Forum Kinderwunschmedizin



  1. #11
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    Guest
    Hallo Mia,
    du bist mit deinen Gefühlen hier im Forum nicht allein und ich hoffe, du fühlst dich hier gut aufgehoben. Mir gings damals auch voll mies, bei uns war nach 2 Versuchen schon Schluss, ich wills nicht nochmals durchmachen, diese ganzen Schei..hormone, und es hat sogar Probleme bei der Operation meines Mannes gegeben (TESE),und das Wechseln ins Ausland ist ziemlich schwer, alleine schon die Entscheidung zu treffen hat von uns Mut verlangt, da es geht nicht so von heut auf morgen. Wir konnten uns das Leben ohne Kind vorstellen und für den Abschied vom Kiwu, für diesen richtigen Trauerprozess waren wir noch nicht bereit. Also die (...)-Klinik blieb für uns die letzte Hoffnung. Bei mir hat dieser Gedanke ein Jahr gedauert: ich wollte damals eine Pause einlegen - ist gut, wenn du eine Pause machst, wenn du gesundheitliche Probleme hast, je mehr Abstand, desto eher öffnest du dich für neue Perspektiven und Möglichkeiten, klingt geschwollen, aber bei mir hat die Pausenzeit neue Überlegungen gebracht und mich für den Anfang in Kiew vorbereitet.
    Und noch was zu dieser Pause, was ich dir unbedingt sagen wollte:
    Ich hab mir damals bewusst eine Pause gegönnt und sagte mir - ok, ein paar Monate, dann war wieder diese Zeit vorbei und wieder sagte ich mir, nein es ist zu früh, und so gings dahin, und immer mehr gestaltete ich mir innerlich Gedanken über ein Leben als eine Familie mit Kind. Oder besser gesagt, machte ich diese Trauer und dieses Abschiedsnehmen (auch unbewusst) durch, um mich bereit für meine weiteren Behandlungen zu fühlen. Also meine bewusste Pause endete in einem Prozess, in dem ich mir überlegt habe, ob ich dann nach der Pause von ein paar Monaten wieder einen Versuch starten werde, hätt ich am Anfang sicher nein gesagt. Nach ein paar Monate Pause bin ich bei einem Ja gelangt und versuche, die neue Tür zu einem neuen Leben zu öffnen.
    Also das war mein Weg, eine bewusste Pause, die auch nur eine Pause hätte sein können, aber es war dann was anderes, eine neue Entscheidung für einen völlig neuen Versuch voller Hoffnung, Bangen und positive Energie.
    LG,
    Hoppipoppi
    Geändert von Redaktion familie.de (30.10.2017 um 12:11 Uhr)


  2. #12
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    Guest
    Hallo Mia,
    wollte Dir sagen, dass Deine Gedanken mir auch ganz verwandt vorkommen.

    Ich habe nur eine ICSI hinter mir, aber die hat zu einem 6-wöchigen Krankenhausaufenthalt geführt, bei dem ich zum Schluss eine Blutvergiftung hatte, wodurch meine Zwillinge gestorben sind. Danach wollte ich erst ganz schnell weitermachen, mein Gynäkologe hat mir dann gesagt, ich solle mal darüber nachdenken, was passiert ist, und erst ganz langsam habe ich zulassen können, überhaupt zu reflektieren, was ich in diesen Wochen erlebt habe. Danach war ich erst mal in einem Stadium, in dem ich immer nur gedacht habe, dass es eigentlich eine Anmaßung ist, auf diesem Weg unbedingt ein leibliches Kind bekommen zu wollen, es würden schließlich genug Kinder auf dieser Welt sein, die schon geboren sind, und ein Zuhause suchen (was ich jetzt nicht mehr anmaßend finde, wir Menschen sind eben komisch gestrickt). Sah mich dann schon als Adoptivmutter eines ganzen Dorfes von Kindern, ha, ha. Dann kam eine Phase, in der ich gedacht habe, ach was, ich kann auch ohne Kind glücklich sein und bin halt ne coole Berufstätige und Ehefrau (solche gibts ja auch!). Abscheu vor den für IVF/ICSI notwendigen Eingriffen und gynäkologischen Untersuchungen habe ich seitdem ohnehin. Seit zwei Jahren denke ich morgens und abends (und wenn Zeit ist zwischendurch) über dieses Thema nach, gucke regelmäßig in Adoptionsforen, in KIWU-Foren und auch bei der Seite (Leihmutterschaftsfrage)und lasse so auf mich wirken, was das emotional so bei mir auslöst. Letzten Oktober habe ich mich wieder in einem KIWU-Zentrum vorgestellt, wollte mal wissen, wie ich das finde, danach war ich über mehrere Tage so aus dem Konzept mit Schlaflosigkeit und allem möglichen, dass mir klar war, dass das nicht der richtige Zeitpunkt für einen neuen Versuch ist. Habe dann beschlossen, dass ich eben so lange mit einer Entscheidung warte, bis ich damit mit mir weitestgehend im Reinen bin. Und bin über das Warten und Sondieren in alle Richtungen auch innerlich etwas ruhiger geworden, auch wenn mir meine Nerven innerlich immer noch mal durchgehen. Ich mache mich durchaus mit dem Gedanken vertraut, dass es bei uns vielleicht nie klappen wird und sehe das wie eine Krankheit, die einem ja als Schicksalsschlag nun mal begegnen kann und bei anderen eine Krebserkrankung oder ein Unfall ist. Hilft nichts, da zu fragen, warum, ist einfach so. Bleibt uns dann nichts anderes, als damit fertig zu werden und uns unsere Zeit auf dieser Welt trotzdem gut zu stricken. Klar geworden ist mir aber in den zwei Jahren jetzt schließlich auch ganz eindeutig, dass ich schon irgendwie ein Kind großziehen will, auch, wenn ich von meinem Wunsch, ein leibliches Kind zu bekommen, dann Abschied nehmen muss. Das ist aber eine ganz persönliche Sache und für viele bestimmt auch nicht der richtige Weg.

    So, jetzt habe ich einen riesigen Erguss losgelassen.

    Was ich glaube ist, dass Du
    1. Dir Zeit geben musst, innerlich alles zu verarbeiten, das braucht Zeit, Du hast viel Kummer zu verarbeiten, einen Daueroptimismus finde ich persönlich eher merkwürdig; Dir Zeit zu geben heißt meiner Meinung aber nicht, dass Du in dem Thema tatenlos bleiben musst
    2. Es meiner Meinung nach auch egal ist, ob Du schon 36 Jahre bist (ich kenn die Statistiken, aber ich kenne auch genügend Leute, die mit 48 oder später nach IVF/ICSI oder EZS schwanger geworden sind)
    3. wir ein leibliches Kind, egal ob 26, 28, 34 oder 48 Jahre alt, nicht erzwingen können (wie man auch die Gesundheit nicht erzwingen kann) und
    4. deswegen Gedanken darüber, ob Du dann lieber ohne Kind bleiben möchtest oder eins adoptieren (eine Leihmutter beauftragen) willst, meiner Meinung nach nicht verkehrt sind.
    Bleib gut zu Dir und sei geduldig mit Dir (und Deiner Umwelt!)
    Manchen kann ein Psychologe in solchen schweren Situationen wirklich gut helfen.

    Ich hoffe, meine Zeilen können Dich ein bisschen trösten, ich fühle mit Dir!
    LG,
    Kustusch
    Geändert von Redaktion familie.de (30.10.2017 um 12:12 Uhr)


  3. #13
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    Guest
    Hallo Mia,

    ich kann dich so gut verstehen!!! Auch ich kann mich mit meinen bereits 43 Jahren immer noch nicht damit abfinden, dass ich wohl nie ein leibliches Kind haben werde. Denn dieses Schicksal ist dann leider nicht das erste, was ich lernen muss zu akzeptieren.
    Mein erstes einschneidendes Erlebnis hatte ich 1989 im Alter von 27 Jahren. Ich erkrankte am sog. Morbus Hodkgin, einer bösartigen Lymphknotenveränderung. Zu dieser Zeit war ich bereits vier Jahre mit meinem jetzigen Mann zusammen und wir hatten so normale Pläne wie heiraten und Familie. Das trat nun alles in den Hintergrund, denn ich musste und wollte erst mal gesund werden. Nach drei Monaten täglicher Bestrahlung haben mir die Ärzte geraten, mindestens 5-7 Jahre mit einer Schwangerschaft zu warten, da ein neuer Ausbruch dieser Krankheit in diesem Zeitraum lt. Statistik relativ hoch ist. Glücklicherweise hat sich dieser Krebs bei mir nie wiederholt und nach 10 Jahren galt ich als geheilt. Mit Mitte dreißig haben wir dann natürlich erst unsere Familienplanung in Angriff nehmen können. Als ich dann nach über einem Jahr immer noch nicht schwanger wurde, haben wir uns an die Reproduktionsmediziner gewandt. Angefangen haben wir mit ICSI. Nach fünf erfolglosen Versuchen habe ich mir gedacht, dass irgendwas nicht stimmt. Meine letzte 6. ICSI liegt schon ein paar Jahre zurück. Denn erst bei diesem sechsten Versuch, bei dem in einer anderen Praxis unter Vollnarkose mein Muttermund geweitet werden musste, hat mich der dort behandelnde Arzt erst mal auf das große Risiko aufmerksam gemacht, dass man mir ohne Weitung des Muttermundes die Gebärmutter hätte verletzen können, so dass sie letztendlich hätte entfernt werden müssen. Trotz aller gesundheitlicher Gefahren und Bedenken meines Mannes, verspüre ich zwischenzeitlich immer wieder den Wunsch, es noch ein letztes Mal zu versuchen. Doch bei dem Wunsch ist es bis heute geblieben...... Seit September 2015 überlegen wir uns, ob wir vielleicht ein LeihmutterschaftsProgramm bei der (...)-Klinik machen möchten (Da wir beide über 40 sind, sind die Chancen z. B. für eine Adoption gleich null). Ich glaube, wir verwirklichen unsere Kiwu-Pläne noch in diesem Jahr.
    Liebe Grüße,
    Hironaka
    Geändert von Redaktion familie.de (30.10.2017 um 12:12 Uhr)


  4. #14
    Junior Member Avatar von jasminpranke
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    25.09.2017
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    13

    Hallo Allegra :-)

    Du hast schon viele gute Ratschläge bekommst, ich kann nur hinzufügen, dass das aus ner Klinik hängt. Zum Beispiel möchte ich in ner ausländischer Klinik versuchen (btw ich denke an Invimed in Posen/Polen) und in Invimed gibt es zuerst das erste Gespräch über Skype. Du kannst zu nem Arzt und ner Betreuerin die Informationem sagen und nen Plan bestimmen (Untersuchungen usw.). Es dauert ungefähr 1ne Stunde.

    Viel Erfolg!


  5. #15
    Member Avatar von Karima55
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    48
    Auch wir hatten vor kurzen unseren ersten Termin bei der KiWu. Wir mussten davor erst einmal einen langen Fragebogen ausfüllen, wegen Krankheiten, Familienstand etc. Danach wurde besprochen, was für Untersuchungen vor einer künstlichen Befruchtung gemacht werden müssen und man hat sich ein wenig beschnuppert. In den nachfolgenden Tagen wurden bei mir folgende Untersuchungen gemacht: Blutentnahme (auch wegen HIV und Hepatitis), bei der Blutuntersuchung wurden gleich meine Schilddrüsenwerte kontrolliert, weil ich einen kalten Knoten habe. Ich wurde gewogen und weil ich Übergewicht habe, musste ein spezieller Bluttest gemacht werden und ein Glucosetest wegen evtl. erhöhten Blutzucker. Beides zusammen hat mich ca. 75 Euro gekostet. Zu guter Letzt, wurde bei mir noch eine Echovistuntersuchung gemacht, damit wird überprüft, ob die Eileiter durchgängig sind. Am 21. ZT muss ich wieder hin, wegen einem Hormoncheck (Überprüfung ob ich einen ES hatte). Meinem Mann wurde Blut abgenommen, auch wegen HIV, Hepatitis und Hormonen und ein neues SG musste er machen lassen. Das war’s bei ihm. In zwei Wochen haben wir ein Ergebnisgespräch und dann wird uns mitgeteilt, welches Verfahren und welche Kosten auf uns zukommen.



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