Forum Schwanger werden



  1. #11
    Junior Member Avatar von hoppipoppi
    Registriert seit
    26.05.2016
    Beiträge
    14
    Hallo alle,
    Das ist ja auch alles kein Problem, selbst wenn man die Dinge zahlen muss, aber irgendwie ist ein anständige geduldige Aufklärung doch nicht zu viel verlangt. Ich fand es einfach albern, dass er sich die beiden Spermiogramme vom Februar im Juni nicht mal groß anschauen wollte (hat er dann gemacht, aber seine Methoden sind natürlich viel besser) und ungehalten war, als wir nicht blind das machten, was er sagte.

    Mein Partner war total verwundert, warum er jetzt schon wieder ein Spermiogramm machen muss, nachdem ich eine ELS mit Verlust des Eileiters, eine Endometriose und eine verkürzte 2. Zyklushälfte habe.

    Damit wir den Arzt nicht verärgern, haben wir es dann gemacht, aber das Gespräch danach fand ich total blöd- vor allem dieses verärgerte "unterbrechen sie mich nicht", wenn ich eine Frage hatte. Ich bin echt nicht vorlaut, aber im April habe ich blind vertraut und darauf meinen Eileiter und bei einem Sturz im Krankenhaus (Ohnmacht) vor der OP noch meine Schneidezähne verloren.

    Ich bin sehr enttäuscht von Frauenärzten.
    Und die von euch erwähnte Biotexcom-Klinik tue ich jetzt googeln, da wir sowieso Selbstzahler sind, kann es unsere Rettung sein.
    Danke für eure Ratschläge!
    LG,
    Hoppipoppi


