Forum Kinderwunschmedizin



  1. #21
    Junior Member Avatar von Garneau
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    Hallo...

    ich habe mich jetzt ein bisschen durchs Unterforum (besonders durch dieses) gelesen und bin immer noch unschlüssig, ob ich hier überhaupt her gehöre.. Aber es soll auch für mich eine Art der Verarbeitung sein und wenn ich hier völlig fehl am Platz bin, lasst es mich einfach wissen.

    Ja wo fange ich an... Ich habe meinen Kinderwunsch nicht gänzlich an den Nagel gehangen. Wobei, den Wunsch nach eigenen Kindern leider ja. Und dieser Fakt macht mich so unendlich traurig, dass ich das Gefühl habe, hier doch irgendwie richtig zu sein.

    Ich bin 26 und werde nie schwanger sein. Werde nie sehen, welche meiner Gene ich weitergeben darf. Werde nie wissen ob mein Kind mir ähnlich sieht.

    Ich bekam kurz nach Silvester 2013/2014 die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Noch Anfang Dezember sah es nach einer "einfachen" Entzündung aus. Ich bekam eine Konisation und durfte mit dem guten Gefühl, glimpflich weggekommen zu sein, nach Hause gehen.
    Leider fand man in dem entfernten Gewebe Tumorzellen. Nach weiterer Untersuchung konnten sie tief hinten im Gebärmutterhals einen schon recht großen Tumor feststellen. Das Ding ist rasend schnell gewachsen und nur meiner Frauenärztin ist zu verdanken, dass er überhaupt gefunden wurde. Am 08.01. hatte ich meine OP, bei welcher mir die Gebärmutter entfernt wurde. Da der Tumor schon zu groß war und auch schon gestreut hatte, war eine (Teil-)Rettung des Organs leider nicht möglich. Natürlich habe ich ab diesem Moment schon gewusst, dass ich nie Kinder bekommen werde. Aber in dem Moment selbst stand im Vordergrund, dass ich wieder gesund werde. Was zum Glück (und dem Himmel sei Dank) auch passiert ist.

    Nun ist das Ganze 1 Jahr her und ich weiß, ich bin noch sehr jung. Ich kann, vermutlich ohne größere Probleme, ein Kind adoptieren oder eine Pflegschaft übernehmen.
    Aber das schonungslose Wissen, nie selbst ein Kind bekommen zu können, ist oft sehr niederschmetternd. Ich arbeite in einer großen Firma, wo Schwangersein scherzhaft "das Virus" genannt wird. Ständig geht jemand anders in Mutterschaft. Dazu kommt, dass meine ältere Schwester selbst gerade schwanger ist. Ich gönn Ihr das Kind von ganzem Herzen (zumal sie auch erst im letzten Dezember eine Fehlgeburt hatte), aber es erinnert auch mal wieder allzu sehr daran dass es mir nie vergönnt sein wird.

    Ich weiß, dass er egoistisch ist, dieser Abschied. Schließlich gibt es genügend kleine Würmer auf der Welt, die nach einem Zuhause suchen.

    Ich hoffe, die Zeit heilt diese eine Wunde. Danke fürs Lesen und eventuelle Denkanstöße und Ratschläge!
    LG,
    Garneau


  2. #22
    Member Avatar von Alejandra
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    Hallo Garneau,

    zunächst einmal herzlich willkommen!!

    Schön, dass du alles gut überstanden hast. Eine enorme Leistung.

    Dein Leben ist viel wert, auch ohne leibliches Kind. Gut, dass du dir auch eine Adoption vorstellen kannst und wie du schon schreibst, du bist noch jung genug dazu. Mein Mann und ich sind beide ü-40 und ich hätte auch keinen Nerv mehr für die Adoptions-Prozedur, wohl, nachdem die erfolglose Kinderwunschbehandlung schon anstrengend genug war. Damals habe ich mich auch erst ins LM-Forum getraut und nach reichlichen Überlegungen eine Leihmutter in der Ukraine (im Kiewer Biotexcom-Zentrum) beauftragt.

    Fühl dich wohl hier im Forum. Du bist hier ganz und gar nicht verkehrt. Jeder hier hat "sein" Problem, jeder hier ist ein Individuum. Und jeder hier sucht Trost. Vielleicht wechselst du auch in ein paar Monaten in ein Forum für Eltern - der Mensch ändert sich ja!

    Ich selbst bin meist hier unterwegs, da ich weder ein eigenes Kind haben werde, noch adoptieren möchte. Ich finde es gut, dass du dir einen Ausweg aus deiner kinderlosen Lage suchst. Da bist zu mir einen großen Schritt voraus! Ich finde du solltest darauf aufbauen. Wenn dies für dich eine Möglichkeit ist, dann nutze sie!!! Bestimmt wird ein LM- Kind für dich auch wunderschön sein.

    Übrigens: deine Gesundheit ist das allerwichtigste! Dass du den Krebs besiegt hast ist eine Wahnsinns-Leistung. Du wirst so viel Kraft haben, und so viel Lebenserfahrung, dass du einem Kind bestimmt ein schönes Zuhause geben kannst. Ich bin selbst Ex-TumorPatientin und weiß wie viel Kraft es kostet einen Tumor zu bekämpfen. Nutze dein dir neu geschenktes Leben und trauere nicht, dass du selbst kein Eigenes in die Welt setzen wirst. Wenn du glaubst, dass du auch ein Kind, wenn es auch nicht leiblich ist, lieben kannst, dann stecke deine Energie dort hinein.

    Viel Glück wünscht dir Alejandra


  3. #23
    Member Avatar von Anindita
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    Hallo alle!
    Habe mich auch entschieden, in diesem Unterforum heute zu schreiben. Ich muss reden...! Ich bin seit fast 16 Jahre verheiratet und wir wussten sehr früh, dass wir Hilfe brauchen um ein Baby zu bekommen. Diverse Kliniken- 12 ICSI und diverse Kryos incl einer Wiederbelebung nach Pfusch bei einer Punktion. Nach diesem Erlebnis (mein Mann musste alles mit ansehen) hat er die Notbremse gezogen und nach 2-3 Jahren konnte und musste ich damit klar kommen. Er hatte mir frei gestellt zu gehen und mir einen gesunden Mann zu suchen, aber eine Liebe/ Ehe besteht doch nicht nur aus dem Baby bekommen?!
    Also habe ich mich anderen Dingen angefangen! Stunden auf der Arbeit reduziert, 2 Pferde gekauft und die Zweisamkeit genossen.
    Dann ging es mir sehr schlecht im Mai 2012- aus Scherz einen Schwangerschaft Test gemacht- der 4 Jahre abgelaufen war und er war positiv! Schock und Freude zugleich!
    Mein Mann hat 3 Wo nicht darüber reden können, da das Thema ja seit 4 Jahren ad acta gelegt. Ich habe es genossen, die Übelkeit, die Mutterbänder, die Brüste- das Gefühl zu haben das mein Baby in mir wächst. In der 10 SSW (Mutterpass seit 1 Wo) habe ich alleine in der Nacht mein Baby geboren!
    Danach musste ich leider noch in die Klinik zu Ausschabung da ich massive Blutungen hatte ich (habe eine Gerinnungsstörung). Mein Baby habe ich Zuhause behalten und unter dem Baum in Gedenken an meinen Vater beerdigt. 1 Wo hat der Abschied gedauert, bis ich soweit war. Mein Mann wollte nichts davon hören. Als der pathologische Befund kam, der Schock, es waren Zwillinge! Seitdem ist nichts mehr wie es war.
    Meine Ehe kriselt weil ich mich alleine fühlte und fühle, habe versucht mich zu suizidieren, weil selbst das Atmen schwer viel.
    Und jetzt frage ich mich, wie ungerecht es sein kann, dass ich nach 16 Jahren Kinderwunsch endlich damit abgeschlossen habe, mein Leben genieße (auch wenn man weiter an Kinder denkt) und dann meint das "Universum", komm wir sind mal eine Runde gemein. Erst eine spontane Schwangerschaft und dann zack, klauen wir ihr dieses Glück/ Wunder wieder. Soll sie sehen, wie sie das überlebt. Wem habe ich so weh getan, dass man so was verdient, wofür ist das gut, welchen Sinn hat es?
    Wie soll ich mich jetzt wieder verabschieden ohne die Quälerei zu hoffen, dass es doch noch einmal klappt?

    Ich weiß nicht weiter!

    Danke fürs zuhören!
    Anindita


  4. #24
    Junior Member Avatar von Kustusch
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    Liebe Anindita,

    das was du schreibst macht mich sehr traurig. Beim Lesen kamen mir die Tränen in die Augen.
    Ja das Leben kann so grausam sein. Es ist sehr traurig, dass du von deinem Mann keine Unterstützung erhältst. Du hast alles versucht, um Schwanger zu werden, du hast so viele ICSIs und Kryos hinter dir und trotzdem hat das Glück nicht bei dir vorbei geschaut.
    Für eine Beziehung ist das eine große Belastungsprobe, die nicht jeder stand hält. Das du dein Kindelein alleine geboren hast ist eine schwere Last, vor allem wenn du keinen hast, mit dem du darüber reden kannst. Du hast es begraben in Gedenken an deinen Vater was sicherlich viel Kraft gekostet hat. Es tut mir unendlich leid, was du erleben musstest. Ich wünsche dir von Herzen das du wieder Kraft und Freude am Leben findest auch wenn es ein langer Weg sein wird, deswegen eine kleine Unterstützung von mir: http://forum.leihmutterschaft.com/index.php.
    Deine Frage warum und weshalb und wofür soll das ganze gut sein, kann ich Dir leider nicht beantworten.
    Diese Antwort ist ja fast der heilige Grahl bei der gesamten Kinderlosigkeitskacke.

    Aber was mir spontan in den Sinn kam, als ich Deine/Eure Geschichte las ist, dass dein Mann Dir möglicherweise so wenig zur Seite steht, weil er sich schuldig fühlt?!
    Es klang als läge das Hauptproblem bei ihm.
    Tja, und dann musste er sich all dein Leid und die Strapazen die du bei den Behandlungen durchmachen musstest mit ansehen. Und alles was noch danach kam. Seinetwegen, so muss es sich wohl für ihn anfühlen.
    Du warst dem Tode nahe.
    Dann arrangiert ihr Euch gezwungenermaßen neu und werdet spontan ss. Das muss man auch erstmals wegstecken.
    Und dann verliert ihr die Kinder wieder was Dich fast in den Freitod treibt.
    Und das alles weil er keine Kinder zeugen kann, also das meiste zumindest.
    Ich bin mir fast sicher das er wirklich nicht für Dich da sein KANN.
    Er ist auf seine Art ausgelaugt und überfordert.
    Ich würde Euch ans Herz legen wollen Euch als Paar einen Therapeuten zu suchen der auf diese Thematik spezialisiert ist.
    Ich wünsche Euch jedenfalls viel Kraft und Liebe füreinander! Und das die Wunden heilen, soweit das geht!

    LG,
    Kustusch


  5. #25
    Member Avatar von Piacentina
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    Liebe Anindita,
    Es tut mir sehr leid, was Du erlebt hast. Ich hatte auch schon zwei Fehlgeburten mit meinem ersten Mann, und dann, mit meinem neuen Mann, habe ich drei gesunde Kinder bekommen.
    Ich kann mich aber noch erinnern, wie schmerzhaft es für mich war, abgesehen davon, dass ich Dir rate, einen Therapeuten aufzusuchen, um in Ruhe darüber zu sprechen (vor allem, wegen des Suizidversuchs), um über die LM-Möglichkeit (Biotexcom-Klinik, Kiew, Ukraine absolut empfehlenswert) nachzudenken.

    Wenn dein Partner das Problem ist, würde ich jetzt mal versuchen, ganz klar zu überlegen, was DU in DEINEM Leben willst.
    Man lebt nur einmal.
    Aus Rücksicht auf deinen Mann auf Kinder zu verzichten kann nur funktionieren, wenn der Verzicht erträglich ist!
    Es kann nicht der Wunsch Deines Mannes sein, dass Du bis zum Suizid verzweifelst.
    Es gibt also drei Möglichkeiten...bzw. vier:

    1. Ihr bleibt zusammen, und Du kommst damit klar.....scheint mir aber schwierig....
    2. Ihr trennt Euch...scheint mir auch schwierig und irgendwie egoistisch und ausserdem heisst das ja noch nicht, dass Dein Kinderwunsch sich erfüllt
    3. Du nimmst die Sache in die Hand und versuchst woanders schwanger zu werden....erscheint mir aber auch recht zwiespältig....da Du das natürlich ganz allein entscheiden müsstest und auch Risiken damit verbunden sind
    4. Du redest in Ruhe mit deinem Mann und ihr entscheidet euch für eine künstliche Befruchtung mit Fremdsperma aus einem getesteten Labor. Dies kann man auch so aussuchen, dass der Spender Ähnlichkeiten mit dem "Vater" hat und so weiter.

    Letztere Option wäre für deinen Mann natürlich zunächst mit starken Kränkungsgefühlen behaftet, oder ähnlichem, aber langfristig würde ich denken, dass es für Dich, für Euch, und die Kinder aus dieser Beziehung viel, viel besser wäre. Dein Mann vergisst irgendwann, dass es nicht seine Gene sind....das ist doch auch nicht so wichtig. Besser, als eine unglückliche Frau an seiner Seite....

    Ungleich schwieriger ist es, wenn die Frau keine Kinder bekommen kann. leihmutterschaft ist ja in Deutschland kein Thema....
    Sperma gibt es an jeder Straßenecke gratis....Nein, das war jetzt natürlich Quark....aber es ist wirklich so:
    Labor funktioniert.

    Habt Ihr darüber mal gesprochen?
    Finde heraus, was für DICH wichtig ist und sage es Deinem Mann ehrlich!!!! Du kannst nicht nur auf ihn Rücksicht nehmen.
    Man lebt nur einmal.

    Heute weiß ich: ich liebe meinen Mann sehr, aber wer weiß....vielleicht trennt er sich irgendwann?
    Die Kinder werden sich nie freiwillig von Dir trennen und der (starke) Kinderwunsch einer Frau hat meines Erachtens Priorität VOR der Beziehung zu einem Mann.

    Ich wünsche Dir viel Kraft...
    LG,
    Piacentina


  6. #26
    Member Avatar von mollypolly
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    Liebe Anindita,
    ich weiß leider nicht, wie ich den Beitrag editieren kann. Ich habe vielleicht etwas voreilig Ratschläge gegeben, ohne Deine genaue Geschichte zu kennen.
    Ich hoffe, Du fühlst Dich nicht auf den Schlips getreten.
    Ich wollte Dir nur Hoffnung machen, dass es alles noch klappen könnte, besonders mit meiner Biotexcom-Empfehlung.
    Wie ich aus deinem Namen erahne, bist Du ja noch blutjung, Jahrgang 78.
    Ich habe bis ich dreißig war versucht, mit meinem ersten Partner ein Kind zu bekommen und das war eine sehr schlimme Zeit. Auch diese Unsicherheit, ob es denn jemals etwas werden würde.
    Wir haben damals aber noch nicht viel Diagnostik gemacht, da wir uns noch recht jung fanden und mein damaliger Partner gar nicht sooooo dringend wollte.
    Dann die zwei Fehlgeburten.....und unzählige negative Tests. Ich war mich sicher, dass es an mir liegt.
    Getrennt haben wir uns dann aus anderen Gründen.

    Mit 32 habe ich dann meinen jetzigen Mann getroffen und war - da ich ja null verhütete, weil ich dachte, es läge an mir - nach zwei Wochen schwanger.

    Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich möchte Dich nicht zum Fremdgehen oder Verlassen Deines Mannes auffordern, ok?

    Ich wollte Dir nur Mut machen, mit deinem Mann zusammen über die Samenspende nachzudenken, die wohl für euren Fall medizinisch in Frage käme und ja mit recht wenigen Nebenwirkungen verbunden ist. Viele lesbische Paare machen das ja auch...in meinem Freundeskreis kenne ich welche.

    Ich wünsche dir alles alles Gute!!
    Molly


  7. #27
    Member Avatar von Anindita
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    Vielen Dank für euren lieben Zuspruch!

    Wir haben schon alles Erdenkliche durchdacht! Pflegekind, Adoption, Samenspende, Leihmutterschaft... und der Name Biotexcom ist uns natürlich bekannt… leider alles keine Option für meinen Mann. Entweder klappt es so oder gar nicht.
    Ich beichte mal, ich habe auch schon ein Kuckuckskind gedacht aber finde es nicht fair aber daran gedacht habe ich schon!
    Da ich selber Psychiatrie Krankenschwester bin, habe ich echt Probleme zu einem Therapeuten zu gehen, man kennt sich halt!
    Ich versuche jeden Tag neu zu meistern, bisher klappt es! Der Kinderwunsch ist groß aber die Trennung von meinem Mann verspricht mir ja kein Kind.
    Ich bin nicht die Traumfrau, auf die ein Mann nur wartet!
    Also alles aufgeben, für so eine Unsicherheit?
    Eure Anindita


  8. #28
    Member Avatar von mollypolly
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    Hallo!

    Samenspende muss nicht immer mit Hormongabe assoziiert sein. Wenn bei der Frau alles in Ordnung ist, kann man es so probieren. Auch bei normaler Empfängnis durch GV ist die Chance schwanger zu werden nicht 100%. Ich kenne wie gesagt zwei lesbische Paare, bei denen hat es keine 2 Monate gedauert. Mit IVF kann man das wirklich absolut nicht vergleichen.
    Allerdings muss die Frau gesund sein, und die Spermaqualität gut.

    Sicherlich ist eine Trennung kein sicherer Weg zum Kind....aber jetzt alles nach Deinem Mann zu richten Suekim, finde ich auch schwierig.
    Man weiß doch nie, wie das Leben spielt.
    Das ist doch eine sehr sehr sehr entscheidende Frage des Lebens.
    Ich würde mit Deinem Mann nochmal ernsthaft sprechen.
    Vielleicht ist sein Kinderwunsch nicht so ausgeprägt wie deiner?
    Er könnte doch Dir zuliebe ein paar Versuche mit der Samenspendegeschichte versuchen.

    Kuckuckskind finde ich zwar auch heikel.....aber: Das gibt es auf der ganzen Welt, und Frauen haben das IMMER so gemacht, wenn der erwünschte Nachwuchs, Thronfolger, wie auch immer nicht kam.

    Wie gesagt Janine, es ist DEIN Leben.
    Wer weiß, wie es mit deinem Mann weitergeht....

    Eine Freundin von mir hatte mal eine Beziehung mit Kinderwunsch. Sie haben echt drei Jahre rumprobiert....sie war schon voll verzweifelt. Die Untersuchung ergab: sein Spermiogramm ist Müll. Eines Tages ist der Typ dann mit einer alleinerziehenden Mami von 4 Kindern durchgebrannt, Juhu! Das war toll.
    Gott sei Dank war sie erst 35, und hat relativ bald ihren jetzigen Mann kennengelernt und mit ihm zwei süße Jungs. Von ihr habe ich den Biotexcom-Link und beste Empfehlungen der Klinik.

    Nur um nochmal klarzumachen. Hör in Dich rein....wie wichtig ist Dir das?
    Du verzichtest Deinem Mann zuliebe.....letztlich.

    Alles Gute Dir

    Ps: ich arbeite auch im Medizinbereich und habe auch schon mal ne Therapie gemacht.....trau Dich, zur Not in einer Nachbarstadt.

    Alles Gute,
    Molly


  9. #29
    Junior Member Avatar von LadyGrey
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    Hallo zusammen!
    Wie ihr schon wisst, ich bin 37 Jahre alt und habe schon 2 gesunde Kinder die problemlos auf die Welt kamen. Die Jungs sind 9 und 6 Jahre alt.
    Was meint ihr:
    Der Vater meiner Kinder und ich haben uns vor 4 Jahren getrennt und ich habe neu geheiratet. Mein jetziger Mann ist 44 und er hat auch schon eine 17 Jahre alte Tochter. Nun versuchen wir schon seit 1 Jahr ein Kind zu zeugen, was auch immer funktioniert hat. Ich wurde immer schwanger.
    Allerdings endete die Schwangerschaft immer mit einer Fehlgeburt. Einmal in der 7. Woche, einmal in der 6. SSW und die letzte waren eineiige Zwillinge die in der 10. Endete weil kein Herzschlag mehr bei beiden vorhanden ist. Die Ausräumung wird morgen gemacht. Jetzt frag ich mich das kann doch kein Zufall sein? 3 mal eine Fehlgeburt hintereinander? Ich weiß, dass man es untersuchen lassen kann, aber das ist ja alles nervenaufreibend und kostet nur Zeit. Kann es sein das unsere Gene oder Chromosomen nicht zusammen passen oder das wir zu alt sind für gesunde Kinder???
    LG,
    LadyGrey


  10. #30
    Junior Member Avatar von kygo
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    Hallo Mädels,

    darf ich mich auch noch mal dazwischen quetschen? Ich muss was hierzu loswerden: "mich nervt gerade mal wieder, wie sehr mich das Thema beschäftigt" JAAA! Das ist genau das, was mich schon länger am allerallermeisten nervt! Man kommt nie los davon. Klar, ich unternehme immer noch viel (Kino, Konzerte, Restaurantbesuche etc.), beruflich (ich bin selbständig) hatte ich noch nie so viel zu tun wie im Moment, im Alltag läuft auf den ersten Blick alles wie immer. Aber im Hintergrund ist dieses Thema immer präsent (auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen), außerdem ist die Kiwubehandlung so zeitaufwändig, dass man es gar nicht vergessen kann, selbst wenn man es versuchen würde. Man muss zur bestimmten Uhrzeit zu Hause sein, um sich zu spritzen, man muss an bestimmten Tagen in die Klinik und anders als andere Arzttermine, kann man diese ja auch nicht verschieben, man muss immer um den eigenen Zyklus herumplanen. Das nervt mich tierisch! Vollkommen ironisch ist übrigens, dass mein ursprünglicher Plan lautete: So wenig Aufhebens wie nur möglich um die Schwangerschaft zu machen, leider zwingt mich mein Körper zu sehr viel Aufhebens.
    Bin gerade in der Warteschleife nach der zweiten Insemination, ich hatte eigentlich immer gehofft, dass es noch ohne IVF klappen würde, aber jetzt meinte die Ärztin, dass das Sperma so schlecht geworden ist (deswegen wollte sie mir auch keine Hoffnungen für diesen Zyklus machen), dass es wohl nur über IVF oder ICSI klappen wird. Klar, nehme ich die Termine stoisch hin und versuche, sie positiv zu sehen (und die Ärztin ist wirklich sehr nett), aber seit einem Jahr ständig zum Arzt zu rennen geht einem halt irgendwann mal auf die Nerven. Und auf das Wort "Zyklus" reagiere ich langsam allergisch. Und wir haben keinen Plan B – so wie mancher hier mit der Biotexcom-Klinik…. Leider….

    Liebe Grüße,
    Kygo (der die Ärztin übrigens für diesen Zyklus keine großen Hoffnungen gemacht hat)



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