Forum Kinderwunschmedizin



  1. #1
    Junior Member Avatar von Thaikati
    Registriert seit
    10.09.2017
    Beiträge
    2

    Unerfüllter Kinderwunsch und Abschied.......

    Ein trauriges Hallo an alle,

    nach dem ich gefühlt alles durch habe an Krankheiten und auch an Befruchtungen muss ich nun Abschied nehmen.

    Ich bin Anfang 30, habe Chlamydien in jungen Jahren gehabt. Eine Eileiterschwangerschaft mit vorgegangen Entzündung und anschließender Laborskopie. Hatte Polypen mit Ausschabung und insgesamt 3 Gebärmutterspiegelungen. Einmal war ich schwanger nur war es dann eine Fehlgeburt, die auch ausgeschabt wurde.

    Seit 4 Jahren habe ich untypische Zwischenblutungen und einen schlechten amh -Wert.

    Ich habe 5 gvnp durch und 2x ivf. Ich bin inzwischen negativ gestimmt deswegen wird die letzte ivf nichts mehr.

    Wir haben uns für eine Adoption eingeschrieben aber seit 9 Jahren gab es keine in unserem Landkreis. Wir stehen außerdem an 5 stelle.

    Wir haben nicht viel Geld und eine Auslandadoption ist mega teuer.

    Seit dem ich langsam den weg ohne Kind einschlage brauche ich nichts mehr. Ich gehe arbeiten, weil ich es muss. Ich bin nett zu allen und mache gute Miene zum bösen Spiel. Zuhause möchte ich nichts mehr machen. Ich bin faul und träge. Da wir Schulden für das haus haben, können wir selten irgendwohin gehen.

    Ich kann mein Leben nicht annehmen. Unsere Nachbarn bekommen Kinder auf Arbeit sind alle Mütter. Nur wir sind Außenseiter. Das wird wohl auch so bleiben.

    Diese Sprüche was wäre ein Leben ohne Kinder oder der wahre Sinn des Lebens sind Kinder machen mich hilflos. Denn demnach ist mein Leben ein nichts ohne Kinder und völlig sinnlos.

    Am liebsten wäre ich nicht da. Die Sprüche machen mich fertig. Nur für mich leben bringt mir keine Erfüllung.

    Ich habe die meisten Freunde mit Kind hinter mir gelassen. Meide soweit es möglich ist die Gesellschaft.

    Ich kann natürlich einiges ändern und dazu stehen. Aber ich bleibe immer links liegen ich kann nicht mitreden.

    Ich möchte es so nicht... es ungerecht, dass alles für mich ein Ende hat. Jetzt schon wo andere erst loslegen.

    Ich wollte nie eine alte Mutter sein. Inzwischen wäre ich glücklich jemals Mutter zu sein.

    In jungen Jahren war ich immer recht wählerisch. Meinen erstes mal hatte ich erst mit 19. Den Sex hatte ich nur, weil ich keine Jungfrau mehr sein wollte. Der Zeitpunkt war wirklich schlecht es war nicht schön. Mit dem Typen war ich knapp einem Monat zusammen.

    Dann lernte ich fast ein Jahr später einen Mann kennen. Der zwar nicht mein Traummann war, der aber in Ordnung war. Die Arbeitskollegin meiner Mutter war mit seiner Familie befreundet und fand ihn immer ganz toll. Nach nem Monat hab ich mit ihm geschlafen. Wir haben keine Kondome benutz. 3 Monate später hatte ich Chlamydien. Er sagte mir, dass er vor mir eine kurze Beziehung hatte mit der er auch nicht verhütet hat. Und das Mädchen hat wohl beim ersten Treffen mit ihm geschlafen. So toll war der Typ also gar nicht... es war eine schlimme Zeit. Die Ärzte sagten mir, dass ich nicht auf natürlichem Wege ss werden kann. Ich dachte ich muss mit dem Mann zusammen bleiben. Die Geschichte brachte ein Stein in die Beziehung. Nach 2.5 Jahren trennte er sich von mir und nach 3 Wochen hatte er wieder eine neue, mit der er heute noch zusammen ist.

