Forum Schwanger werden



  1. #21
    deaktiviert
    Guest
    Hallo Sabinchen,

    erinnerst du dich vielleicht an meine Kiwu-Geschichte, die ich hier im Forum geschildert habe? Ich bin mit 43 schwanger geworden und geblieben und habe kurz nach meinem 44ten Geburtstag entbunden.
    Mein AMH- Wert war deutlich schlechter als Deiner.
    Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall den Vitamin D Wert mal überprüfen und ggfls. substituieren, da zu wenig Vitamin D nachweislich Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat. Außerdem vielleicht Q10 hochdosiert.
    Du warst mit Ü40 bereits zwei mal schwanger. Das es EL-Schwangerschaften waren ist traurig, zeigt aber, dass noch EZ mit Potential einer Schwangerschaft vorhanden sind. Du hattest "erst" zwei stimulierte IVFs und das ist - so belastend es für Dich auch ist - nicht sooo viel.

    Der Arzt sagte zu mir damals, dass ca. jede 15te EZ statistisch in meinem Alter genetisch noch intakt ist. Diese statistische Chance wollte ich mir geben. Aufgrund Deiner guten Werte und wenn Du genug Geld und Nerven hast, probier es noch mal voll stimuliert. Evtl. auch mal mit Gonal oder einer anderen Medikombination.
    Bei mir war damals z.B. auch eine Mischung aus Clomifen mit Menogon eine gute Kombi, währenddessen Gonal nichts brachte, aber da ist jede Frau verschieden. Sprich deinen Arzt ruhig an und bringe neue Ideen ein. Für keinen Arzt ist das Ergebnis der Behandlung so wichtig wie für einen selbst. Deshalb schadet es nicht sich selbst einzubringen.
    Obwohl das alles natürlich schwierig ist. Gerade nach vielen Rückschlägen steigt natürlich die Angst, dass man am Ende trotz aller Bemühungen mit leeren Händen dasteht und sehnt sich danach, etwas zu hören, das Mut macht. Aber trotzdem muss man auch realistisch bleiben. Dass jede 15. Eizelle zum Erfolg führt dürfte statistisch gesehen vielleicht bei wesentlich jüngeren Frauen so sein, aber ich kann mir offen gesagt nicht vorstellen, dass das bei deutlich über 40 jährigen passt.
    Wenn ich es richtig vor mir habe liegt die Schwangerschaftsrate mit etwa 44 beim Transfer von 3 guten Embryonen bei rund 10% (und das ist nicht die Baby take home-rate). Das bedeutet, dass sich in dem Alter statistisch gesehen jeder 30. transferierte gute Embryo einnistet und es dabei noch nicht mal gesagt ist, ob er genetisch intakt ist und zu einem gesunden Kind führt. Und wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass sich nicht jede Eizelle befruchten lässt, geschweige denn, dass ein guter Embryo daraus wird, dann verdeutlich das noch mehr, was das alles für ein Glücksspiel ist. Ich habe mal von einer Ärztin gehört, dass über 40 etwa noch 2% der Eizellen genetisch in Ordnung sind. Das hört sich zunächst erschreckend wenig und nach Schwarzmalerei an. Wenn man aber die genannte Statistik entsprechend hochrechnet könnte das leider schon hinkommen. Das heißt ja durchaus nicht, dass man nicht zu den Glücklichen gehört, bei denen es klappt, aber man sollte die Chancen in einem realistischen Licht sehen.

    Wende Dich mit Fragen an die Mädels in diesem Forum http://forum.leihmutterschaft.com/index.php, die sind super informiert und gerne bereit ihr Wissen weiter zu geben.

    Es kann auch gut gehen. Unser Sohn ist gesund und munter!!

    LG,
    LadyGrey


  2. #22
    deaktiviert
    Guest
    Hallo Sabinchen!
    Es tut mir leid, dass es bislang noch nicht geklappt hat, obwohl die Chancen rein altersgemäß ja nicht schlecht sind. Die Enttäuschung, der Frust und auch der Ärger sind nachvollziehbar.

    Nüchtern betrachtet sehe ich allerdings schon gute Chancen: Das mit der Eileiterschwangerschaft war natürlich mehr als Riesenpech und viele frühe Schwangerschaften, die man sonst erst gar nicht bemerken würde, wenn man nicht in der KIWU ist und so engmaschig kontrolliert wird, enden leider naturgemäß in einem frühen Abgang. Bleibt noch zwei Mal ein Negativ, was meiner Meinung nach noch im Rahmen ist. Positiv ist doch zumindest, dass du weißt, dass du schwanger werden kannst, insofern sehe ich die Chancen nicht als gering an, sondern glaube schon, dass es bald klappen kann und auch wird. Evtl. kann man aber schon mal vorfühlen, was man diagnostisch im Falle der Fälle noch abklären und optimieren könnte - unabhängig vom noch jungen Alter. Auch eine späte Überstimulation aufgrund von 18 gewonnenen Eizellen ist natürlich nicht ungewöhnlich, allerdings lässt sich hier in einer weiteren Stimu bestimmt einiges verbessern, weil der 1. Versuch ja immer eine Art Testlauf ist (z.B. dann evtl. geringere Stimu für qualitativ noch etwas bessere, wenn auch gleichzeitig etwas wenige Eizellen).

    Ich denke im Übrigen nicht, dass du quasi zu viel unternimmst, um schwanger zu werden. Es gibt einem schließlich ein gutes Gefühl, in dieser Zeit besonders achtsam zu sein und das ist doch positiv. Ansonsten würde man sich im Gegenzug vielleicht Selbstvorwürfe machen, wenn der Verlauf nicht den Erwartungen entspricht. Deine evtl. "übereifrige Psyche" hat zudem keinen Einfluss auf einen erfolgreichen Verlauf, also kannst du auch nichts falsch gemacht haben. Den Gedanken würde ich sofort verwerfen.

    Mir half es immer, die Enttäuschung etc. hier von der Seele zu schreiben und mich auszutauschen (noch mehr Austausch findest du in diesem Forum: http://forum.leihmutterschaft.com/index.php). In diesem Sinne hoffe ich, dass es auch euch motiviert und ihr an den nächsten Versuch mit einem positiven Grundgefühl herangehen könnt.

    Alles Gute und viel Erfolg!
    Jamaly


  3. #23
    deaktiviert
    Guest
    Hallo,

    es tut mir leid, dass dein Versuch negativ ausgefallen ist. Aber: auch, wenn es im Moment wirklich kein Trost ist: Du kannst schwanger werden! Eine Einnistungsrate von 50% ist sehr gut. Viele hier können davon tatsächlich nur träumen. Dass das dein persönliches Leid gerade nicht mildert, ist mir durchaus klar!

    Ich würde vor einem erneuten Versuch erstmal weitere Diagnostik betreiben. Die Leitlinie gibt da einige Anregungen Leitlinie habituelle Aborte.

    Man könnte bspw. Gerinnung, Genetik, Immunologie testen, Bauch- und Gebärmutterspiegelung machen...
    Mir fällt auch zuerst ein zu fragen, was du denn alles checken lassen hast.
    Denn ich als Laie würde mich hier fragen ob es evtl. einfach mit der Einnistung hapert.
    Sind denn die Killerzellen gecheckt?
    Wie ist dein TSH?
    Hast du eine Autoimmunerkrankung? (Zöliakie, Hashimoto, Diabetes...)
    Bei der Einnistungsrate, diesem frühen Zeitpunkt der Kiwu Karriere und mit 31 Jahren würde ich vor allem dringend davon absehen, drei Embryonen einsetzen zu lassen. Das ist für mich schon fahrlässig von der Klinik. Deswegen würde ich dir gerne meine Kiwu empfehlen: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbg ... xTYJhtR0rA
    Sieh's mal so: Eure erste künstliche Befruchtung ist grad ein halbes Jahr her. In diesem halben Jahr warst du zweimal schwanger. Deine Eizell- bzw. Embryonen-Ausbeute war gut. Du bist erst 31.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass du (in absehbarer Zeit!) noch schwanger wirst (und schwanger bleibst!), ist wirklich sehr hoch.

    Gib die Hoffnung noch nicht auf!

    Und nimm dir diese Worte zu Herzen: 3 Embryonen zurück zu nehmen, wäre bei dir mit sehr, sehr hohen Risiken verbunden!

    Deine Chancen sind auf jeden Fall noch als sehr gut einzuschätzen!
    Viel Erfolg!
    Luzzi


  4. #24
    Junior Member Avatar von babulex
    Registriert seit
    28.10.2017
    Beiträge
    27
    Wurden die Eileiterschwangerschaft mittels MTX oder mit Bauchspiegelung behandelt? Durch den mechanischen Eingriff am Eileiter beim Entfernen per Bauchspiegelung gibt es oft Narbengewebe und die Flimmerhärchen werden zerstört die für den Weitertransport der Eizelle wichtig sind. Wurde bei dir schon mittels Bauchspiegelung die Durchlässigkeit geprüft? Das würd ich dir raten. Und such dir eine Gute Kiwu, denn da bist du bei den Profis. Normale Gyns kennen sich bei weitem nicht so aus. Oft hängen Eileiterschwangerschaft mit Endometriose zusammen. Bei mir war es so und nach der OP der Eileiterschwangerschaft war mein Eileiter komplett dicht, wie bei einer Sterilisation. Die andere Seite ist durchgängig und so hat es bei mir dann noch geklappt (in der Kiwu mit Stimu usw. Wir waren aber bereit für die IVF, die hätte direkt gefolgt). Nach jeder Eileiterschwangerschaft steigt das Risiko einer erneuten und oft wird dann IVF empfohlen um die Eileiter zu umgehen. Alles Gute!


  5. #25
    Member Avatar von Mia88
    Registriert seit
    01.06.2016
    Beiträge
    71
    Ich hatte eine ELS im Sommer. Erst am Tag davor hatte ich überhaupt festgestellt, dass ich schwanger bin. Keine 24 Stunden später war alles schon wieder vorbei. Aufgrund der Vollnarkose durfte ich im ersten Zyklus sicher nicht schwanger werden. Das hat mir der Narkosearzt gesagt. Die operierende Ärztin meinte 2 Monate, und mein Frauenarzt spricht von 3 Monaten. Mir ging es körperlich schnell wieder gut und ich hatte Mühe damit, warten zu müssen und nicht sofort wieder zu versuchen zu dürfen, schwanger zu werden. Emotional hat es mich erst etwa 4 Wochen später eingeholt, als meine Schwägerin ihre Schwangerschaft verkündete. Sie ist 2-3 Wochen weiter als ich gewesen wäre. Da kam erst die Trauer über den Verlust so richtig hoch. Es ist doch nicht so einfach zu verarbeiten wie es vielleicht scheint. Deshalb glaube ich, dass die Ärzte eine eher größere Zeitspanne angeben, weil es halt von Frau zu Frau unterschiedlich Länge dauert. Also eher psychische als körperliche Gründe. Heute bin ich soweit, dass ich es im 3. Zyklus wieder versuchen möchte. Wenn es sein soll, dann klappt es und sonst braucht der Körper halt noch etwas mehr Zeit.
    LG und viel Glück!



Du befindest dich hier: