Forum Teenager (ab 12 Jahre)



  1. #1
    Junior Member Avatar von Sieglinde Sauer
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    Mein 13jähriger Sohn ist computerspielsüchtig, was soll ich tun ?

    Hallo ich bin die Sieglinde und ich habe ein sehr großes mit meinem 13jährigen Sohn, da dieser Computerspielsüchtig ist. Er sitzt täglich 6-10h am PC und geht direkt nach der Schule dran und macht seine Hausaufgaben dann meistens nachts um 10. Er spielt zwar mit seinen Freunden aber er redet als ob er eine andere Sprache spräche, außerdem spielt er die ganze Zeit nur so brutale Killerspiele (wie zb Starcraft 2 und Diablo 3)und ich habe Angst, dass er eines Tages als Amokläufer endet. Jegliche Versuche seine PC-Zeit zu verringern sind bisher gescheitert, da er ohne seinen PC nichts mehr macht und ich mich dann auch schlecht fühle.
    In der Schule versagt er in letzter Zeit auch kläglich (er geht auf ein Gymnasium), da er beispielsweise jetzt nur noch eine 3 in wichtigen Fächern wie Deutsch und Latein hat. Auch vergeudet er sein ganzes Taschengeld damit, sich sinnfreie PC Sachen/Spiele zu kaufen und kann nicht wirklich gut mit seinem Geld umgehen.

    Was soll ich tun ?


  2. #2
    Senior Member Avatar von Maya86
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    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass das von Murrat inhaltlich und orthographisch ein Scherz ist.

    @Sieglinde: Du schreibst, du fühlst dich schlecht, wenn du deinem Sohn Grenzen setzt? Das wird aber wohl nicht anders gehen. Er ist jetzt erst 13 und es wird die nächsten Jahre sicher nicht einfacher.
    1. Ich schlage vor, feste Zeiten zu vereinbaren und diese auch durchzusetzen (Tipp: Kabel konfiszieren, bis du deinem Sohn wieder vertrauen kannst, dass er sich an die Zeiten hält).
    2. Allerdings halte ich es nicht für sinnvoll, wenn du sein Hobby abwertest, denn das ist es nun einmal, was ihn momentan besonders interessiert. Stell dir vor, du würdest bei einem Mädchen mit Pferdehobby immer über die Tiere schimpfen...Vielleicht könntet ihr auch gemeinsam ein Strategiespiel oder etwas, das dir eher zusagt am PC spielen. Damit würdest du ihm auch zeigen, dass du gewisse Dinge an seinem Hobby wertschätzt.
    3. Keine Panik, nicht jeder der Ballerspiele spielt endet als Amokläufer.
    4. Biete auch mal Alternativen an. Spielzeit und danach gemeinsamer Spaziergang,...Wird anfangs wohl nicht ohne "entweder spazieren gehen nach Spielen oder kein Spielen" klappen.
    5. Das Problem mit den Hausaufgaben löst du vielleicht, indem sie vor dem Spielen gemacht werden müssen (ggf. hier Hausaufgabenheft kontrollieren). Allerdings finde ich als Deutschlehrerin eine drei nicht so tragisch. Gerade in der Pubertät kommt es schon mal zu Schwankungen der Leistung, das gibt sich aber meistens wieder.
    6. Taschengeld ist nun einmal zur freien Verfügung gedacht. Dabei sollen Kinder ja lernen, mit dem was sie haben umzugehen. Wenn er alles in Spiele investiert ist das meiner Meinung nach ok. Es gehört eben auch dazu, dass er lernt, wenn er alles für Spiele ausgibt, bleibt nichts mehr für andere Dinge übrig. Wichtig wäre nur, dass er dann nicht unbegrenzt "Nachschub" bekommt, sonst ist der Effekt tatsächlich gleich Null.

    Hoffe ich konnte dir mit meinen Ideen ein bisschen helfen.

    MfG
    Maya


  3. #3
    Senior Member Avatar von Galatea
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    Liebe Siglinde,

    ich kann mich Maya nur anschließen. Klare Regeln sind genauso wichtig wie das Angebot von Alternativen. Ob ein 13-Jähriger Spaziergänge mag kann ich zwar nicht beurteilen, aber man kann mit ihm gemeinsam ja erarbeiten was ihm alternativ Spaß machen würde (Spaßbad, Eis essen, oder wirklich gemeinsam ein PC-Spiel wie z.B. Risiko spielen?). Wichtig finde ich immer gemeinsam im Gespräch zu bleiben, zu versuchen die Sichtweise des jeweils anderen zu verstehen und dann gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

    Ergänzend kann ich aus beruflicher Sicht noch die Materialien von klicksafe empfehlen, z.B. Computerspiele-Tipps für Eltern: http://www.klicksafe.de/service/mate...s-fuer-eltern/

    Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe ja auch eine Beratungsstelle oder ein Online-Beratungstelefon zu dem Thema oder einen kommunalen Suchtbeauftragten im Landkreis? Bei uns im Landkreis Lörrach ist z.B. die Villa Schöpflin da ne super Adresse.