    Ich hingegen habe getrauert. Hatte Angst ne neue Partnerschaft eizugehen. Hatte Angst was schlimmeres zu bekommen. Ich war 3 Jahre single, bis ich meinen jetzigen Partner traf. Wir haben anfangs mit Kondomen verhütet. Dann als er auch ohne wollte hatte ich mega Angst. Aber es lief alles gut.

    Die Ärzte hatten übrigens unrecht. Mit meinem jetzigen Partner wurde ich mit gvnp schwanger. Leider ne fg. Ich bin inzwischen von vorne bis hinten untersucht worden. Alles in Ordnung sogar Eileiter sind frei.

    Aber was die Ärzte mir damals an den Kopf warfen war schlimm... nun holt es mich ein. Ein Leben ohne Kinder. Amh schlecht... vorzeitige Wechseljahre.

    Danke fürs durchlesen.
    ThaikatiEin trauriges Hallo an alle,

    nach dem ich gefühlt alles durch habe an Krankheiten und auch an Befruchtungen muss ich nun Abschied nehmen.

    Ich bin Anfang 30, habe Chlamydien in jungen Jahren gehabt. Eine Eileiterschwangerschaft mit vorgegangen Entzündung und anschließender Laborskopie. Hatte Polypen mit Ausschabung und insgesamt 3 Gebärmutterspiegelungen. Einmal war ich schwanger nur war es dann eine Fehlgeburt, die auch ausgeschabt wurde.

    Seit 4 Jahren habe ich untypische Zwischenblutungen und einen schlechten amh -Wert.

    Ich habe 5 gvnp durch und 2x ivf. Ich bin inzwischen negativ gestimmt deswegen wird die letzte ivf nichts mehr.

    Wir haben uns für eine Adoption eingeschrieben aber seit 9 Jahren gab es keine in unserem Landkreis. Wir stehen außerdem an 5 stelle.

    Wir haben nicht viel Geld und eine Auslandadoption ist mega teuer.

    Seit dem ich langsam den weg ohne Kind einschlage brauche ich nichts mehr. Ich gehe arbeiten, weil ich es muss. Ich bin nett zu allen und mache gute Miene zum bösen Spiel. Zuhause möchte ich nichts mehr machen. Ich bin faul und träge. Da wir Schulden für das haus haben, können wir selten irgendwohin gehen.

    Ich kann mein Leben nicht annehmen. Unsere Nachbarn bekommen Kinder auf Arbeit sind alle Mütter. Nur wir sind Außenseiter. Das wird wohl auch so bleiben.

    Diese Sprüche was wäre ein Leben ohne Kinder oder der wahre Sinn des Lebens sind Kinder machen mich hilflos. Denn demnach ist mein Leben ein nichts ohne Kinder und völlig sinnlos.

    Am liebsten wäre ich nicht da. Die Sprüche machen mich fertig. Nur für mich leben bringt mir keine Erfüllung.

    Ich habe die meisten Freunde mit Kind hinter mir gelassen. Meide soweit es möglich ist die Gesellschaft.

    Ich kann natürlich einiges ändern und dazu stehen. Aber ich bleibe immer links liegen ich kann nicht mitreden.

    Ich möchte es so nicht... es ungerecht, dass alles für mich ein Ende hat. Jetzt schon wo andere erst loslegen.

    Ich wollte nie eine alte Mutter sein. Inzwischen wäre ich glücklich jemals Mutter zu sein.

    In jungen Jahren war ich immer recht wählerisch. Meinen erstes mal hatte ich erst mit 19. Den Sex hatte ich nur, weil ich keine Jungfrau mehr sein wollte. Der Zeitpunkt war wirklich schlecht es war nicht schön. Mit dem Typen war ich knapp einem Monat zusammen.

    Dann lernte ich fast ein Jahr später einen Mann kennen. Der zwar nicht mein Traummann war, der aber in Ordnung war. Die Arbeitskollegin meiner Mutter war mit seiner Familie befreundet und fand ihn immer ganz toll. Nach nem Monat hab ich mit ihm geschlafen. Wir haben keine Kondome benutz. 3 Monate später hatte ich Chlamydien. Er sagte mir, dass er vor mir eine kurze Beziehung hatte mit der er auch nicht verhütet hat. Und das Mädchen hat wohl beim ersten Treffen mit ihm geschlafen. So toll war der Typ also gar nicht... es war eine schlimme Zeit. Die Ärzte sagten mir, dass ich nicht auf natürlichem Wege ss werden kann. Ich dachte ich muss mit dem Mann zusammen bleiben. Die Geschichte brachte ein Stein in die Beziehung. Nach 2.5 Jahren trennte er sich von mir und nach 3 Wochen hatte er wieder eine neue, mit der er heute noch zusammen ist.

