Forum Kinderwunschmedizin


Thema: Kind dank LM?



  1. #21
    Junior Member Avatar von cocoify
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    Hallo MakiHino!

    Ich finde es schrecklich, was du immer wieder durchmachen musst!
    Weißt du denn, warum es immer wieder zur MA/FG kommt? Wurden deine Embryos jemals untersucht? Auffällig ist ja schon, dass es immer um die 9. SSW herum passiert.

    Die von dir erwähnte Biotexcom-Klinik kenne ich leider nicht, kann diesbezüglich nichts sagen. Vllt. ist bei dir in dem Bereich wirklich etwas im Argen, dass du kein Kind austragen kannst.
    Nur kurz, da ich keine Zeit habe:
    Ich habe mein Blut auch zu Frau R.F. geschickt. Parallel habe ich aber auch eine Abortsprechstunde (ich war in der Uniklinik in Lübeck) aufgesucht.
    Vielleicht bevor du eine Anfrage in Kiew machst, schau doch mal, ob es eine Fehlgeburt ensprechstunde auch in deiner Umgebung gibt. Die sind dort wirklich auf Fehlgeburten spezialisiert. Was wirklich auffällig ist, dass es immer zu der Zeit passiert, wenn der Übergang der Versorgung durch die Plazenta beginnt. Also unbedingt die Gerinnung überprüfen - allerdings hast du ja schon Clexane gespritzt....
    LG,
    Cocoify


  2. #22
    Junior Member Avatar von MakiHino
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    Lieben Dank für deine Worte! Ich bin einfach so fassungslos und erschüttert...

    Die Embryonen wurden seit der 2. Fehlgeburt auch untersucht. Bei den Zwillingen hatte einer der Jungen eine Chromosenenstörung, der 2. war gesund. Das Baby, was ich Anfang letzten Jahres verloren hatte, war wohl ein gesundes Mädchen gewesen, ohne Auffälligkeiten.

    Laut meiner Ärztin in der Kinderwunschklinik wurde dort auch die Immunologie getestet. Mein Mann und ich wurden auch schon nach der 2. Fehlgeburt genetisch untersucht, auch ohne Befund.
    Ich komme gerade von der Nachuntersuchung bei meiner Frauenärztin und nun habe ich eine Überweisung für Dr. Reichel und auch für die Abortsprechstunde in der Uniklinik Bonn! ich hatte bisher gedacht, ich würde entweder zum einen oder zum anderen gehen, statt einfach zu beiden- Danke dafür! Kann auch parallel in der Kiewer Kiwu-Klinik weger der LM anfragen.

    Ich hatte sogar schon einmal einen Termin in der Abortsprechstunde, den ich dann aber nicht wahr genommen hatte, weil meine Ärztin in der Kinderwunschpraxis versichert hat, sie selbst hätten auch schon alles getestet, was möglich ist. Darauf habe ich vertraut und nun bereitet mir das doch schlaflose Nächte... Hätte ich etwas verhindern können, wenn ich den Termin doch wahrgenommen hätte???

    Mich verunsichert auch so sehr, dass ich die Babys immer in der fast gleichen Zeit verliere. Anfang letzten Jahres hatte ich das Herz des Babys ja auch in der 9. Woche aufgehört zu schlagen, obwohl bis dahin alles super aussah! Sie war exakt der Woche entsprechend gewachsen usw.

    Das letzte Baby war von Anfang an, etwas klein, so war das aber bei meiner Tochter auch und es ist dann aber immer entsprechend gewachsen. Das Baby scheint auch kurz vor der letzten Untersuchung gewachsen zu sein, es ist in einer Woche noch 8 mm gewachsen.

    Ich bin sooo traurig....
    Maki


  3. #23
    Junior Member Avatar von Dahotre
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    Eigentlich müsste ich glücklich und dankbar sein

    denn ich habe zwei wunderbare Kinder (4 und 5 Jahre). Unser großer Wunsch war noch ein drittes Kind im Bunde, doch leider endete im Dez 2012 eine Schwangerschaft in der 11 SSW und im Dezember 2013 die zweite Schwangerschaft in der SSW. Beide Male hatte das kleine Herz nicht mehr geschlagen, bei der zweiten FG musste das Kleine aufgrund seiner Größe geboren werden.

    Das war sehr schwer, mein Mann war mit hohem Fieber (Grippe) zu Hause und so habe ich Geburtseinleitung, Wehen, Geburt, Ausschabung alles alleine machen müssen. Ich war so überwältigt vom Schmerz und vom Schrecken, dass ich gar nicht recht wusste, wie mir geschah. Liebevolle Hebammen und Schwestern haben mir zum Glück etwas geholfen. Am nächsten Tag kam eine tolle Seelsorgerin und fand unaufdringlich die richtigen Worte. Sie hat unser Kleines dann auf einem idyllischen Friedhof beerdigt, ich selber konnte und wollte nicht dabei sein.

    Das ist schon einige Monate her und ich glaubte es einigermaßen verarbeitet zu haben. Auch weil man so viel darüber reden musste, denn die Umgebung/ Freunde und Kollegen wussten ja von der Schwangerschaft. Nun bin ich seither nicht mehr schwanger geworden und mein Mann und ich haben beschlossen, es nicht weiter zu versuchen. Ich bin 42 Jahre alt und vielleicht sollten wir das Schicksal nicht weiter herausfordern. Seit diesem Beschluss, den ich rational nach wie vor für gut halte, aber geht es mir ganz fürchterlich!! Vielleicht weil ich erst jetzt, wo ich weiß, dass es kein Baby mehr gibt, die vorangegangenen FG verarbeite. Es tut so unendlich weh und ich denke ständig darüber nach. Wenn ich Baby in Kinderwägen sehe, kann ich nur schwer meine Tränen zurückhalten. Und ich ertappe mich öfter und öfter beim Gedanken, dass wir irgendwo im Ausland eine Leihmutter beauftragen könnten (sowas hätte mein Mann sicher als Spinnerei bezeichnet).

    Ich bin dankbar über meine Kinder, aber so unendlich traurig über die beiden Kleinen Wesen in meinem Herzen.
    Liebe Grüße an alle!
    Dahotre


  4. #24
    Junior Member Avatar von Luzzi
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    Liebe Dahotre,

    es tut mit furchtbar leid, was Du durchgemacht hast. In welcher SSW hast Du nochmal das zweite Kind verloren? Das Ziffer ist aus der Posting rausgerutcht, bzw. ich kann es nicht sehen. Auf jeden Fall kann ich mir ja denken, dass es eine fortgeschrittene Schwangerschaft war. Niemand, der nicht selbst Deine Erlebnisse hat, kann wahrscheinlich wissen, wie es für Dich ist.

    Dennoch - wenn ich es wäre, würde ich noch einmal eine Traueraufarbeitung mit der Seelensorgerin oder mit einem Therapeuten in Erwägung ziehen. Du musst es nicht alleine schaffen, und für Dich und Deine Familie, wie sie jetzt nun ist, muss Du ja die Lebensmut wieder finden. Wäre es eventuell eine Option für Dich? Menschen haben schon wegen kleineren Problemen zu solchen Mitteln gegriffen, und Dein Beitrag "Eigentlich müsste ich..." deutet für mich an, dass Du Dir nicht wirklich das Recht zum Trauern eingestehst.
    Ich hatte meine 2. FG im Juni dieses Jahres (FG in der 12. Woche) und ich hab es bis jetzt noch nicht verarbeitet. Kann verstehen, dass ihr das Schicksal nicht nochmal herausfordern möchten, aber finde das halt ganz arg mutig. Ich würde auch so gerne aufgeben, aber der Wunsch ist leider zu groß. Ich werde panisch, wenn ich daran denke, dass ich kein Baby mehr kriegen kann (bin inzwischen auch 38), obwohl nach über 2 Jahren üben, hab ich manchmal vom KIWU so genug. Und falls du dich für Leihmutterschaft entscheiden werdest… ein Link für dich: https://www.youtube.com/channel/UC3w...c2XaxTYJhtR0rA.

    Ganz, ganz viel Kraft, wünsche ich Dir.

    Eine liebe Umarmung,
    Luzzi


  5. #25
    Junior Member Avatar von Dahotre
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    Liebe Luzzi,

    hab vielen Dank für Deine lieben Worte und Deinen Kiwu-Link!
    Über meine LM-Idee habe ich mit meinem Mann noch nicht gesprochen. Traue mich einfach nicht. Manchmal denke ich selber, dass ich spinne oder von der ganzen Traue so überwältigt werde, dass mein Gehirn mir extreme Lösungen für meine SOS-Rufe anbietet. Deswegen ist es wahrscheinlich keine schlechte Idee, mit einem Therapeuten oder einem Seelsorger zu sprechen. Schon das Schreiben hier hat gut getan, dann wird das Sprechen wahrscheinlich noch besser wirken. Es geht ja um das Verarbeiten und dann fallen die "müsste" dann irgendwann auch weg.
    Eine meiner Freundinnen hat sich nach einer FG eine schöne Schachtel gelegt, als Andenken, denn es tut immer noch weh, und oft schaut sie auf die Schachtel, die neben dem Bett im Nachttisch ist. Habe schon auch daran gedacht, für alle meine SS-Sachen so eine Erinnerungsbox zu basteln. Habe mich nur gefragt, ob mich das nicht noch tiefer in der Vergangenheit verankern wird?
    Alles Gute Dir!
    LG,
    Dahotre


  6. #26
    Junior Member Avatar von sonnen.schein
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    Leihmutterschaft im Ausland

    Hallo MakiHino,

    wir werden auch aus medizinischen Gründen die Leihmutterschaft in Anspruch nehmen. Es wäre toll, wenn wir unsere Infos austauschen könnten.

    Ich würde mich sehr über eine Antwort von dir freuen.

    Viele Grüße
    Sonnen.Schein


  7. #27
    Junior Member Avatar von sonnen.schein
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    Leihmutterschaft im Ausland

    Hallo Unvergesslich,

    kannst du mir mehr über die einzelenen Schritte sagen, die für die Vaterschaftsanerkennung, das alleinige Sorgerecht für den Vater und die Ausreise mit dem Baby nach Deutschland notwendig sind.

    Viele Grüße
    Sonnen.Schein


  8. #28
    Banned Avatar von Sonnchen2013
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    Meiner Meinung nach sollen solche Frage mit der Familie oder Freunde besprochen werden. Es geht um eine große Verantwortung für Leben eines Kindes. Erstens sollen das Ehepaar bereit sein, die Eltern zu werden. Man soll verstehen, dass sein Leben ganz anders werden wird. Aber die Kinder bringen immer Glück. Ich glaube, dass jede Familie zur Verständigung kommt, dass die Kinder ihre Erben sind. Man will etwas nach sich lassen.
    Aber kaum alle Leute haben die Möglichkeit die Kinder zu bekommen. Es kann wegen verschiedener Gründe passieren. In solchem Fall darf man andere Optionen benutzen- Die Leihmutterschaft und Adoption geben eine eigenartige Chance, die Eltern zu werden. Ich bin der Meinung, dass die Entscheidung bei den Eltern getroffen werden soll. Die Leihmutterschaft gibt die Möglichkeit das Kind seit seinen ersten Tagen zu erziehen. Für viele Menschen ist es besonders wichtig. Deshalb wenn ich die Chance hätte, würde ich diese Prozedur auswählen.


  9. #29
    Member Avatar von Mia88
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    Es versteht sich von selbst, dass es kein richtiges Handlungsmuster für solche Frage gibt. Man soll alle Pro und Kontra erwägen. Dafür braucht man einige Hilfe. Vielleicht kann es ein Gespräch mit dem Spezialisten sein. Es ist auch deutlich, dass die Unterstützung der Familie sehr wichtig ist. Es ist eine große Verantwortung, weil es um die Zukunft eines Kindes geht. Ich glaube, dass man alle möglichen Varianten durcharbeiten soll.
    Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich die Leihmutterschaft bevorzugen. Ehrlich gesagt, hat jede Option ihre Vor- und Nachteile. Aber die Leihmutterschaft gibt eigenartige Chance. Die Gesundheit des Kindes ist eine Priorität. Deshalb soll man die Prozesse der Schwangerschaft sehen. Bei Adoption ist es unmöglich. Die Dienstleistungen der Leihmutter bieten solche Gelegenheit.


  10. #30
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    Guest
    Ich habe in meinem Bekanntenkreis ein Paar, das auf natürlichem Weg kein Kind bekommen kann und für eine Adoption schon etwas zu alt ist. Dennoch haben sie einen nachvollziehbar starken Kinderwunsch und denken jetzt darüber nach, sich ihren Lebenstraum doch noch mit einer Leihmutter in der Ukraine oder Indien zu erfüllen. Im Unterschied zu Deutschland läßt die Rechtslage in diesen Ländern diesen Weg zu. Ist es moralisch vertretbar, diesen Weg zu gehen? Die Leihmutter soll relativ großzügig entlohnt werden, ist es aber nicht trotzdem eine Ausnutzung von deren Notlage, wenn man diesen Weg geht. Wie soll man sich verhalten, wenn die Leihmutter während der Schwangerschaft eine derart enge Bindung zu dem Kind aufgebaut hat, dass sie das Kind nach der Geburt nicht mehr abgeben will? Ich halte eine Leihmutterschaft für moralisch nicht in Ordnung. Wenn eine Frau ihren Körper oder ihre Eizelle gegen Geld zur Verfügung stellt, tut sie das nicht aus Nächstenliebe, sondern gegen Bezahlung. Da sie das Geld aus existenzieller Not heraus braucht (was ich mir in zB. Indien gut vorstellen kann) wird hier mit einem Kind als Ware gehandelt. Und das kann nicht richtig sein. Während einer Schwangerschaft wird eine Bindung zum Kind und umgekehrt aufgebaut. Und das kann man nicht wegkaufen. Ich frage mich bei solchen Themen nur wo die Grenzen sind. Ist dann auch ok wenn Leihmütter eingesetzt werden, damit reiche Frauen sich ihre Figur in der Schwangerschaft nicht versauen? Ich kann verstehen, dass ein unerfüllter Kinderwunsch sehr schwer ist und man diverse Optionen durchdenkt. Aber irgendwo muss es doch ehtische Grenzen geben und man sich damit abfinden das es eben nicht klappt.



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