  2. #12
    Junior Member Avatar von Kumamon
    Registriert seit
    21.11.2016
    Beiträge
    14
    Hallo!
    Ich brauche unbedingt euren Rat!!
    Leider muss ich meine Vorgeschichte etwas länger schildern. Mein Mann 28 und ich 34 versuchen seit einem Jahr schwanger zu werden.
    Ich messe seit Oktober letzten Jahres Temperatur und habe dadurch herausgefunden, dass meine zweite Zyklushälfte viel zur kurz ist. Mein Eisprung ist immer um den 20. ZT und etwa 7 Tage später bekomme ich schon Schmierblutungen, die Regel setzt dann spätestens am 29. ZT ein.
    Mein Frauenarzt verschrieb mir ein Progesteronpräparat für die zweite Zyklushälfte.
    Zudem machte mein Mann ein Spermiogramm- Resultat laut Frauenarzt nicht mega toll aber im Rahmen: Normale Anzahl an Spermien, keine superschnellen aber mittelschnelle Schwimmer, 4% morphologisch ok.
    Ich nahm das Progesteron dann im Februar ein und dummerweise endete es in einer Eileiterschwangerschaft, die erste in der 10. Woche erkannt wurde. Während der OP wurden Endometrioseherde im Bauchraum verödet. (Ich hatte aber nie Regelschmerzen vorher). Der linke Eileiter konnte nicht erhalten werden. Eine Ausschabung erfolgte nicht.
    Mein Frauenarzt hatte mir einen Abgang in der 6 Woche diagnostiziert, als noch nicht klar war, wo sich das Baby befindet und dann den Abfall des beta HCG nicht kontrolliert. Ich hatte keine unerträglichen Schmerzen nur ewige Schmierblutungen. Ich war noch Rucksackreisen in Japan :-O - Wäre der Eileiter im Flugzeug geplatzt..Ich hatte noch Glück im Unglück.
    Im Mai, dem Zyklus nach der OP, hatte ich meinen Eisprung zum ersten Mal am Zyklustag 17 ( mein Mann und ich hatten 5 Tage vorher Sex- wir haben es also in diesem Monat gar nicht versucht) und siehe da, ganz unerwartet, hielt ich erneut einen positiven Test in den Händen. Ich dachte natürlich die ganze ELS und alles hatte einen Sinn und jetzt fügt sich alles- aber Pustekuchen- nach ein paar Tagen wurde der Test negativ und die Regel setzte ein. Ich vermutete nun, dass es evtl. auf einen Progesteronmangel zurückzuführen ist, da ich dieses im Mai nicht eingenommen habe.
    Im Juli nahm ich nun das Progesteron und: wieder ein positiver Test- aber er blieb schwach positiv und meine Regel setzte etwas verspätet ein.
    Da ich nur noch einen Eileiter habe (also die geringe Chance schwanger zu werden jetzt auch noch halbiert ist), die Endometriose festgestellt wurde und ich echt verzweifelt war, versuchte ich mir im Juni Rat in der Kinderwunschklinik zu holen.
    Das Erstgespräch verlief ok, jedoch drängte der Arzt ein erneutes Spermiogramm zu machen, da ihre Methoden viel besser seien. Das Resultat vom anderen Arzt wollte er gar nicht erst anschauen.
    Dazu ist zu sagen, dass mein Mann privat versichert ist und eine hohe Selbstbeteiligung hat. Also haben wir nochmal 400 Euro bezahlt, um exakt das gleiche Ergebnis zu bekommen- nur dass dieser Arzt dies nun als bedenklich interpretierte und mir zu einer Eileiterdurchgängigkeitsprüfung und anschließender Insemination riet. Wobei es da jedoch sein könnte, dass wir hormonell stimulieren und der Eisprung dann genau auf der falschen Seite sei und Kosten und Aufwand umsonst gewesen sei (unterschwellig kam es bei mir so rüber, dass die IVF wohl das Klügste für mich wäre.)
    Er meinte, dass ich ja innerhalb eines Jahres nicht schwanger geworden sei- er hörte gar nicht zu, als ich sagte, dass es in dem Zyklus im Mai und bei der Einnahme von Progesteron durchaus zur Einnistung gekommen sei. Es scheint so, als habe er sein Schema F und versucht diese einfach durchzuboxen. Auf meine Nachfragen reagierte er ungehalten, ich solle ihn nicht unterbrechen.
    Mein Mann meinte im Nachhinein, der hätte ein Problem mit klugen Frauen- da frage ich mich doch wie er zu diesem Job kommt. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind total zurechtgewiesen und total hilflos und traurig.
    Dem Arzt, der die ELS übersehen hat, kann ich nicht mehr vertrauen und zu diesem Kinderwunscharzt möchte ich auch nicht mehr gehen. Ich fühle mich echt allein gelassen.
    Was nutzt mir einen Insemination, wenn die Bedingungen für die Einnistung oder was auch immer - nicht richtig zu laufen scheint. Irgendwie hätte ich gerne einen Arzt mit einem ganzheitlichen Blick, der nicht direkt die Dollarzeichen in den Augen hat.
    Was meint ihr- mir war nicht klar, dass Kinderwunschzentrum direkt Insemination bzw. künstliche Befruchtung bedeutet.
    Was vielleicht auch nicht wichtig ist: Bei der hormonellen Untersuchung der Schilddrüse kam raus, dass das freie T3 wohl erniedrigt ist und das TSH im unteren Normbereich liegt. - Eine Medikation wurde jedoch nicht als notwendig erachtet.
    Ich habe das Gefühl, dass der rechte Eileiter durchgängig ist- sowohl im Mai als auch im Juli hatte ich eine Einnistungsblutung am ES+5 bzw. 6. Natürlich kann es auch sein, dass ich falsch liege. Ich habe natürlich auch große Paranoia, dass ich nochmal eine ELS bekomme.

    Habt ihr eine Empfehlung für eine gute Kinderwunsch-Klinik?

    Was sind eure Erfahrungen?

    Ich fühle mich so ohnmächtig und irgendwie total allein gelassen.