    Ich hingegen habe getrauert. Hatte Angst ne neue Partnerschaft eizugehen. Hatte Angst was schlimmeres zu bekommen. Ich war 3 Jahre single, bis ich meinen jetzigen Partner traf. Wir haben anfangs mit Kondomen verhütet. Dann als er auch ohne wollte hatte ich mega Angst. Aber es lief alles gut.

    Die Ärzte hatten übrigens unrecht. Mit meinem jetzigen Partner wurde ich mit gvnp schwanger. Leider ne fg. Ich bin inzwischen von vorne bis hinten untersucht worden. Alles in Ordnung sogar Eileiter sind frei.

    Aber was die Ärzte mir damals an den Kopf warfen war schlimm... nun holt es mich ein. Ein Leben ohne Kinder. Amh schlecht... vorzeitige Wechseljahre.

    Danke fürs durchlesen.
    Thaikati


  2. #2
    deaktiviert
    Guest
    Hallo,

    deine hier gezogene "Lebensbilanz" liest sich wirklich sehr traurig. Trotzdem gehe ich davon aus, dass dein Leben auch andere Facetten zu bieten hatte und noch haben wird.
    Leider hat sich deine Lebensplanung (Kinder) bis jetzt nicht erfüllt, das ist sicher ein schwerer Schlag und benötigt Zeit der Verarbeitung.
    Du schneidest viele Themen an, man kann Trauer, Wut und Enttäuschung als Hauptthemen erkennen.
    Vielleicht sind das Hinweise, dass du dir diese Themen etwas genauer anschauen solltest, bevor du dich mit den nächsten Lebensplänen auseinandersetzt.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann bist du zurzeit noch in einem aktuellen Versuch.
    „Ich bin inzwischen negativ gestimmt deswegen wird die letzte ivf nichts mehr.“
    Hier vertrete ich eine andere Auffassung, deine innere Einstellung hat nichts mit dem Erfolg/Nichterfolg zu tun. Dein Glaubenssatz begünstigt den Weg weiterer Schuldgefühle. Vielleicht könntest du hier eine andere Herangehensweise ausprobieren. Was kannst du während des Versuchs Gutes für dich tun? Was könnte deine Grundstimmung etwas verbessern? Was brauchst du in dieser Zeit von deinem Partner?
    „Ich kann mein Leben nicht annehmen. Unsere Nachbarn bekommen Kinder auf Arbeit sind alle Mütter. Nur wir sind Außenseiter. Das wird wohl auch so bleiben.“
    Hier stellt sich die Frage, ob du dein komplettes Leben oder dein jetziges Leben ohne Kinder nicht annehmen kannst? Der Umgang bzw. die Gestaltung der eventuellen neuen Lebenssituation benötigt Zeit. Es ist ein Prozess, den man, vielleicht mit Unterstützung von außen, gestalten kann. Dieser Prozess ist sicherlich nicht nur einfach und schmerzfrei, kann aber aus meiner Sicht nicht übersprungen werden.

    Wer macht dich zum Außenseiter? Ja, du kannst dich nicht über ein Leben mit eigenen Kindern austauschen. Macht dieser Punkt dich wirklich zur Außenseiterin? Es ist ein Punkt, nicht mehr oder weniger. Ich bin mir sicher, dass dich viel mehr ausmacht, als die Kinderlosigkeit.

    Wie schätzt die Klinik eure Situation ein? Falls du mit deiner Kiwu unzufrieden bist, würde ich dir gerne meine Kiwu empfehlen: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbg ... xTYJhtR0rA
    LG,
    Alejandra


  3. #3
    deaktiviert
    Guest
    Ich finde das Zwischenfazit deines Lebens auch sehr traurig und negativ. Ich hoffe sehr für dich, dass das nicht alles war und du gerade in deiner Hilflosigkeit und Traurigkeit den Rest nur nicht siehst. Meist verfasst man solche Posts wie deinen ja doch in den dunkleren Stunden.

