Hallo zusammen,


ich würde gerne Tips/Anregungen zum Umgang mit meinem Sohn von euch bekommen, wenn er mal wiede rnicht will und dabei endlose Minuten des Tages mit Geheul und Geschrei vertan werden.
Exemplarisch:
Mein Sohn soll Zähne putzen (mit mir gemeinsam).
Ich: "Komm bitte zu mir, lass uns zähne putzen". Er: "nein!".
Ich frage 2-3mal freundlich "Komm bitte, wir wollen doch noch ein buch lesen", "Jetzt komm, wir sind schnell fertig", "Komm bitte, wir putzen gemeinsam"... and so on.
Nach 3-4 Argumenten (es kommt immer noch "nein", "ich will nicht") habe ich zwei Dinge versucht:
a) Ich "schnappe" ihn mir (geschrei), erkläre das es ohne nicht geht und versuche ihm die Zähne so zu putzen
Diese Variante erscheint mir wenig hilfreich, da ich ihn körperlich festhalten muss (gestrampel/gezeter).
b) Ich sage: "Ok, dann bleibt keine Zeit für ein Buch.", oder "dann kann ich dich nicht ins bett bringen". Stehe nach 2-3 Hin&her auf und verlasse das Badezimmer.


Jetzt startet die Endlos-Schleife:
Er schreit: "Papaaa, komm zurück - ich putze die Zähne". Komme ich dann zurück und will die Zähne putzen kommt wieder "Nein!".
[1-2 argumente, versuche ruhig und bestimmt wie oben die situation zu klären; er bleibt stur]
Gehe ich wieder, so schreit er wieder wie oben.


Ende vom Lied: Ich möchte mich natürlich nicht veralbern lassen, werde bestimmter. Er schreit bei jedem mal in dem ich dann "wirklich gehe" lauter.
Halte ich das lange durch (10 Minuten z.B., er soll die Drohung ja ernst nehmen) hört er irgendwann auf zu schreien (schluchzend) und kommt zu mir. (Sagt aber nichts). Er steht/sitzt dann einfach neben mir.
Versuche ich dann auf ihn zuzugehen (wörtlich/körperlich) "Komm mal her, lass uns nicht streiten und eben die Zähne putzen" weicht er wieder zurück. Es funktioniert nichts. Keine Geste wie "Hand reichen", "Arne öffnen" oder ruhig zureden.


Je länger das ganze geht desto "apathischer" wird er natürlich. Der Kreislauf wird am Ende nur durch seine Erschöpfung durchbrochen, was natürlich ein riesen Mist ist. Der Ausweg ihm die Zähne nicht zu putzen kommt für mich nicht in Frage. (Richtig?) Auch wenn ich eine Entschuldigung fordere kommt diese zwar aber natürlich nicht bewusst.
Er handelt ja längst nicht mehr rational und ist logischerweise keinen Argumenten zugänglich. "Hätten wir uns nicht wegen dem Zähneputzen gestritten, könnten wir jetzt noch ein Buch lesen"


Auch wenn wir uns am Ende vertragen ist so eine 3/4 Stunde am Abend (ich bin berufstätig und habe unter der Woche entsprechend nur den Morgen und den Abend mit den Kids) extrem unbefriedigend.


Das ganze ist beliebig austauschbar. Egal ob Zähne Putzen, ins Bett gehen, Schuhe anziehen (wir müssen los), Essen aufessen, Selbst verursachtes Chaos aufräumen, etc....
Jedes mal purer Stress aber jedes mal halt auch Situationen, die eigentlich keine Alternative erlauben. Irgendwann muss man halt zur Arbeit, eine Jacke anziehen, die Zähne Putzen, ins Bett, etc.


Klar, evtl. ist es nur eine Phase, aber ich bin dennoch für Tips dankbar.


Danke im Voraus


Ein Papa