    Danke für eure Hilfe!!!!
    LG,
    Kumamon


  3. #13
    Junior Member Avatar von Alejandra
    Registriert seit
    21.05.2016
    Beiträge
    28
    Hallo du,

    erstmals tut es mir leid, was du alles mitgemacht hast und dass die Krümel nicht da bleiben wollten. Zu dem KiWu- Arzt würde ich auch nicht mehr gehen. Das klingt ja wirklich so, als wolle er nur Geld verdienen, wenn er dir nicht mal richtig zuhört.

    Ich weiß ja nicht, in welcher Klinik du da warst. Mein Mann und ich waren in der Biotexcom-Klinik (Kiew, Ukraine). Als ich nach dem 1. schlechten SG gleich alles über Künstliche Befruchtung wissen wollte, hat die Ärztin mich erstmals beruhigt, dass sie keine Diagnose vor dem 2. SG stellen und wir danach noch mal ganz in Ruhe sprechen. Da hatte ich nicht das Gefühl, dass sie einem voreilig etwas aufquatschen wollen und auch so war die Ärztin sehr ruhig und verständnisvoll.

    Welche Behandlung die sinnvollste für euch ist, weiß ich natürlich nicht. Da es schon mehrmals mit dem Schwangerwerden geklappt hat, hätte ich gedacht, dass man nicht gleich zu komplizierten und teuren Sachen greifen muss. Ich habe da aber keine Ahnung von und kann dir deshalb auch nichts raten. Ich hoffe, du findest einen Arzt, dem du vertrauen kannst!

    Liebe Grüße,
    Alejandra


  4. #14
    Junior Member Avatar von binki
    Registriert seit
    05.01.2017
    Beiträge
    13
    Hallo,

    zum Thema Bewertung von Spermiogrammen hab ich meine eigenen Erfahrungen. Wir waren zum Erstgespräch im Biotexcom-Zentrum (Kiew, Ukraine), da wurde das SG meines Partners als "nicht so toll, aber im Rahmen" bewertet. Nach dieser Beratung wurde uns eine IUI anempfohlen, die hätten wir aber selbst zahlen müssen. Die gleiche Deutung hatte er im Internet gefunden, also haben wir das so hingenommen.

    In einer deutschen Klinik einiger Zeit davor wurden die gleichen Werte aus dem gleichen SG als in allen Bereichen unterhalb der Grenzen bewertet, die die Bundesärztekammer festgelegt hat. Damit gilt mein Partner als Alleinverursacher und seine PKV zahlt. Damit kann man fast ausschließen, dass eine IUI überhaupt Chancen hat, wir sind damit direkt ICSI-Kandidaten geworden (eine IUI haben wir trotzdem gemacht, um in den Antrag schreiben zu können, dass auch eine IUI erfolglos durchgeführt wurde, sind aber schwanger geworden).

    Dass ein Arzt direkt zur IVF/ICSI rät, muss auch nicht gleich mit Abzocke etwas zu tun haben.

    Allerdings ist es wohl tatsächlich sinnvoll, dass Du Dir eine Klinik suchst, in der Du erstmals richtig gecheckt wirst, denn bei Dir scheint es ja an der Einnistung zu scheitern. Da hast Du völlig recht: Gerade in der Reproduktionsmedizin sollten die Ärzte geduldig und sensibel sein. Man legt ja seine Zukunft, seine Hoffnungen und Wünsche, seine Sehnsüchte in die Hände eines Arztes. Und der kommt einem so nahe, wie sonst kaum jemand. Jemand, der andauernd in meinem Intimbereich herumfuhrwerkt, dem muss ich vertrauen, und der muss mir zumindest mal sympathisch sein. Ich drück die Daumen, dass Du eine Klinik findest, in der Du Dich wohlfühlen kannst.
    Viel Erfolg bei der Suche, und hinterher noch mehr!!
    LG,
    Binki


  5. #15
    Junior Member Avatar von Kumamon
    Registriert seit
    21.11.2016
    Beiträge
    14
    Hallo alle,
    Danke euch für die Beiträge!!

    Das ist ja auch alles kein Problem, selbst wenn man die Dinge zahlen muss, aber irgendwie ist ein anständige geduldige Aufklärung doch nicht zu viel verlangt. Ich fand es einfach albern, dass er sich die beiden Spermiogramme vom Februar im Juni nicht mal groß anschauen wollte (hat er dann gemacht, aber seine Methoden sind natürlich viel besser) und ungehalten war, als wir nicht blind das machten, was er sagte.

    Mein Partner war total verwundert, warum er jetzt schon wieder ein Spermiogramm machen muss, nachdem ich eine ELS mit Verlust des Eileiters, eine Endometriose und eine verkürzte 2. Zyklushälfte habe.

    Damit wir den Arzt nicht verärgern, haben wir es dann gemacht, aber das Gespräch danach fand ich total blöd- vor allem dieses verärgerte "unterbrechen sie mich nicht", wenn ich eine Frage hatte. Ich bin echt nicht vorlaut, aber im April habe ich blind vertraut und darauf meinen Eileiter und bei einem Sturz im Krankenhaus (Ohnmacht) vor der OP noch meine Schneidezähne verloren.

    Ich bin sehr enttäuscht von Frauenärzten.
    Und die von euch erwähnte Biotexcom-Klinik tue ich jetzt googeln, da wir sowieso Selbstzahler sind, kann es unsere Rettung sein.
    Danke für eure Ratschläge!
    LG,
    Kumamon


  6. #16
    Junior Member Avatar von alegraboselli
    Registriert seit
    10.05.2016
    Beiträge
    21
    Kann ich total nachvollziehen, wie es dir geht.

    Juli 2005 kam ich mit starken Schmerzen ins Krankenhaus und es wurde eine Eierstockschwangerschaft rechts festgestellt (8-9 SSW), Eierstock sowie Eileiter wurden nicht entfernt. Das war sehr hart für uns da wir uns zu dem Zeitpunkt seit einem Jahr schon ein zweites Kind wünschten. Ich war insgesamt 6 Wochen lang krankgeschrieben.
    Auf dem natürlichen Wege wurde ich bis zu einem Jahr später nicht schwanger ... Einen Termin für weitere Untersuchungen hatte ich für den 18.08.06 geholt. Am 22. Juli 2006 hatte ich Magenkrämpfe und den ganzen Tag nur gebrochen, konnte nachts kaum schlafen vor Krämpfen. Am Sonntag dann wurden die Schmerzen immer schlimmer und wir fuhren ins Krankenhaus. ... Verdacht auf Blinddarm, ich wurde trotz alle dem erst einmal zur Untersuchung in die Gyn gebracht, da ich vor einem Jahr schon da war und die Schmerzen nicht genau zugeordnet werden konnten.
    Das Ergebnis nach Urintest - SCHWANGER - Die Ärztin las sich dann erst meine Vorgeschichte im Computer durch und untersuchte mich dann - Endresultat: Schwanger JA (6 SSW), aber wieder nicht an der richtigen Stelle - Eileiterschwangerschaft rechts-, diesmal wurde mir der Eileiter rechts entfernt und war wieder 6 Wochen krankgeschrieben.

    Ich wurde danach von meinem FA zu einer Kinderwunschpraxis überwiesen, kam um eine Bauspiegelung nicht drum rum -- linke Eileiter sieht auch nicht ganz sauber aus, das Risiko einer erneute ELS wäre zu groß. Auf dem künstlichen Wege würden sie kein Risiko sehen .. .. aber die Kosten !!!!

    Wir wünschen und doch so sehr noch ein zweites Kind doch der Abstand zu unserer Tochter wird immer größer, sie wurde im Oktober schon 9 Jahre und bei Ihrer Geburt und auch während der Schwangerschaft war alles OK. Dabei haben wir unsren ersten Termin im Kiwu-Zentrum (Biotexcom, Kiew) im September gekriegt, und das ist erst der Anfang des Kiwu-Weges…

    Liebe Grüße,
    Alegra


  7. #17
    Junior Member Avatar von dangle
    Registriert seit
    15.11.2016
    Beiträge
    5
    Ich trauere im Moment um mein 6 Wochen (im Bauch) altes 2,7 mm grosses Kind...