    Achja und wie Maya schon sagt: keine Panik, nicht jeder, der Ballerspiele spielt wird gleich zum Amokläufer . Ich selbst hatte im Jugendalter Phasen wo ich ständig einem bestimmten Spiel "verfallen" war und auch mein Mann hat früher manchmal das gesamte WE mit seinen Jungs durchgezockt. Notenmäßig hatte ich am Gymnasium übrigens auch ca. in der 9. Klasse nen wahnsinnigen Einbruch, das ist denke ich irgendwo auch normal, denn in der Pubertät ist nunmal alles andere wichtiger als Schule . Wichtig ist meiner Ansicht nach einfach, dass er den Bezug zur Realität nicht verliert, also auch außerhalb noch Freunde hat, seine Hausaufgaben macht bzw. seine Pflichten erfüllt (auch wenns schwer fällt) und die Beziehung zu dir bzw. euch als Eltern nicht abreißt.

    Vielleicht ist es ja auch sinnvoll mal zu schauen was er sich für die Zukunft so vorstellt. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass gerade die Schule wieder interessanter wurde, wenn die Schüler wissen wofür sie das machen sollen. Bei uns entdecken viele im Praktikum ihren Traumjob und wissen dann einfach, dass sie mit ner 4 oder 5 in Mathe, Deutsch oder wie auch immer keine Aussicht darauf haben und strengen sich dann wieder mehr an. Leider kommt dieser Aspekt bei uns am Gymnasium irgendwie etwas zu kurz.


  4. #4
    Member Avatar von simonekae
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    Sehe das genauso wie meine Vorredner.
    Fange an, Regeln einzuführen und durchzusetzen, aber erwarte jetzt nicht von heut auf morgen, dass er von der Kiste wegkommt. Versuche es vorsichtig aber konsequent, denn er muss lernen, auch Regeln zu befolgen. Hausaufgaben nachts um 22 Uhr geht schonmal gar nicht. Hausaufgabn und dann Freizeit nicht andersrum.


  5. #5
    Member Avatar von Onswis
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    Einfache Antwort-den Computer abschalten. Erst wenn er seine Hausaufgaben erledigt un d seine häuslichen Pflichten erfüllt hat darf er am Computer spielen. Dann ist da noch die körperliche Betüchtigung, wie Fahrrad fahren, Schwimmen oder so und seine Freunde.


  6. #6
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    Guest
    Ich denke, dass klare Grenzen dem Ganzen helfen könnten. Legt doch Spielzeiten fest, wie beispielsweise 30 Min pro Tag, das hat bei uns geholfen.


  7. #7
    Junior Member Avatar von die_einzige
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    Ich kann mich hier auch nur anschließen. Klar Regeln und Zeiten müssen her! Du musst deinem Sohn Grenzen setzen. Man kann die Zeit sogar am Computer beschränken, leider weiß ich nicht wie, da ich selbst es nicht gemacht habe, aber eine Freundin mal bei ihrem Sohn. Und dann frage ich mich natürlich wie dein Sohn an solche Spiele kommt...?! Du musst da einfach durchgreifen und darfst nicht weich werden!
    Zu dem Taschengeld: Behalte es ein und er muss sich Geld von dir holen, wenn er etwas will. Du bist quasi seine Bank.


  8. #8
    Junior Member Avatar von Wolkenlos
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    Hausaufgaben sollten vor dem Spielen gemacht werden, egal wie bockig er reagiert. Ich würde auch ein Limit setzten, vielleicht eine Stunde am Nachmittag und dann noch eine am Abend, denn jetzt seine Zeit auf 30 Minuten zu beschränken, ist sehr radikal. Außerdem solltet ihr viel zusammen machen, denn dann kann er gar nicht am PC sitzen.


  9. #9
    Junior Member Avatar von Claudi78
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    So eine Phase machen viele Jugendliche durch denke ich mal, klar kann man ihnen das Spielen verbieten, damit macht man sich aber keine Freunde und Dinge, die verboten werden werden meistens erst recht gemacht. Vor dieser Situation grauelt es mir auch schon ein wenig, denn sie wird irgednwann kommen, hoffentlich nicht so wild wie bei dir!


  10. #10
    Junior Member Avatar von Bouncy
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    Du=Erziehungsberechtigte
    Erziehungsberechtigte= "Berechtigt zu Erziehen"

    Das bedeutet auch, unangenehme Amtshandlungen als Chefin des Hauses auszusprechen.
    Was mich hingegen viel mehr wundert:
    Er spielt brutale Killerspiele? Diese haben eine Altersbeschränkung. Das ist DEIN Job, darauf zu achten, das diese sachen nicht im Hause griffbar für ein Kind sind, die diese noch nicht spielen DÜRFEN!!!
    Manchmal frage ich mich, warum viele junge Mütter von heute, so wenig Rückgrat haben?????



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