende. Ich konnte mit Einführung von Beikost trotz zusätzlichem Abpumpen den Fluss nicht aufrecht erhalten. Insgesamt war die Stillzeit für mich eher Horror als schön. Ich hatte ständig wunde Brustwarzen und hätte bei jedem Anlegen einfach nur noch schreien können. Oft hab ich dann abgepumpt weil ich da die Schmerzen besser kontrollieren konnte. In den Phasen wo alles heil war, war das Stillen okay, aber ich empfand es nun nicht als "das Schönste". Und wenn jetzt gleich jemand kommt und sagt, ich hätte die falsche Einstellung zum Stillen gehabt und deshalb hat es so schlecht geklappt: hatte ich sicher nicht, sonst hätte ich mir nie die Mühe gemacht, mein Frühchen von der Flasche aufs Stillen umzustellen- schon das war eine echte Geduldsprobe... Ohne den "sanften Druck" meiner Hebamme hätte ich gleich aufgegeben. Ich habe immer gehofft, dass sie sagt, ich soll es lassen- hat sie aber nicht :-) also habe ich weiter gemacht. Besonders ätzend waren auch so die letzten Wochen des Stillens, wo mein Kleiner nicht mehr richtig getrunken hat sondern nurnoch rumgekaspert und ich dann ständig Milchstau hatte.


  3. #3
    Avatar von Sophie2011
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    Hallo,
    ich muß als erstes gleich mal sagen, dass ich dich gut verstehen kann. Ich empfand meine Stillzeit auch nicht als sehr schön. Habe es nur meiner Tochter zuliebe getan. Ich hatte leider nur schlechte Erfahrungen damit gemacht. Leider ist das aber, meiner Meinung nach, ein absolutes tabu Thema. Sobald man jemandem erzählt, dass man nicht gerne gestillt hat ist man sofort auf der Abschussliste. Von allen Seiten wird man für "blöd" erklärt oder für egoistisch. Sehr traurig...
    Aber es beruhigt mich, dass ich nicht die Einzige bin, für die es nicht das schönste Gefühl auf der Welt war


  4. #4
    Senior Member Avatar von Mutschekiepchen
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    Mein tiefen Respekt an dich! Echt mal. Ich kenne 3 interessante Beispiele die es anders gemacht haben. Die erste Frau hat lieber weiter ihre Anti- Depressiva genommen um ihre Freiheit zu behalten. Die 2. Frau meinte nach 5 Monaten dass die Flaschenmilch die "richtige Milch" ist. Die 3. meinte schlicht weg dass ihre Tochter nicht stillen wollte und hat lieber geraucht. Genau wie beim 2. Kind. Meine Freunde haben beide gestillt. Eine hat nach einem Jahr einfach pure Kuhmilch zum trinken gegeben. Die andere hat es nach 9 Monaten wegen Beikostzugabe nicht mehr mithalten können und hat mit Flaschenmilch weiter gemacht.
    Aber du hast dein Kind noch auf Stilen umgewöhnt und sehr lange weiter gemacht. Da kann man echt nichts sagen.
    Mein kleiner hat mich auch ganz schön gequält. Die ersten 3 Tage hat er vorne rumgekaut und lange nicht geschafft den Mund richtig aufgemacht. Meine Hebamme hat gesagt, dass ich den langsam aufschieben kann, dann hat es gut geklappt. Es gab auch Zungen die behauptet haben, nach dem Brei soll ich nicht nochmal stillen lassen. Wenn ich da drauf gehört hätte, hätte ich es auch nicht geschafft so lange durchzuhalten. Und dann war es auch noch ein kleiner Schnarcher der ständig beim Stillen eingepennt ist. Nach einer halben Stunde wollte er dann weiter machen. Er wollte auch nichts wenn er mal musste. Da hat er mich manchmal sogar gebissen. Als er 3 Monate alt war, habe ich angefangen ihn vor der Mahlzeit übers Töpfchen abzuhalten um wenigstens den Bißattacken verschont zu bleiben. Ganz schön früh aber es hat geklappt, Der Po war fast nie wund und meine Brust blieb heil.

    Du siehst, auch wenn du es nicht so dolle genießen konntest, hast du nichts falsch gemacht und dir kann keiner was nachsagen. Dein Kind hat viel wertvolle Milch bekommen und das ist doch klasse!!!


  5. #5
    Senior Member Avatar von Mutschekiepchen
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    Für die Kinder trotzdem über den Schatten springen ist doch gut. Es ist doof wenn man es nicht genießen kann.
    Aber ihr habt es beide getan auch wenn ihr es nicht schön finden konntet.
    Dagegen kann keiner was sagen.
    RESPEKT!!!!


  6. #6
    Avatar von Line_M
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    Ich muss sagen, dass ich das stillen auch für serh nötig halte. Ich hbae das Gefühl in der Zeit habe ich meinen kleinen erst so richtig kennengelernt und ich fühlte mich so verbunden!
    Ich fänd es sehr schade wenn man diese Erfahrung missen müsste!


  7. #7
    Senior Member Avatar von Mutschekiepchen
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    Ich sehe das auch so, Line. ich glaube, dass diese Glückshormone dafür sorgen, dass man sich regelrecht in das Kind verliebt.
    Man soll das KInd ja lieben, dass man sich auch gut sorgt. Schade, dass wir Menschen so ein Thema daraus machen müssen. Manche wollen gar nicht stillen, weil sie denken, dass man sich damit die Brust ruiniert. Bei mir war es nicht so. Es sind nur ein paar Hautrisse vom Wachsen dazu gekommen, und auch mehr Körpchen geblieben. Der Körper ist nach der Schwangerschaft auch nicht mehr derselbe. aber das wird leicht in Kauf genommen.
    Ich kenne eine Mutter die eine schwere Geburt gehabt hatte. Sie hat Tage gebraucht um sich von der Geburt zu erholen. Das Baby wurde im Säuglingszimmer mit der Flasche genährt. Auch schade. Die Mutter hatte hinterher mit stillen Probleme gehabt, und hat ihre Milch abgepumpt und das hat die kleine getrunken. Feine Sache, den die Frau hat sich große Umstände gemacht, damit das Kind die gute Milch bekommt. Respekt!
    Aber ich bin dennoch der Meinung, dass die Hebammen und Pfleger das Baby der Mutter wenigstens zu den Mahlzeiten zuführen sollten. Früher haben die Mütter im Wochenbettfieber gestillt und der billige Ersatz war Ziegenmilch. Da hat man schon gewusst, dass Muttermilch das Beste ist.
    Heute gibt es die Flasche. Das macht mich traurig. Es wird den Stillverweigerer richtig einfach gemacht. Und von den Herstellern der Flaschenmilch wird erzählt, dass die Ersatznahrung genauso gut ist. Was ich für einen Irrtum halte. ich kannte mal eine Mutter die meinte, dass diese Ersatznahrung sogar besser ist, Richtige Milch hat sie die Flasschnmilch genannt. Es gibt aber auch Mütter die ein Jahr stillen und dann einfache Kuhmilch geben. Auch nicht schlecht. ich selber habe nach einem Jahr stillen Kindermilch 1+ verabreicht. das stillen wurde zum Krampf und deswegen habe ich aufgehört. Aber ein Jahr ist schon gut, was nicht alle tun. Manche machen sogar noch länger. ich halte das für Lobenswert, obwohl man teilweise schon doof angeschaut.wird.


  8. #8
    Avatar von Manuela80
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    Für mich war auch das Stillen nicht das schönste, wie für viele Frauen. Habe es ebenfalls für die kleine gemacht, weil es einfach das Gesündeste ist.

    Habe aber auch Verständniss für Frauen die generell nicht stillen wollen!


  9. #9
    Senior Member Avatar von Mutschekiepchen
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    ich finde es bemerkenswert, dass viele es eben trotzdem tun, auch wenn es nur um das willen des Kindes getan wird, darum ja das ganze, oder?



  10. #10
    Avatar von Tina_xxl
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    Ich hab meinen Sohn nur im Krankenhaus mit Hilfe der Hebamme Gestillt und zuhause hab ich dann aufgegeben mein Sohn wollte einfach nicht Trinken (ohne 4 Händen) ich hab es dann gelassen bei meinen Nächsten Kind kauf ich mir ein Abpump gerät da ich nicht mehr die Milch Kaufen will. Ich bin aber der Meinung das ich auch mit der Flasche eine gute Bindung zu meinen Sohn aufbauen können.
    Vorteil des nicht stillen mann kann auch mal denn Papa Oma oder Opa das Füttern überlassen und dehnen macht das ne riesen Freude.



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