    Montags in dieser Woche ging ich mit starken Unterleibsschmerzen zum Frauenarzt. Kaum war ich in seinem Behandlungszimmer gratulierte er mir zur schwangerschaft. Ich war überglücklich, denn mein Freund und ich haben es schon mehr mals versucht schwanger zu werden... Doch ich musste ihm antworten, dass irgendetwas nicht in ordnung sei, denn eine normale schwangerschaft könne doch nicht so weh tun.

    Nun gingen wir den Ultraschall machen... nichts war in der Gebährmutter... doch im Eileiterkanal lag ein kleines rundes süsses ding... und das Herz bewegte sich schon.

    In diesem Moment brach eine welt für mich zusammen. noch am selben abend wurde es herausoperiert.

    Nun habe ich starke schmerzen und kann nichts machen ausser liegen und an mein Kind denken, dass ich nun verloren habe...

    Diese Welt ist so unfair... In meinem ganzen Leben wurden mir stets Steine in den Weg gelegt und dieser ist einer der schlimmsten.

    Mein Freund hat sofort den rest der woche frei genommen um für mich da zu sein, denn ich hab zusätzlich no ne erkältung bekommen, was das alles noch mehr erschwert zu ertragen.

    Er ist da, macht mir Tee und kocht... macht die Hausarbeit, aber er kann meinen schmerz nicht im geringsten verstehen.

    Wie soll ich nur damit fertig werden...

    Ich weiss es sind wohl auch noch die Hormone die zu diesem zustand no beisteuern, aber trotzdem..
    gruss
    dangle


  8. #18
    Junior Member Avatar von MilliLilli
    Registriert seit
    02.11.2016
    Beiträge
    8
    Hallo Ihr Lieben,
    bin schon einige Zeit als aktive Mitleserin in verschiedenen Kiwu-Foren unterwegs, habe aber festgestellt, dass ich nirgends so recht dazu passe, weil unser Kinderwunsch unter besonderen Bedingungen steht. Kurz dazu zum ersten mal in diesem Forum: ich bin mittlerweile 37 und habe 2 Kinder von 6 und 8 Jahren. Vor vier Jahren erkrankte mein Mann an einem Pankreaskarzinom, wurde aber rechtzeitig operiert und galt seit dem als "gesund". Anfang des Jahres ist die Krankheit jedoch erneut aufgetreten, mit Metastasen in der Leber. Wieder wurde operiert, bestrahlt, Chemotherapie. Wir wissen leider nur zu gut, dass uns nicht mehr allzuviel Zeit bleibt, da das Auftreten von Lebermetastasen für eine entsprechende Ausbreitung der Krankheit spricht. Soviel dazu. Nun versuchen wir uns mit dem Rest Leben, der uns geblieben ist anzufreunden und zu leben - dazu gehören natürlich auch Träume, die in den letzten 4 Jahren vor lauter Angst auf Eis gelegen haben - so unser Wunsch nach einem dritten Kind. Wir haben uns entsprechend beraten lassen und eigentlich spricht auch nichts dagegen - nur klappen will es nicht. Nach einer ELS und zwei FG seit April sind wir nun ziemlich verzweifelt. - Nun sag mir bitte keiner was von Geduld haben müssen und fange auch keiner eine Diskussion an, ob man in dieser Situation wirklich noch eine drittes (!) Kind haben müsse - Diskussionen dieser Art hatte ich schon zur Genüge - übrigens sogar in der eigenen Familie. Was ich mir wünschen würde, sind ein paar gute Ratschläge von Euch oder falls jemand ein geeignetes Forum zu diesem Thema kennt einen entsprechenden Tipp. Ich weiß, dass wir eigentlich noch nicht wirklich lang "üben", aber uns läuft einfach die Zeit davon. Bis jetzt ist zum Glück noch kein neuer Tumorherd gefunden worden, aber wenn es soweit ist, ist es vorbei - auch mit dem Kinderwunsch. Dann bleibt uns nur noch mit palliativer Chemotherapie Leben zu verlängern. Aber wir würden uns diesen Wunsch doch so gern noch erfüllen - kann das jemand verstehen?
    Genug gejammert - hat jemand Rat für mich?
    Gruß,
    Milli


  9. #19
    Junior Member Avatar von zuo555
    Registriert seit
    22.10.2016
    Beiträge
    8
    Hallo Milli,
    sorry, wenn ich Dir widerspreche. Bei einer Leukämie wird eine ganz andere Chemotherapie durchgeführt als bei sogenannten soliden Karzinomen. Die Chemo bei Leukämie dient genau dazu sogenannte Stammzellen (also auch Erbgut) zu zerstören, da sich genau dort auch die Ursache der Krankheit befindet. Deshalb ist auch die anschließende Stammzelltransplantation zwingend notwendig. Die Chemo bei meinem Mann war dazu gedacht, nach der OP mögliche noch vorhandene Tumorzellen zu zerstören. Tumorzellen haben einen sehr raschen Zellteilungszyklus, deshalb muss eine Chemo hier ganz anders aufbauen. Der Effekt auf das Erbgut ist damit auch nur kurzfristig und regeneriert sich innerhalb von wenigen Monaten - in dem Punkt vertraue ich den Onkologen absolut. Wir hatten nämlich die gleiche Befürchtung und haben uns das extra erklären lassen ( O-Ton der Onkologen: ja, das ist das Hausfrauen-Wissen zum Thema Chemo - man kotzt, verliert die Haare und wird zeugungsunfähig! Wie gut, das das die wenigsten Patienten erleben müssen) Nein, im Ernst - das ist definitiv nicht unser Problem.
    Trotzdem ganz lieben Dank für Deine Worte - wir werden sicher nicht aufgeben ohne alles versucht zu haben. (Ihr habt doch auch ganz viel Mut gehabt, um eine EZS in der Kiewer Biotexcom-Klinik machen zu lassen).
    Ich weiß, hier in diesem Forum sind viele, die noch ganz andere Probleme haben, aber dennoch bin ich hier auf unglaubliches Verständnis gestoßen. In anderen Foren habe ich ganz andere Antworten gehört.
    Dir, liebe(s) Eichhörnchen, gratuliere ich zu deiner Schwangerschaft und wünsche Dir eine schöne Kugelzeit!
    LG,
    Zuo


  10. #20
    Junior Member Avatar von Garneau
    Registriert seit
    13.10.2016
    Beiträge
    6
    Hallo ihr lieben,

    ich bin 39 Jahre alt (schon, deswegen die Biotexcom-Klinik, die echt hohe Erfolgsraten mit Patientinnen im fortgeschrittenen Alt hat) und war das erste mal in meinem Leben überhaupt schwanger geworden bzw. hatte mich so sehr gefreut endlich einen positiven Test zu haben. Leider wurde nicht erkannt warum es nicht geklappt hat. Krümelchen hat sich wohl sehr spät eingenistet oder danach ist irgendwas schief gegangen, HCG wurde zwar weiter produziert aber im Ultraschall hat man leider nichts sehen können, es hätte auch eine Eileiterschwangerschaft sein können - ganz ausgeschlossen wurde das nicht. Zum Glück bin ich aber um eine Ausschabung drum herum gekommen, mein Körper hat alles von alleine abgestoßen.

    Klar probieren wir es weiter, im Moment pausiere ich aber. Bin jetzt 2 Zyklen weiter und das ist immer noch etwas Durcheinander bei mir, der Zyklus hat sich verlängert und auch die Blutungen sind jetzt anders, wesentlich schwächer als sonst. Wir wollen im Spätsommer/Herbst weiter machen mit Runde Nr. 3.

    Nur nicht den Mut verlieren! Ich wünsche euch alles Gute!

    Liebe Grüße,
    Garneau



Du befindest dich hier: