Forum Schwanger werden



  1. #31
    Junior Member Avatar von Enrich
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    Ich finde, wenn man mit jemandem darüber redet, fällt einem selber so einiges auf und ich brauche manchmal einfach ein paar Meinungen, um mir dann letztens mein eigenes Bild zu machen.
    Du hast mir sehr geholfen.... Und ja, wir sitzen im selben Boot!
    Komisch, meine alten Freundinnen, die ich schon seit der Schulzeit hab und mit denen ich schon über Jahre durch dick und dünn bin, die fanden es alle bescheuert, als wir nochmal Kinderwunsch hatten und uns an die Biotexcom-Klinik gewendet haben.
    Aber alle neuen Bekannten vom Kindergarten unseres Sohnes oder auch in der Nachbarschaft mit kleinen Kindern, die fanden es alle völlig normal und sind eher traurig, dass es nicht mehr auf natürlichem Weg ging.
    Unabhängig ob älter oder jünger, so hat halt jeder seine Einstellung.
    Ich persönlich kann sagen, dass meine Schwangerschaft mit 20 damals total blöd war. Ich könnte es überhaupt nicht genießen, weil ich oft das Gefühl hatte, ich muss auf alles verzichten und ich fühlte mich immer als die ärmste, was ich alles auf mich nehmen musste. Und so verlief natürlich dann auch die Geburt.
    Bei meinem Letzten war ich 38 völlig tief entspannt und ich habe es so genossen, schwanger zu sein. Kein Tag hatte ich das Gefühl, ich müsse auf etwas verzichten und kein Tag dachte ich, ich verpasse was... Im Gegenteil. Und so war dann auch die Geburt..... Eine völlig entspannte wunderschöne Hausgeburt.
    Vielleicht will mein Kopf nicht kapieren, dass es schön war, aber nicht nochmal kommt!
    LG,
    Enrich


  2. #32
    Junior Member Avatar von Milliwanilli
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    Hallo, lieber Alex,

    ich glaube, es geht uns ganz ähnlich. Ich fahre momentan auch zweigleisig: ich versuche einerseits Abschied zu nehmen und andererseits bin ich dabei die 5. (und letzte) ICSI, bzw. den dann insgesamt 8. Transfer in Angriff zu nehmen. Ich habe einen ganz ähnlichen Beitrag schon mal vor einiger Zeit hier geschrieben...

    Ich bin fast 40 (Ende Oktober ist es soweit), mein Mann ist 40, auch er ist eher derjenige, der die "Reißleine" zieht, während ich vermutlich noch länger so weitermachen würde. Wir sind schon viel weiter gegangen als je gedacht (überhaupt erstmal der Schritt ins Kiwu-Zentrum, dann wollten wir nur die drei von der Krankenkassen bezuschussten Versuche machen, nur bis Ende 2015 damit 2016 wieder "normal" wird usw. und wo stehen wir jetzt? Bei ICSI Nr. 5, und 2017 ist auch schon vorbei. Ich versuche (momentan noch eher vom Kopf her) das nahende Ende irgendwie anzunehmen und mich mit dem Gedanken anzufreunden, das dies nun wirklich der letzte Frisch-Versuch ist (plus - falls es dazu kommen sollte - daraus entstehende Kryos). Für mich ist es aber trotzdem wichtig, diesen Versuch noch zu machen, mit dem Bewusstsein "dies ist der letzte Versuch". Das haben wir zwar beim letzten Mal schon gesagt, aber innerlich habe ich nie so ganz dran geglaubt. Ich hoffe, das gelingt mir dieses Mal besser. Auch wenn es mir noch so verdammt schwer fällt, das zu akzeptieren, mein Kopf sagt schon auch, dass irgendwann mal Schluss sein muss. Man kann nicht immer und ewig so weitermachen. Nicht vom Alter her, aber auch nicht, weil man sonst irgendwann kaputt geht dabei. Meinem Mann fällt das ein bisschen leichter. Ich habe neulich mal mit dem Arzt drüber gesprochen und auch mit einer der Arzthelferinnen, und die haben beide bestätigt, dass das ganz oft so ist, also dass es den Frauen viel schwerer fällt, Abschied zu nehmen / den Behandlungsmarathon zu beenden. Ist aber vielleicht auch nicht weiter verwunderlich, wir stecken irgendwie (ganz natürlich) ja auch mehr drin? Und nicht zu vergessen, unsere Uhr tickt viel stärker.

    Zu eurer Situation: Könnt ihr die deadline nicht vielleicht anders formulieren? Nicht zeitlich festlegen, sondern an den noch vorhandenen Kryos festmachen? Also keinen weiteren Frischversuch einplanen, aber sagen, diesen Kryos (toll, dass ihr so viele habt!) wollen wir noch ihre beste Chance geben? Und besser ist in dem Fall vielleicht, das in Ruhe anzugehen, irgendwann vielleicht auch mal einen Monat zu pausieren oder was auch immer. Dann hast Du vielleicht ein besseres Gefühl, und ob es nun Dezember 2017 ist oder März 2018 ist dann vielleicht auch egal. Ich weiß, auf diese Weise schiebt man es immer weiter nach hinten, aber in dem Fall wäre das Ende ja absehbar, sprich, wenn die Kryos alle sind, ist Schluss und auch wenn es viele sind, sind sie ja endlich. Ob die Preise bei der Biotexcom-Klinik steigen, weiß noch keiner genau. Vielleicht habt ihr Glück und schafft eure Behandlungen bevor die Preise sich ändern?

    Zumindest ist das jetzt unsere Strategie. Bevor ich bald 40 werde möchte ich mit dem letzten Versuch beginnen, den ziehe ich dann aber durch, und wenn wie beim letzten Mal sogar zwei Kryoversuche drin sein sollten, dann mache ich diese auch noch, auch wenn darüber 2017 beginnt. Aber das Ende ist absehbar und daher kann es mein Mann auch so akzeptieren. Wenn es nach ihm ginge, wäre jetzt schon Schluss. Er sieht das irgendwie rationaler, und wägt "Kosten" und "Nutzen / Erfolg" eher ab. Warum nochmal die ganze Spritzerei, der Stress, 5000 Euro, Höhen und Tiefen durchleben usw. wenn es doch mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder in einem Negativ endet.

    So lese ich also parallel zum neuen Versuch immer mal wieder hier im Biotexcom-Forum (schon seit einigen Monaten), habe mir ein Buch gekauft ("Ich bin eine Frau ohne Kinder" oder so ähnlich) und versuche, mich mit dem (traurigen) Schicksal irgendwie anzufreunden. Und trotzdem bleibt natürlich noch das keine Fünkchen Hoffnung, dass es doch noch positiv endet, wenn wir uns vielleicht noch einen Versuch in Kiew gönnen.

    Das wünsche ich euch auch. Redet miteinander, teilt eure Sorgen und Ängste und versucht mit euren Kryos einen Weg zu gehen, der für euch beide in Ordnung ist.

    Lieben Gruß,
    Milli


  3. #33
    Junior Member Avatar von Tered1969
    Registriert seit
    18.09.2017
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    Eine Freundin ist mit 34 das erste mal schwanger geworden und mit 36 das zweite mal. Beide Schwangerschaften verliefen bis auf Übelkeit ohne Komplikationen und ihr solltet einfach durchstarten



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