Forum Kinderwunschmedizin


Thema: Kind dank LM?



  1. #11
    Banned Avatar von Sonnchen2013
    Registriert seit
    15.06.2016
    Beiträge
    51
    Warum darf auch bei diesem Thema nicht jeder für sich entscheiden? Genauso, wie es Frauen gibt, die sich dazu entscheiden, ihr Kind zur Adoption frei zu geben, kann es doch auch Leihmütter geben - und vielleicht sollte man es diesen mutigen Menschen (Leihmütter und zukünftigen Eltern) nicht noch schwerer machen, indem man sie verurteilt. Ich persönlich kann es mir nicht vorstellen - würde aber niemanden verurteilen, der sich zu solch einem Schritt entschließt! Es ist immer leicht zu urteilen, wenn man selbst problemlos Kinder bekommen kann. Die Verzweiflung der Paare, die ohne Hilfe keine Kinder bekommen können, muss riesig sein - und die Kinder können in der Gewissheit aufwachsen absolut gewollt zu sein. Ich denke Deutschland sollte in diesem Punkt liberaler werden.


  2. #12
    Member Avatar von Ria78
    Registriert seit
    01.06.2016
    Beiträge
    54
    Das ist in Deutschland verboten, und wenn man eine Leimutter im Ausland sucht, gibt es Probleme mit Adoptieren. Ich weiß nicht wie es in anderen Ländern ist, aber abe Erfahrung mit der Ukraine. Zum Einen müssen deutsche Behörden die Adoption des mitgebrachten Kindes bewilligen, es soll ja schließlich Deines werden. Das aber tun sie nicht, denn dies ist in Deutschland illegal! Nicht nur die Ausreise aus der Ukraine ist also das Problem - sondern das Kind zu Deinem zu machen. Dieses Problem kann man nur umgehen, wenn man das Kind bereits in der Ukraine adoptiert. Hier kommt aber ein weiteres Problem: Als Deutsche ein Kind zu adoptieren, ist in der Ukraine nur möglich, wenn ein Elternteil Deutsch ist. Dabei gilt nicht der Spender, sondern der Partner der Leihmutter!
    Weiteres Problem: Auch in der Ukraine gilt als Mutter, wer ein Kind geboren hat. Die Frau ist - selbst wenn es Deine Eizelle oder die Spermien Deines Mannes gewesen sein sollten - nicht verpflichtet, das Kind hinterher auch herauszugeben. Was machst Du, wenn ein Kind, das genetisch von Dir oder Deinem Partner abstammt, trotzdem dann bei dieser leiblichen Mutter bleibt? Es gibt keine Möglichkeit, die Herausgabe zu erzwingen.


  3. #13
    Member Avatar von unvergässlich
    Registriert seit
    01.06.2016
    Beiträge
    51
    Soviel ich verstanden habe, übernehmen die Mitarbeiter der Klinik die Erledigung aller Formalitäten. In die ukrainische Geburtsurkunde sind die genetischen Eltern des Kindes eingetragen. Das ist dort gesetzlich anerkannt. Durch die Geburt in der Ukraine erwirbt ein Kind deutscher Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit. Das Kind bekommt auch einen Reisepass, mit dem es ins seine Heimatland fährt. In Deutschland braucht das Kind eine neue (deutsche) Geburtsurkunde. Ich glaube dies wird beim Standesamt ausgegeben. Dort steht der Mann (Deutsche) als Vater, weil seine Spermien verwendet wurden. Das ist bei uns 100% legal. Und als Mutter ist die Leihmutter angegeben. Das ist doch klar, weil sie das Kind in die Welt gebracht hat. Die deutsche Mutter ist dann eine Stiefmutter (als Ehefrau des genetischen Vaters). In diesem Fall gibt es keine Hindernisse für die Adoption des Kindes durch diese Frau.
    Nach der ukrainischen Gesetzgebung dürfen die Ausländer nicht ein gesundes Kind adoptieren, möglich ist nur die Adoption von behinderten Kindern.
    Der Partner der Leihmutter gilt als ein Elternteil nur im Falle, wenn sie verheiratet sind. Diese Kleinigkeit ist extrem wichtig. Wie ich verstanden habe, wird ein bestimmter Vertrag mit der Leihmutter unterzeichnet, laut dem sie keine Rechte auf ein Neugeborenes hat. Die Eizellen der Leihmutter werden keinesfalls verwendet. So ist die Möglichkeit, ein Kind nicht herauszugeben, ausgeschlossen.
    LG


  4. #14
    Junior Member Avatar von Kustusch
    Registriert seit
    26.06.2016
    Beiträge
    14

    eher nicht

    Was mich bei den Apologeten „alternativer“ Zeugungen immer irritiert, ist, dass die Perspektive der Kinder regelmäßig ignoriert oder für irrelevant erklärt wird: nämlich, dass sie keine bzw. unvollständige Wurzeln haben. Ich sehe einen rasenden Egoismus der „Eltern“, welche Schicksale verursachen, die solches Leid zur Bedingung haben. Darüber kann kein Geschwätz hinwegtrösten, „die Kinder würden doch geliebt“.
    Ich beurteile das mit den "Wurzeln" deutlich anders als manche hier.
    Und vor allem beurteile ich es deutlich anders als Sie, ob ich nur "schwätze", oder in der Lage bin etwas auch umzusetzen.
    Sie glauben, dass ein Mensch seine Wurzeln bei wem hat? Beim Zeuger und der austragenden Frau?
    Fragen Sie doch mal die Hunderttausenden, die ihre Wurzeln garantiert nicht dort sehen, weil diese in ihrem Elternhaus misshandelt oder geschlagen oder nicht gefördert oder oder oder. Wie viele Gründe brauchen Sie denn, um anzuerkennen, dass es nur eins gibt, das nach Ihrer Meinung DIE Wurzel ist. Und ich sage Ihnen, es gibt Millionen von Menschen, die sich dieser einer Wurzel gerne entledigen wollten. Und es gibt tausende von Gründen einem Menschen eine Wurzel zu sein. Biologisch Eltern zu sein ist nicht ein und alles.
    Die unklaren oder unvollständigen Wurzeln sind etwas, mit dem viele Kinder bereits heute konfrontiert sind. Häufig, ohne es zu wissen. Seien es anonyme Sperma-Spenden, seien es verschwiegene oder schlicht unbekannte biologische Väter. Das ist auch kein Phänomen der Neuzeit. Mir ist mindestens ein Fall aus den End-40ern bekannt. Der Ehemann war bereits seit mehr als 2Jahren im Krieg vermisst, wurde dennoch Vater, da die Mutter zu dem Zeitpunkt noch mit ihm verheiratet war.
    Ich kann für mich sagen: Es wäre eine Katastrophe, wenn meine leiblichen Wurzeln mir nicht bekannt wären, oder schlimmer noch, wenn ich bloß technische hätte. Niemand ist in der Position, zu bestimmen, ob ein Kind genug daran hat, geliebt zu werden, oder ob es ein riesiges Loch im Leben erfährt, weil ihm der Zugang zu den eigenen Wurzeln verschlossen wird. Die Anmaßung der Reproduktionstechniker besteht darin, zu bestimmen, was ein weiterer Mensch gefälligst fühlen soll, und zwar in einer ganz zentralen Angelegenheit seiner Existenz. Das ist für mich, ich sage es ganz klar, ein Verbrechen. Obwohl es andererseits betrachtet solche Kiwu-Kliniken wie z.B. von meinen Vorrednerinnen erwähnte Biotexcom ganz viele kinderlose Paare aus Deutschland glücklich machen.
    Ich habe einen Cousin, der seinen leiblichen Vater nicht kennt, denn er ist das Ergebnis einer Affäre. Der wuchs behütet auf im Haus seiner Mutter und ihrer Eltern, gute, gebildete Leute. Aber er hat sich selbst gehasst, und jener Umstand hat furchtbar an ihm genagt. Die Tatsache, dass solche Biographien heute verbreiteter sind, macht es nicht besser. Einäugigkeit wird nicht weniger schlimm dadurch, wenn 10 Prozent der Bevölkerung einäugig wären. Ich kenne inzwischen viele Beispiele (meist aus der Sicht der Väter), wo Frauen sich ein Kind haben „machen“ lassen, um dann den Vater zum Teufel zu jagen, ihn allerdings gleichzeitig abzukassieren. Das ist ein richtiges Konzept. Ich kann da stinksauer werden, aus mehreren Gründen.
    LG,
    Kustusch


