Forum Kinderwunschmedizin



  1. #1
    Junior Member Avatar von zimperliese
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    Leihmutterschaft als Zugang zum Elternglück

    Atonische Nachblutung nach Not-Sectio war bei mir die Indikation zur Hysterektomie, Uterusexstirpation gewesen. In diesem Zusammenhang ist es ja klar, dass ich selbst kein Kind mehr zur Welt bringen kann. Aber für uns wäre das Baby momentan die Rettung vor Tragik des Lebens und der neue Lebenssinn. Wir denken also nach, Leihmutterschaft in Anspruch zu nehmen. Viele halten dieses Verfahren für extrem unmoralisch, doch ich persönlich betrachte diese Option als Zugang zu unserem Glück. Würde mich also gerne mit denen austauschen, die mit einem solchen Problem ebenso konfrontiert sind.


  2. #2
    Junior Member Avatar von Bellis
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    Hallo, zimperliese!

    Deine Geschichte tut mir mehr als Leid! Wir beide haben also viel gemein…
    Mit 24 bin ich schwanger geworden – unbeschreibliche Gefühle, Freudentränen, farbige Zukunftsvorstellungen… Doch unser Glück sollte sich nicht bewahrheiten. Ich war auf dem 8. Schwangerschaftsmonat als meine Blase nachts gesprungen war. Mein erschrockener Mann brachte mich blitzschnell zur Klinik. Dann geschah alles wie im Albtraum: besorgte Ärzte, Operationsraum…
    Mein Baby war nicht zu retten Dann noch ein Schicksalsschlag – keine Möglichkeit für mich in der Zukunft schwanger zu werden, da mir die Gebärmutter entfernt wurde. Zum Glück stützten mich mein Mann und meine Familie in dieser schwierigen Zeit. Ohne ihren Rückhalt würde ich es bestimmt nicht verkraften.
    Aber mit der Vorstellung niemals das Baby zu bekommen konnten wir keinen Frieden schließen. Was wäre für ein Leben ohne Kind… Deshalb haben wir uns entschieden, alles für das große Ziel zu tun. Viele Möglichkeiten hatten wir ja auch nicht. Ohne Gebärmutter…
    Wir haben uns also an eine ausländische Leihmutterschaftsanlaufstelle gewendet. Leider endeten die ersten zwei Versuche ergebnislos. Jetzt setzen wir die Hoffnung auf den dritten Versuch…


  3. #3
    Junior Member Avatar von Bellis
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    Und du schreibst über Not-Sectio und Nachblutung, aber hoffentlich ist alles mit deinem Baby in Ordnung!


  4. #4
    Banned Avatar von Sonnchen2013
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    Es ist natürlich schade, wenn einige Paare aus gesundhetlichen Gründen kein Kid selbst bekommen können. Aber eine Leihmutterschaft ist für die Leihmutter meistens ziemlich hart. Der Mensch ist quasi darauf ausgerichtet, zu seiner Schwangerschaft, seinem Kind eine Bindung aufzubauen, das ist ja bei allen Tieren so.. und natürlich auch bei der Leihmutter, selbst wenn es ein fremdes Kind ist. Es gibt wirklich nur wenige Mütter, die ihre Kinder nach der Geburt weggeben können, und die haben eben leider meistens einen ganz schön großen Knacks... Die meisten stellen sich das einfach vor, aber wenn man erstmal das Baby spürt und nachher auch noch bekommt, dann kann man es nicht so leicht weggeben... Ums zusammenzusaffen. Es ist kein normales, natürliches Verhalten wenn jemand sein Kind nach der Geburt weggeben kann und für die werdende Leihmama ist das ganz schön hart


  5. #5
    Member Avatar von Alejandra
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    jedem das seine

    Ich würde auch sagen wenn nur die Spermies nicht reichend oder gut sind, macht Leihmutterschaft kein Sinn.
    Ich denke aber so eine behandlung würde gut geregelt auch sehr nützlich sein für viele Frauen hier.
    Es gibt Fälle wo eine Frau selber Probleme mit Kiwu hat die bei ihr liegen, bei Eizellen, Einnistung oder Organisch und ihre Schwester oder eine Cousine oder eine gute Freundin steht zur Verfügung und Hilfe.
    Habe so ein Fall in einem Buch gelesen, auch von einer Amerikanerin.
    Bei der Frau gestern Abend war es auch so dass sie eine gute Agentur gefunden hat und somit eine Gute und ehrliche Leihmutter.
    Kommerziell würde mir die Sache auch nicht gefallen, aber unter Umstände die ich oben genannt habe, würde das sehr hilfreich sein.
    So wie auch wenn ein Mann an Stelle seiner Bruder springen würde der unfruchtbar ist.
    Für alle Behandlungen im Rahmen Kiwu, wenn gut geregelt würde ich nichts schlimmes sehen. Wie in einer älteren Sendung über eine 65-jährige, die in Kiew mit Vierlingen schwanger wurde. Sogar wenn das Alter (meiner Meinung nach) nicht stimmt, ist das jedermanns Sache, wie und wann man Kinder bekommt. Das war übrigens eine Eizellenspende, die in Deutschland schlicht verboten ist. Deswegen ging die Frau ins Ausland. Was ich sagen wollte, jedem das seine.
    LG,
    Alejandra


  6. #6
    Junior Member Avatar von cocoify
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    wenn es für euch ok ist...

    Hallo zimperliese

    ich finde es auch o.k., wenn es für euch o.k. ist. Da muss jeder seinen persönlichen Weg finden.
    Wichtig ist, ob auch die Vorraussetzungen dafür stimmen, d.h. eigene Eizellen o.k. und SG, sonst hat es wohl nicht so Aussicht auf Erfolg auf eine intakte ss bei der Leihmutter.
    Ich würde da auch vorher recherieren und genug Infos einholen, um euch für diesen Weg sicher zu sein.

    Ich kann verstehen, wenn man nach langem Kiwu-Weg auch zu so einer Möglichkeit Ausschau hält.
    So nebenbei: Wie würdet ihr es denn der Umwelt (Verwandte, Nachbarn....etc.) "verkaufen", wenn plötzlich ein Baby da ist (ohne das du ss vorher bist) ? Die Wahrheit sagen oder einen auf Adoption machen ?

    Wir gehen ja mitlerweile auch einen "anderen" Weg mit Embryonenspende im Ausland (Kiew, Biotexcom-Zentrum), aber das auch nur aufgrund meines Alters (42) und schlechtem SG meines Mannes. Also ein genetisch eigenes Kind werden wir nie haben, aber die Möglichkeit einer ss und eines Babys.
    Gruß,
    Cocoify


  7. #7
    Junior Member Avatar von alegraboselli
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    nicht die schlechteste Möglichkeit, finde ich

    Ich glaube, das ist ein wirklich heikles Thema. Für Frauen, die nicht in der Lage sind, selbst schwanger zu werden, ist dies´, neben der Adoption vll. echt eine Möglichkeit, um an ein eigenes Kind zu gelangen. Da man dadurch, auf genetischer Basis, ermöglichen kann, dass diese Kinder bestimmte Krankheiten einfach nicht bekommen können, wäre es auch eine Option für Paare, die vll. unter Erbkrankheiten leiden. Ob es aber tatsächlich andere negative Auswirkungen hat, da ja vieles fehlt, wird man vermutlich erst herausfinden, wenn so ein Kind älter wird. Vermutlich wird es echt emotionale Defizite geben, vertraute stimmen, die Wärme, der einzigartige Herzschlag der Mutter etc. Das prägt Kinder im Mutterleib genauso wie der Geschmack und der Geruch des Inneren. Alles in allem vermute ich aber, trotz dieser möglichen Fehlentwicklungen, dass dies die Zukunft ist. Die Menschen leiden immer mehr unter Erbkrankheiten wie z.B. Krebs und anderem chronischen und ich glaube, wenn man nicht irgendwann eingreift, in irgendeiner Weise, werden wir ganz sicher aussterben, oder sind zumindest kaum noch lebensfähig - ohne außerkörperliche Hilfen. Vll. iegt das erst in sehr ferner Zukunft, aber wenn man mal schaut, wieweit die Zahlen so allgemein steigen, jedes Jahr ... wie viele kinderlosen Paare sich wieder und wieder Hilfe in der Ukraine z.B. in der Biotexcom-Klinik als Leihmutter „mieten“… wird es Zeit etwas zu tun. Soll jetzt nicht heißen, dass ich es toll finde, Kinder auf diese Art zu zeugen, aber die Möglichkeit Krankheiten direkt im Keim zu ersticken ist nicht wirklich die schlechteste.
    LG,
    Alegra


  8. #8


  9. #9
    Member Avatar von Ria78
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    Ich selbst möchte kein eigenes Kind austragen. Wenn ich mir vorstelle, dass da ein Lebewesen, also ein Fremdkörper, in meinem Bauch heranwächst, bekomme ich Ekelgefühle. Außerdem hätte ich Angst vor den bleibenden Veränderungen meines Körpers. Damit dass sich mein Aussehen mit fortschreitendem Alter verändert, kann ich leben. Das macht mir auch keine Angst, denn es passiert schleichend. Wenn mein Körper sozusagen von heute auf morgen anders wäre, würde ich ihn wieder hassen und mich absolut nicht mehr wohl fühlen. Etwas wofür ich Jahre gebraucht habe.
    Keine Leihmutterschaft könnte ich mir, sofern ich überhaupt irgendwann einen Kinderwunsch entwickle, somit prinzipiell schon vorstellen. Wobei ich eine Adoption wohl vorziehen würde.


  10. #10
    Member Avatar von unvergässlich
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    Ich würde meinen Körper niemals für eine Leihmutterschaft hergeben. Für kein Geld der Welt. Denn ich kann mir nicht mal für mich selbst vorstellen darin einen Fötus zu haben. Mir geht es nicht um die Kilos, die man zunimmt oder den Körper der verformt wird. Ich sehe generell keine Kinder in meinem Leben.
    Ich finde den Gedanken ein Kind zu adoptieren toll. Ich muss kein eigenes Kind auf die Welt bringen und geschweige denn das in mir wachsen erleben. Nur leider ist das genauso ein Geschäft. Ich würde auch keine Leihmutter in Anspruch nehmen. Ich möchte solche Machenschaften einfach nicht unterstützen.



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