    Was die 3. IVF angeht stimme ich meiner Vorrednerin zu. Hoffnungslosigkeit und ein schlechtes Gefühl beeinflussen das Ergebnis nicht. Statt deshalb ("weils eh nicht klappt" ) nun einfach drauf los zu machen, um es hinter sich zu bringen würde ich mir für die nächste Behandlung etwas Zeit lassen, um ganz konkret diese Chlamydiengeschichte zu recherchieren. Bei www.klein-putz.de kenne ich mehrere Frauen, die trotz komplexerer Chlamydiengeschichten schwanger wurden und blieben. Da würde ich mal nach Erfahrungsberichten und Erfolgs"rezepten" fragen.

    Außerdem kann ich nicht müde werden, wieder zu betonen, dass mit 2 IVFs und Kryos das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Das alles kostet Geld, Zeit und Nerven. Ja. Das habe ich selbst erlebt (auch ohne viel Geld, die ersten Jahre sogar noch im Studium). Aber Chancen bestehen auch darüber hinaus noch. Vielleicht war "einfach nur" der richtige Embryo noch nicht dabei (ein Fall, der mich überzeugt hat, weiter zu machen: http://de.newseurope.info/?p=48830).

    Ich würde zusätzlich sehr ans Herz legen, eine Beratung oder einen Psychologen aufzusuchen, um mit allem, was du erlebt hast und dich belastet zu lernen zu leben und in Zukunft wieder häufiger glücklich sein zu können - unabhängig von einem Kind. Nach allem, was war, würde es das Kind nicht gut machen. Man ist nicht nach der Geburt endlich glücklich und zufrieden und mit allem anderen ausgesöhnt, weil man endlich hat, was man wollte. Im Gegenteil: dann geht's erst richtig los. Das Leben mit Kind kann zu einer zusätzlichen Belastung werden, denn Konflikte (innere, mit dem Partner oder dem Kind) werden noch zu den ganzen anderen Baustellen dazu kommen und dann braucht man Kraft, diese zu lösen. Beratung oder Therapie können dir helfen damit umzugehen. Jetzt hast du die Zeit dafür noch deutlich mehr als später.

    Ich wünsche dir Erfolg bei der 3. IVF. Sollte das nicht klappen, könntet ihr euch noch in Richtung Embryonenspende informieren (da du erwähnt hast, dass Auslandsado aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommt). Diese hat einige Vorteile ggü. der Auslandsadoption, muss aber natürlich auch gut überlegt sein, ob beide Partner das so möchten.

    LG,
    Kustusch


  4. #4
    Junior Member Avatar von Ukulele
    Registriert seit
    18.02.2017
    Beiträge
    16
    Deine Geschichte klingt hart und resigniert, du hast auch schon vor der Kinderwunschbehandlung was durchgemacht.

    Ich bin nicht mal die Hälfte deines Weges gegangen, stehe jedoch an gleicher Stelle.
    Ich habe mich in einigen Sätzen wiedergefunden, danke dafür.
    „Seit dem ich langsam den weg ohne Kind einschlage brauche ich nichts mehr.

    Diese Sprüche was wäre ein Leben ohne Kinder oder der wahre Sinn des Lebens sind Kinder machen mich hilflos. Denn demnach ist mein Leben ein nichts ohne Kinder“.
    Ich habe auch das Gefühl nichts mehr zu brauchen, allerdings in dem Sinn, dass ich befreiter bin. Es hat sich verändert, was mit wichtig ist.
    Und auch ich habe mich gefragt, was es nun für mein Leben bedeutet, keine Kinder zu haben. Sprüche wie die oben zeugen von wenig Verständnis und Einfühlungsvermögen, von solchen Menschen brauch ich keine Beurteilung.
    Was genau hindert dich?
    Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass nichts schief gehen kann? (von den extrem Fällen wie der von Raunigk möchte ich hier nicht reden, Entschuldigung, liebe Kustusch, obwohl ich in diesem Fall die Arbeit der Ärzten einfach bewundere).

    Ich wünsche dir, dass Du deinen Wert spürst, ob mit oder ohne Kind.
    Ganz ehrlich, der ganze Weg zerrt an meinen und wie du es beschreibst auch an deinen Kräften.

    Danke dir fürs Posten!
    Ukulele
    Geändert von Redaktion familie.de (30.10.2017 um 12:10 Uhr)


  5. #5
    deaktiviert
    Guest
    Hallo Piacentina,

    es tut mir sehr leid, dass du das schon wieder durchmachen musst.

    Ich glaube, ich erinnere mich an dich. Als die FG deiner Zwillinge passierte, trieb ich mich auch gerade viel im Forum herum, weil ich nach meiner EZS im Ausland in der Frühschwangerschaft und entsprechend nervös war.

    Ich würde (zusätzlich) eine Gerinnungsambulanz konsultieren. Insbesondere die Sache mit den Hämatomen und Blutungen finde ich seltsam. Da haben Gerinnungsambulanzen die Möglichkeit, diverse Störungen, Syndrome usw. abzuklären. Soweit ich weiß, sind diese Untersuchungen für dich kostenlos. Zumindest bei mir war das damals so und mich haben sie wirklich ganz genau durchgecheckt. Einen Überweisungsschein würdest du brauchen und je nach Gerinnungsambulanz kann der Termin zur Erstkonsultation auch mal eine längere Vorlaufzeit haben.
    Falls du bereits in einer Gerinnungsambulanz in Betreuung bist, vergiss mein Posting bitte gleich wieder.
    Vielleicht liegt es auch einfach an den Kryos?
    Vielleicht wird nicht jede Frau mit Kryos schwanger? Bei mir funktioniert der künstliche Zyklus glaub ich z.B. nicht so gut...
    Bei mir kam es nur bei Frischtransfers zu Schwangerschaften, sonst immer nur biochemisch...
    Geld ist mir mittlerweile einfach egal. Ich hab jetzt gehört, dass es wohl Studien gibt, in denen unabhängig von einer Diagnose IVIGs bei habituellen Aborten gegeben wird, mit einer guten Baby-take-Home-Rate.
    Gibt es irgendeinen Vorteil von Intralipid ggü IVIGs abgesehen vom Preis?


    Für die kommende Zeit wünsche ich dir viel Kraft und irgendwann auch wieder den Mut, nach vorne zu schauen.

    LG,
    Memale
    Geändert von Redaktion familie.de (30.10.2017 um 12:11 Uhr)


  6. #6
    Junior Member Avatar von babulex
    Registriert seit
    28.10.2017
    Beiträge
    27
    Kann dich so gut verstehen. Wir haben uns Anfang des Jahres endgültig vom eigenen Kind verabschieden müssen. Haben zwar einige Behandlungen gemacht aber jeweils nur Inseminationen. Jeder erfolglose Versuch war ein scheibchenweises Abschiednehmen, aber das endgültige Abschiednehmen ist ganz schön schwer. Am Anfang nach dem letzten Versuch hatte ich neben dem Schmerz zunächst auch Erleichterung gespürt, dass jetzt der ganze Stress mit Behandlungen, Blutabnahmen, sich Spritzen, US-Untersuchungen, das lange Warten während der 14 Tage bis zum SST etc. ein Ende haben. Im Moment spüre ich von der Erleichterung leider nicht mehr allzu viel.
    Manche Tage komme ich ganz gut damit klar und dann stürzt alles wieder über mir.
    Ich habe keine Lust zum Feiern, gehe zwar zu Einladungen, aber Partys geben mir z. Zt. überhaupt nichts. Ich habe beschlossen, mir ein Trauerjahr zu nehmen, trage jetzt auch mehr schwarz als früher und irgendwie hilft es mir ein bisschen. Ist nur schwer, das anderen zu erklären, z.B. dass ich keine Lust habe zu tanzen, wo ich das doch sonst so gerne gemacht habe. Einigen kann ich das auch erklären, aber jedem will ich natürlich auch nicht davon erzählen, z.B. im Kollegenkreis wissen es manche, andere nicht. Das ist für mich sowieso eines der größten Probleme: dass andere, v.a. diejenigen, die problemlos Eltern geworden sind, den Schmerz kaum nachvollziehen können und ich mich auch noch rechtfertigen muss dafür, wie es mir geht. Du bist nicht allein mit deinem Schmerz, hier in diesem Forum fühlen viele wie du. Fühl dich umarmt und getröstet



Du befindest dich hier: