Forum Plauderecke



  1. #1
    Junior Member Avatar von UBschi
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    Autobiografisches Buch veröffentlichen?

    Hallo meine Lieben!
    Ich habe während der Schwangerschaft und den ersten paar Lebensjahren ein "Mutterschaftsbuch" geschrieben. Also so ähnlich wie ein Tagebuch, aber nur auf diese Lebensspanne und Lebensereignis beschränkt. Letztens hab ich meiner schwangeren Schwägerin dasselbe empfohlen und ihr meine Aufzeichnungen gegeben. Sie hat sie alle gelesen und meinte, dass man durch kürzen bzw. ausbauen von einigen Passagen ein authentisches Buch über die Schwangerschaft und Mutterschaft veröffentlichen könnte.

    Am Anfang fand ich die Idee total befremdlich so ein intimes Stück von mir zu veröffentlichen, aber je länger ich darüber nachdenke, desto besser finde ich die Idee und möchte es doch gerne vagen.

    Da ich aber noch niemals ein Buch geschrieben oder gar veröffentlicht habe, weiß ich nicht so sicher, wie ich mein Manuskript an den Verlag bringe. Hat denn jemand von euch schon Erfahrungen mit Manuskript Veröffentlichungen gemacht?

    Würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen


  2. #2
    Junior Member Avatar von Fräulein Putz
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    Hallo UBschi. :-)
    Also ich find die Idee sehr cool, da die besten Geschichten nun mal vom leben selbst geschrieben werden. Der Knackpunkt mit den Verlagen ist eigentlich der wesentlich einfachere Part. Ich weiß das, weil meine Schwester selbst bereits 2 Bücher mit Fokus auf Shaping und Training von Australian Shepards veröffentlicht hat.
    Viel wichtiger ist im Vorwege das gegenlesen von Lektoren und das die Gliederung.
    Da hast Du aber anscheinend bereits jemanden gefunden, der dir damit zur Hand gehen kann.

    Bei der Verlags-Suche empfiehlt sich, einen zu suchen der seinen Sitz in Deiner Stadt hat. Zu lange Kommunikationswege, gerade in der heißen Phase der VÖ, können in Zeitdruck/Releasephasen mehr Schaden anrichten als alles andere(falsche Farbgebung des Covers, übersehene Fehler,etc) und da musst Du als Autorin schnell handeln können.

    Außerdem empfiehlt es sich, einen bereits alt-eingesesseneren Verlag zu picken, der nicht grad erst am Anfang seiner Karriere steht. Klar, die jüngeren haben Feuer und Motivation, übersehen aber gut und gern mal etwas, was einen den Rest seines Autoren-lebens ärgern könnte. (kann meine Schwester ein Lied von singen). Also, google Buchverlage mit Sitz in deiner gegend und schau Dir mal deren Back-Katalog an.


  3. #3
    Junior Member Avatar von ElisabethB
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    Ich finde die Idee auch super, warum sollte man es nicht probieren.
    Den Tipp von Fräulein Putz mit dem Verlag in der eigenen Stadt kann ich zwar verstehen aber wer hat das schon?
    Da muss man schon ich einer größeren Stadt leben und dann muss man auch noch Glück haben, dass gerade der Verlag auch auf dieses Genre spezialisiert ist.
    Ein Bekannter hat mittels Novum Verlag ein Buch veröffentlicht und deren Firmensitz ist im Burgenland, Österreich. Er nur einmal dort und das hat er mit einem Wien Urlaub verbunden, die Beratungen und Hilfestellungen Seitens des Verlags war alles telefonisch oder per Mail. Glaube das wird auch bei anderen Verlagen so ablaufen, wer kann schon mehrmals zu einem Verlag fahren wenn er nicht gerade ums Eck ist.


  4. #4
    Member Avatar von Sabrina90
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    Hallo UBschi,

    zunächst einmal finde ich es wirklich gut und mutig, dass du dich traust ein Stück deines Privatlebens preiszugeben. Damit kannst du sicher vielen Müttern und werdenden Müttern weiterhelfen.

    Du kannst ja mal bei Verlägen anfragen, ob sie dein Buch lesen wollen und ihnen einen Probeauszug schicken. Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen!

    Liebe Grüße!


  5. #5
    Junior Member Avatar von ElisabethB
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    Das Manuskript einfach mal an ein paar Verlage schicken dann sieht man gleich woran man ist.
    Vorausgesetzt man bekommt überhaupt eine Antwort.
    Ist ja nicht so, dass die Verlage zu wenig Bücher zugeschickt bekommen


  6. #6
    Junior Member Avatar von UBschi
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    Hallo Fräulein Putz! Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich glaube, bei dem Sitz des Verlags sollte ich nicht allzu wählerisch sein. Mir wurde in meinem Bekanntenkreis jetzt schon des Öfteren gesagt, dass man es als Neuautoren kaum in einen Verlag schafft. Angeblich nehmen sie nicht einmal 1% im Jahr an unbekannten Autoren in ihr Verlagswesen auf. Aber wenn dann bräuchte ich ja sowieso einen deutschen Verlag bzw. einen der auf Deutsch publiziert. Und da wären die Kommunikationswege maximal per Telefon oder Mail nicht allzu weit oder teuer =)

    Aber ich werde mir deinen Rat definitiv zu Herzen nehmen. Bin eh schon fleißig auf der Suche nach Verlagen.

    Hallo Sabrina90. Danke für deine netten Worte! Ja ich hoffe sehr, dass ich einigen Müttern oder werdenden Müttern oder anderen Erziehern helfen kann, die Entwicklung des Kindes vielleicht aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Ich reflektiere dabei auch immer selbst etwas. Und ich glaube es wird darauf hinauslaufen, dass ich mein fertiges Manuskript an den einen oder anderen Verlag schicken werde =)

    Hallo ElisabethB, danke für deine Antwort! An ein Genre bzw. einen Verlag der sich auf gewisse Genres spezialisiert habe ich gar nicht gedacht. Das schränkt meine möglichen Verlage natürlich noch mehr ein. Zu welchem Genre gehört denn der Verlag aus dem Burgenland den du mir empfohlen hast? Wäre der etwas für mein Manuskript? Und ist es denn üblich, dass Verlage nicht antworten? Also ich kann es verstehen, wenn sie aufgrund der hohen Anfragen nicht genügend Kapazität haben, um noch weitere Bücher zu veröffentlichen. Aber antworten sie denn gar nicht?


  7. #7
    Junior Member Avatar von ElisabethB
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    Das Verlage nicht zurückschreiben ist leider Usus, ist so wie mit Bewerbungen da antworten auch niemand wenn es nicht positiv ist. Leider, finde das ein Unding.
    Nicht jeder Verlag spezialisiert sich nur auf ein Genre, aber wenn man mal ein paar Bücher sieht dann merkt man doch schnell was vom Verlag veröffentlicht wird und welches Genre nicht.
    Bei Kinderbüchern oder Kochbüchern sieht man es halt am deutlichsten.
    Probieren solltest du es bei so vielen Verlagen wie möglich, glaube nicht, dass da gleich jeder Verlag sagen wird du wirst veröffentlicht, die Auswahl wird danach nicht riesig sein.
    Ich würde es bei jeden Verlag probieren, Ausnahme eben es ist ein reiner Verlag für Kochbücher etc., mal sehen was dann für Feedback zurückkommt.


  8. #8
    Junior Member Avatar von UBschi
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    Hallo Elisabeth,
    ich gebe dir vollkommen Recht. Wenn sich Unternehmen und auch Verlage nicht zurückmelden und einen ohne Antwort stehen lassen. Das ist einfach nicht nett und sehr respektlos. Mir persönlich reicht auch eine standardisierte Absage - Hauptsache man weiß woran man ist.

    Ich bin ja schon seit einigen Tagen intensiv auf Verlagssuche und Recherchen und habe heute den von dir empfohlenen Novum Verlag gegoogelt, der ja auch den Sitz in Österreich hat. Der war aber ganz anders, als die anderen Verlage, die ich bis dato gefunden hatte. Das war nämlich ein Druckkostenzuschussverlag, aber ich bin mir nicht ganz sicher, was das genau bedeutet. Denn wenn ich mir die Homepage genauer anschaue, bietet dieser Verlag neben Lektorat auch die Covergestaltung an - also genau dasselbe was alle anderen Verlage, die sich nicht als DKZV bezeichnen, auch tun.

    Was ist denn nun der Unterschied?


  9. #9
    Junior Member Avatar von ElisabethB
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    Ein Druckkostenzuschussverlag heißt so weil man sich an den Druckkosten beteiligen muss. Man muss einen Teil der Kosten selbst tragen. Kosten entstehen dem Verlag nicht nur beim Drucken auch für die Dienstleistungen wie eben Lektorat, Grafiker, usw. entstehen Kosten.
    Wenn man eben keinen klassischen Verlag findet sollte man nach Alternativen suchen, da kann ein DKZV eine Möglichkeit sein oder aber man veröffentlicht selbst.
    Vorteil gegenüber dem Self-Publishing ist eben, dass man all die Hilfestellungen bekommt die man braucht.
    Sicherlich würde gerne jeder Autor bei einem klassischen Verlag genommen werden, das geht aber nur in den seltensten Fällen, daher muss man sich auch nach anderen Möglichkeiten umsehen wenn man dennoch sein Buch veröffentlichen will.
    Da muss man dann selbst entscheiden was für einen das Beste ist.


  10. #10
    Junior Member Avatar von UBschi
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    Ah ok - verstehe. Das macht natürlich auch Sinn und dementsprechend auch die Namensgebung. Vielen Dank für deine Erklärung!

    Self Publishing ist für mich keine Option. Das ist mir zur Zeit einfach zu viel Aufwand und zu Zeitintensiv. Die Zeit, die ich dabei reinstecke, würde ich lieber in das Verfeinern meiner Werke stecken sowie in das Schreiben von Neuen. Denn das Schreiben an sich entspannt mich sehr und bereitet mir ein befriedigendes Gefühl - ist einfach ein tolles Hobby

    Ich werde mein Glück bei den normalen Verlagen probieren, aber auch bei dem Druckkostenzuschussverlag. Beide würden ja zuerst über mein Manuskript lesen und wenn wir vom besten Fall ausgehen und mich beide Verlage wollen, kann ich mich dann ja immer noch entscheiden, wenn es soweit ist.

    Vielen Dank auf jeden Fall für deine Antwort und deine Erklärungen!



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