  5. #15
    Member Avatar von Mia88
    Registriert seit
    01.06.2016
    Beiträge
    73
    Ja, ich denke, ich würde sowas auch in Anspruch nehmen, aber ich würde wollen, dass ich die Leihmutter kenne und auch mit meinem Mann dann die Schwangerschaft begleiten und "miterleben" kann. Ich selber könnte niemals Leihmutter sein, allein aus dem simplen Grund, dass ich meine beiden Schwangerschaften als sehr schwer und unangenehm empfunden habe und froh war, als das Kind dann endlich Raus war.
    Aus der Not heraus als Leihmutter zu fungieren, nun, das muss für die Frauen sehr schwer sein, ich denke, es ist leichter, wenn man es "freiwillig" tut.


  6. #16
    Member Avatar von Fibre
    Registriert seit
    01.06.2016
    Beiträge
    58
    Grundsätzlich finde ich Leihmutterschaft okay, für Paare, die keine Kinder bekommen können (aus welchen Gründen auch immer)… ob man aus ästhetischen Gründen zu einer Leihmutter "greifen" sollte, ist halt noch mal wieder ein anderes Thema. Ich finde das zu komplex, um sagen zu können: Finde ich gut oder finde ich scheiße. Ich finde es jedenfalls nicht per se schlimm, wenn es von allen so gewollt und gewünscht ist; ich selbst würde aber weder Leihmutter sein wollen noch eine in Anspruch nehmen (ich möchte aber sowieso keine Kinder, da wäre es absurd, würde ich für andere Leute welche austragen).


  7. #17
    Banned Avatar von Sonnchen2013
    Registriert seit
    15.06.2016
    Beiträge
    51
    ) Ich würde auch eine Leihmutter in Anspruch nehmen. Aber nur, wenn ich mir eine leisten könnte, die nicht aus Indien kommt, sondern eine Frau, die das in der westlichen Welt tut und auf sich achtet und bei der ich an der Schwangerschaft teilnehmen könnte.
    Wobei das eh hinfällig ist - wir haben ja ein Kind und obwohl wir uns ein zweites wünschen - so verzweifelt sind wir dann doch nicht. Wenn ein zweites kommt, dann nur, wenn es ohne "Nachhilfe" klappt. Ich würde weder eine Hormonbehandlung noch künstliche Befruchtung in Betracht ziehen - wenn uns Nummer 2 vergönnt sein sollte, dann nur, wenn ich normal schwanger werde und es dann ohne große Risiken für mich und das Kind ausgetragen werden könnte.


  8. #18
    Member Avatar von tatrantin
    Registriert seit
    01.06.2016
    Beiträge
    58
    Ich sehe die Leihmutterschaft als eine Möglichkeit, die die Medizin Paaren gibt, die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können. Da ich gerade selbst in der verzweifelten Situation bin, dass es mit einer Schwangerschaft einfach nicht klappen will, wir aber bis jetzt den Grund noch nicht wissen, habe ich mir in letzter Zeit viele Gedanken über die verschiedensten Behandlungsmöglichkeiten gemacht.
    Falls das Problem bei mir liegt und mit einer Leihmutter ein eigenes Baby möglich wäre, würde ich auf diese Methode zurückgreifen. Allerdings würde ich dafür keine Frauen in Indien "ausbeuten", sondern würde zuerst meine Schwester oder meine besten Freundinnen fragen. Ich selbst würde auch auf jeden Fall einer mir nahestehenden Person helfen und als Leihmutter ihr Kind austragen. Für mich spielt da aber auch die persönliche Komponente zwischen Paar und Leihmutter eine wichtige Rolle. Allerdings ist eine Leihmutterschaft hier in Österreich verboten.


  9. #19
    Member Avatar von Ria78
    Registriert seit
    01.06.2016
    Beiträge
    54
    Meiner Meinung nach, kann das ein guter Weg für die Frauen sein, ihre Familie zu finanzieren. Klar besteht die Gefahr, dass man eine Bindung zu dem Kind aufbaut, aber ich denke, dass sie es von Anfang an als "Geschäft" sehen, außerdem ist es ja nicht ihr leibliches Kind. Wen die Frauen nicht ausgebeutet werden und freiwillig machen, dann finde ich, dass es ein ziemlich guter Weg ist.
    Im Übrigen würde ich auch lieber eine Leihmutter in der Ukraine nehmen, als eine, die in der gleichen Umgebung lebt oder sogar Schwester/Freundin ist. Das finde ich dann wirklich seltsam. Hätte lieber, wenn die Leihmutter dann weg vom Fenster ist


  10. #20
    Junior Member Avatar von MakiHino
    Registriert seit
    14.07.2016
    Beiträge
    11
    Hallo,

    ich bin ganz neu hier. Nun bin ich wieder so verzweifelt und hoffe auf viele Erfahrungen und Ratschläge.
    Zu mir, mein bisheriger Verlauf:

    • 2006 Spontane Schwangerschaft, Herzschlag feststellbar, in der 12. SSW kein Herzschlag mehr zusehen, Embryo hat sich seit ca. der 9. SSW nicht weiterentwickelt- Ausschabung

    • Juni 2008 1. ICSI, keine Schwangerschaft eingetreten

    • Dez. 2008 2. ICSI, schwanger mit Zwillingen, Herzschlag, Missed Aportion in der 9. SSW- Aussschabung

    • Sept. 2009 3. ICSI schwanger. Geburt der gesunden Tochter Mai 2010

    • Ab Dezember 2014 insgesamt 4 Inseminationen. 1. Insemination schwanger, Herzschlag zu sehen, Missed Aportion in der 9. SSW- Ausschabung. 3. Insemination schwanger- biochemische Schwangerschaft- mit Blutung beendet

    • November 2015 4. ICSI schwanger, Embryo entwickelt sich nicht, kein Herzschlag zu sehen- Ausschabung nach Wartezeit in der 8. SSW

    • März 2016 5. ICSI, schwanger, Herzschlag zu sehen, in der 10. SSW kein Herzschlag mehr- Ausschabung


    Die Schwangerschaften durch die ICSI- Behandlung wurden jeweils mit Utrogest bzw. Famenita und Progynova begleitet. Seit der 3. Fehlgeburt habe ich zusätzlich ab Eisprung Clexane 20 mg (0,2 ml täglich) bekommen. In der letzten Schwangerschaft habe ich zusätzlich noch Prednisolon 2,5 mg-0-0 bekommen, Omega 3 Fettsäuren und Vitamin D. Meine Gerinnung wurde mehrfach getestet, immer ohne Ergebnis, trotzdem bekomme ich Clexane. Eine Gebärmutterspiegelung 2009 war unauffällig. Die Werte der Schilddrüse wurde in der Kinderwunschpraxis getestet, auch ohne Befund. meine Ärztin versichert mir, dass alles untersucht wurde, was möglich ist und trotzdem passiert mir immer wieder das Gleiche und bisher kann mir niemand sagen, woran es liegt. Ich habe das große Glück eine Tochter zu haben, die nach einer unkomplizierten Schwangerschaft klein und zart aber vollkommen gesund zur Welt gekommen ist. Es scheint also möglich zu sein, aber nun habe ich seitdem die 4. Fehlgeburt hinter mir. Ich werde immer schwanger, aber die Babys bleiben einfach nicht...

    Nun möchte ich mich an eine Kiwu -Klinik im Ausland wenden, um dort eine Leihmutter zu beauftragen. Haben hier manche Erfahrungen damit? (einige haben wie ich sehe die ukrainische Biotexcom-Klinik erwähnt).

    Lieben Dank,
    Maki



Du befindest dich hier: