Forum Kinderwunschmedizin



  1. #1
    Junior Member Avatar von Jamare
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    SchilddrüsenProblem?? Bin ratlos.....

    Hallo ihr Lieben,

    mein Lebensgefährte und ich sind seit ca 1,5 Jahren am Kinder wünschen. Meine Periode ist sehr unregelmäßig, anfangs dachte ich, es kommt von der Pille und pendelt sich schon irgendwie ein. Nun meinte mein Frauenarzt, ich soll doch einmal die Schilddrüse untersuchen lassen. Gesagt, getan - ich bekomme vom Hausarzt die Rückmeldung, es wäre alles in Ordnung, der Wert liege bei 3,7 und damit im Normbereich. Mein Frauenarzt hat mich jedoch vorgewarnt und erklärt, dass auch Werte über 2 die Schwangerschaft erschweren können.

    Nun dreht sich gerade alles bei mir. Ist etwas bei mir nicht in Ordnung? Der nächste FA Termin ist erst wieder eine Weile hin und ich habe so viele Fragen im Kopf. Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Thema? Was passiert jetzt? Muss ich noch einmal zum Spezialisten?

    Mich würde sehr interessieren, ob sich hier jemand damit auskennt und einmal ihren eigenen Weg dazu schildern kann.
    LG und schönen Tag an alle,
    Jamare


  2. #2
    Junior Member Avatar von Piacentina
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    Hallo Jamare,

    also Frauenärzte, die in Sachen Kinderwunsch fit sind, raten dazu, diesen Wert bei um 1 drumrum zu halten.

    Hab aber bitte keine Sorge, das läßt sich durch entsprechende Medikamente falls notwendig erreichen!

    Bei mir wurde damals bei ähnlichen Werten eine Unterfunktion der Schilddrüse festgestellt - das ist enorm verbreitet, ich nehme dann das Mittel ein, das die Schilddrüse selber nicht ausreichend herstellt, und gut ist.

    Symptome hatte ich gar keine, aber da meine Mutter, Schwester und die halbe Familie eine Unterfunktion hatten, hab ichs halt mal checken lassen.

    Du solltest aber unbedingt einen Spezialisten (Endokrinologen) aufsuchen und Deine Schilddrüse untersuchen lassen, damit Du eine ordentliche Diagnose und ggf. das entsprechende Medikament bekommst, falls das Ding in deiner Kiwu-Klinik nicht gecheckt wird (in meiner Kiwu – Biotexcom, Ukraine – wird alles gründlich vor dem Beginn der Behandlungen gecheckt ohne dass die Kunden dafür extra bezahlen müssen).

    Der Spezialist wird durch genaue Blutwerte, Abtasten und Ultraschall feststellen,
    was Deine Schilddrüse so treibt.

    Ob Deine unregelmäßige Periode nun an der Schilddrüse hängen kann, weiß ich leider auch nicht, bei mir hatte das gar keinen Einfluss, aber ich empfehle immer, sich parallel zur Diagnostik aus der Drogerie Eisprungtests zu holen und über ein paar Monate zu testen.

    Dann weiß man, ob und wann der Eisprung stattfindet.

    Falls Dein FA Deine sonstigen Hormonwerte noch nicht kontrolliert hat, würde ich da auch nochmal nachhaken.

    Aber wie gesagt, hab keine Angst wegen Deiner Schilddrüse, das ist echt nix wildes!
    LG,
    Piacentina


  3. #3
    Member Avatar von memale
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    Hallo Jamare,

    Eichhörnchen hat eigentlich schon alles gesagt.

    Fürs normale Leben ist ein TSH-Wert von unter 4 gut, beim Kinderwunsch sollte er aber um die 1 sein, muss dann auch während der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert werden, da sich der Bedarf ändert.

    Gut wäre wirklich, wenn du zu einem Endokrinologen oder Nuklearmediziner gehst. Die können auch einen Ultraschall der Schilddrüse machen und nehmen noch die sogenannten freien Werte ab, neben dem TSH.
    Es gibt auch spezielle Formen der Schilddrüsenerkrankungen, ich habe Hashimoto, das ist eine Autoimmunkrankheit. Ist aber auch nicht weiter schlimm, wenn man in guter Behandlung ist und auf sich achtet.
    Lässt sich aber alles regeln mit Tabletten, ich merke eine Unterfunktion an vermehrtem Haarausfall und eine Überfunktion an "dollen 5 Minuten" am Abend (Also, ungefähr läuft das dann so ab:

    Ich: "*Gähn* ich geh ins Bad und dann ins Bett"
    Mann: "Ich muss noch kurz was fertig machen, dann komm ich auch"
    10 Minuten später renn ich mit der Katze um die Wette durch die Wohnung.
    Mann).
    Auch Müdigkeit / Antriebslosigkeit kann sich dadurch verbessern!
    Die Tabletten sollten regelmäßig genommen werden, morgens eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Es dauert ein bisschen, bis die Wirkung eintritt.
    LG,
    Memale
    PS @Piacentina Habe die Biotexcom-Klinik gegoogelt, den Service alles vor den Behandlungen checken gibt’s bei denen tatsächlich und ist im Preis der Behandlungen einkalkuliert.


  4. #4
    Junior Member Avatar von Kustusch
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    Hallo alle, hallo Jamare,
    habe dein Post gelesen und die ganze Zeit überlegt, ob ich das Faß aufmache, aber nun tue ich es einfach und hoffe, ich mache dir dadurch nicht zusätzlich Angst.
    Wenn du nun wegen der Schilddrüse das Gefühl hast "ja, es ist gut, das alles mal medizinisch abklären zu lassen" und du deinem Frauenarzt nicht 100%ig vertraust, empfehle ich euch den Besuch in einer Kinderwunschpraxis (falls es nicht so wie im Fall der Biotexcom-Klinik ist – hat jemand schon erwähnt – dass alles vor dem Behandlungsbeginn gecheckt wird, dann musst du den Service extra bezahlen). Das ist erstmal wirklich gar nicht schlimm, sehe sie einfach als Spezial-FAs. Da kommt keiner gleich mit einer Petrischale um die Ecke, um was zu entnehmen und zu befruchten.

    In einem ersten Gespräch geht es um die Vorgeschichte (und da sind 1,5 Jahre auf eine Schwangerschaft warten in jedem Falle Grund genug für eine weitere Abklärung), es gibt eine Blutentnahme mit ein paar mehr Hormonen (FSH, LH, Östrogene usw.) und bei deinem Partner wird es ein Spermiogramm geben (wenn die KiWu nicht so weit weg ist, kann das auch zu Hause in Ruhe erledigt werden).
    Gerade beim unregelmäßigen Zyklus kann man dann noch ein Monitoring machen, dann gehst du in regelmäßigen Abständen zum Blutabnehmen und es wird geschaut ob sich die Hormone richtig verändern im Laufe vom Zyklus.
    Mehr passiert da erstmal nicht, erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, schaut man was man tun kann, vielleicht liegt es bei euch ja "nur" an der Schilddrüse, vielleicht aber noch an einer anderen Sache und da wäre es in meinen Augen, verschwendete Zeit sich jetzt nur auf den TSH zu fixieren.

    Ich hoffe wirklich, du nimmst mir das jetzt nicht übel. Denk in Ruhe darüber nach und sprich mit deinem Freund. Wenn ihr fragen habt, nur zu, du bist da nicht alleine!
    LG,
    Kustusch


  5. #5
    Junior Member Avatar von Felicity2017
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    Hallo Jamare,

    ich bin auch eine Schilddrüsen-geplagte (Hashimoto)... Hier ist eigentlich schon vieles dazu gesagt worden.
    Wichtig ist es abzuklären was für eine bzw. ob eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt und diese dann eben zu behandeln. D.h. ein Spezialist ist da auf jeden Fall gefragt. Je nach Erkrankung macht es Sinn auch Nebenbaustellen abzuklären, z.B. Mangel an Eisen/Ferritin, Vit D, etc.

    Zum Cortison: da kann ich jetzt nur als Hashimoto-Fall sprechen. Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung und dabei können bestimmte Antikörper (AK) erhöht sein. Es gibt Studien die einen Zusammenhang zwischen den erhöhten AKs und FG zeigen. Die AKs kann man aber auch mit Selen-Einnahme in den Griff bekommen, so dass man gar kein Cortison braucht. Aber im Rahmen einer KiWu Behandlung kann man dann zusätzlich Cortison geben. Wobei man dies mit dem Arzt besprechen sollte und vor allem sollte man vorher abklären, wie hoch die AKs sind. Ich habe während der KiWu-Behandlung auch Cortison eingenommen, wobei es sehr niedrig dosiert war.
    Ich kann dich da gut verstehen, aber bei mir war es eher so, dass ich den "Feind" kennen wollte, denn dann kann man auch was dagegen tun. Muss jeder selber wissen, ich wollte dir nur ein wenig die Angst nehmen, dass eine KiWu kein Gespensterhaus ist, aus dem man sofort mit dem Stempel "lebenslang kinderlos" rauskommt. Guck das Video, um den Überblick über das alles zu verschaffen: https://www.youtube.com/channel/UC3wkbg ... xTYJhtR0rA

    Ihr macht das schon, nur Mut, wenn der Anfang erstmal gemacht ist, ergibt sich ein Schritt nach dem anderen.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du einen guten Spezialisten findest!
    Alles Gute!
    LG,
    Felicity


  6. #6
    Junior Member Avatar von binki
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    ...das ist wie wenn ich verzweifelten Eltern das Jugendamt empfehle - "Was?? JUGENDAMT?? Ich will doch nicht, dass die mir mein Kind wegnehmen!!" Aber dass das Jugendamt sehr viele Hilfen zur Unterstützung, Entlastung der Eltern anbieten kann, sehen sie dabei nicht. Das würde ihnen das Leben oftmals erleichtern...
    Ok, kleiner Schwank aus meiner Arbeitswelt. Aber irgendwie doch passend. Es geht um Beratung - die werden Dir doch nicht gleich einen Stempel "UNFRUCHTBAR" auf die Stirn hauen und nach Hause schicken.
    Ich finde es sehr gut, dass Du die Termine bei den verschiedenen Ärzten wahrnehmen willst. Du tastest Dich langsam ran und das ist auch der richtige Weg. Aber versuch Dir klar zu machen, dass es manchmal auch "noch einen Schritt weiter" bedarf, wenn der eine Arzt eben nicht ausreicht. Hier, kannst du dich per Mail beraten lassen oder einfach eine Rat holen: http://forum.leihmutterschaft.com/index.php

    So zum Beispiel beim FA: der kennt sich vlt in seinem allgemeinen Bereich gut aus, kann Dich beraten und unterstützen. Aber er sollte - wenn nicht (mehr) - doch zumindest so ehrlich sein und Dich weiterverweisen. Zur Beratung, wohlgemerkt.
    Mein FA hat es damals mit einem Clomi-Zyklus versucht (machen wohl viele, wie ich jetzt hier immer wieder lese) und dann aber gleich gesagt, dass er sich in diesen Bereich nicht so recht "reinhängen" kann, da zu wenig spezialisierte Ahnung. Er hat mich dann gleich in eine KiWu überwiesen (habe also den Überweisungsschein und sogar gleich eine Telefonnummer mitbekommen). Dann habe ich dort angerufen und einen Termin für eine Beratung vereinbart.
    ...und bin ohne Stempel auf der Stirn, aber mit viel Hoffnung, Zuversicht und Mut nach Hause entlassen worden. Eben weil ich gleich das Gefühl hatte, aufgehoben zu sein. Hier sind die Fachärzte, die wissen worauf es ankommt, worum es geht, worauf geachtet werden sollte, was man tun kann, wie es überhaupt weitergehen kann... puh... das hat echt erleichtert, bei all den Fragen, Sorgen, Ängsten, die in meinem Gedankenkarusell kreisten. Und WIR konnten dann entscheiden, was wir wollten. Wann starten, womit und wie. Das finde ich auch wichtig, dass man selbst entscheiden "darf" und nicht einfach in so eine "Maschinerie" reinrutscht. Wenn ich mich nicht gleich so wohl gefühlt hätte, wäre ich sofort woanders hin, wo ich mir hätte Rat holen können. Und Unterstützung. Weil dass es ohne die nicht klappt, habe ich ja leider selbst schon genug "erprobt" und erfahren.

    Sorry, ich will hier weder Werbung machen noch sonst was. Aber wie ich das eben oben beim Jugendamt geschrieben habe, so ist das auch mit der Kinderwunschklinik. Einfach nur diese Angst wollte ich Dir nehmen!
    LG,
    Binki


  7. #7
    Junior Member Avatar von Ukulele
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    Hallo ihr Lieben,
    zu diesen Themen gibt es bereits zahlreiche Threads - seit ich positiv getestet hatte, habe ich in Foren intensiv zu bestimmten Dingen mitgelesen.
    Für alle, die es nicht mehr lesen können, bitte einfach übergehen.

    Evtl. muss ich das auch einfach nur mal loswerden. Mit etwas Glück schenkt mir sogar jemand Mut.

    Nach dem Absetzen der Pille ("wir könnten es so langsam ja mal drauf ankommen lassen - ganz ohne Sex nach Plan") wurde ich überraschenderweise im 2. Zyklus schwanger.
    Die Freude war riesig, in der 7.SSW beim FA, Herzchen schlug.

    Da meine FÄ bereits den Verdacht auf Uterus subseptus bei mir hatte (auf Grund der normalen Kontrollultraschalluntersuchungen) war ich bereits zu Beginn recht besorgt.
    Das Septum wurde bereits vor 2 Jahren vermutet; das hatte mich echt schon umgehauen, nachdem ich im Internet mal so gegoogelt hatte, aber sie meinte, ich solle es erst einmal ohne OP probieren; bei vielen würde das auch klappen.

    In guter Hoffnung und stetiger Sorge vergingen 2 Wochen, erneute Ultraschalluntersuchung (9.SSW), mein Mann kam extra mit - - - Stille. Der Embryo hatte sich nicht mehr weiterentwickelt und auch ein Herzschlag war nicht mehr zu erkennen.
    Schockzustand.

    Bei der Abrasio im KH wurde gleich auch eine Gebärmutterspiegelung vorgenommen, um das eventuelle Septum zu begutachten. Verdacht bestätigt. Entfernung empfohlen.

    Nach dieser Erfahrung und zahlreichen Berichten über stille bzw. Frühgeburten mit Uterus subseptus steht es für mich außer Frage, das Septum vor einem nächsten Versuch entfernen zu lassen.

    1) Wie lange habt ihr gewartet zwischen Abrasio und Septumresektion?
    2) Wurdet ihr nach der Septumresektion (schnell) schwanger und konntet euer Kind erfolgreich austragen?

    Da ich vor dem nächsten Versuch aber auch sonst so viel wie möglich ausgeschlossen wissen möchte, kam mir langsam die Erinnerung, dass ich in der Pubertät Probleme mit der Schilddrüse hatte und Jodtabletten einnehmen musste. Nix Großes, nix Spektakuläres. Damals sagte mir der Spezialist beim US: "Leicht vergrößert, aber wenn Sie erst mal schwanger waren und gestillt haben, ist das alles vorbei." Soweit müsste es ja erst einmal kommen.

    Außerdem wurde vor ein paar Jahren auf meine Vermutung hin ein erhöhter Testosteronspiegel festgestellt (Symptome: Haarausfall am Kopf, Haarwuchs an anderen Stellen). Man verschrieb mir die Pille...

    Jetzt habe ich gelesen, dass Testosteron und Schilddrüsenfunktion miteinander zusammenhängen können.

    3) Wer hat Ähnliches erlebt? Wie lange hat es gedauert, bis ihr richtig eingestellt wart und dann schwanger geworden seid?

    Danke an all diejenigen, die gerade die Zeit und Nerven haben, mir evtl. ein wenig Hoffnung zu schenken. Ich bin gerade einfach sehr durch den Wind. 0
    @MollyPolly Viel Erfolg dir mit deinen Biotexcom-Behandlungen!
    LG,
    Ukulele


  8. #8
    Junior Member Avatar von Alejandra
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    Liebe Ukulele,
    ich kann dir leider keine Antworten auf deine Fragen geben, aber:
    Das Thema Septum betrifft mich wahrscheinlich selber und ich hatte auch zwei FGen.
    War eben bei meiner normalen FA, um noch einmal von ihr etwas über das "mögliche" Septum zu hören. Sie konnte es im US nicht ausmachen. Meine damalige FA aber schon und sie empfahl es mir auch zu entfernen... Hatte ich nicht getan; hatte auf meine KIWU-Praxis gehört, wären wir jetzt nicht im Ausland (Biotexcom, Ukraine) als Selbstzahler gelandet.

    War bei dir das Septum im normalen US gut sichtbar?
    Zum Thema Septum kann ich nichts sagen, aber es lohnt sich in jedem Fall zusätzlich die Schilddrüse checken zu lassen. Bei mir hat erst letztes Jahr eine neue Frauenärztin festgestellt, dass mein TSH Wert mit 3,5 viel zu hoch liegt für einen Kinderwunsch, während mein Hausarzt es immer im Normbereich verortet hat. Die Referenzwerte sind da offenbar häufig viel zu hochangesetzt (bis zu TSH 4 wird da nach veralteten Leitlinien noch in der Norm angesehen, während für einen Kinderwunsch ein TSH unter 2, im Idealfall um 1 herum angestrebt wird). Wenn du als Teenager schon mal Probleme mit der Schilddrüse hattest könnte das ein Indiz sein. Bei mir war es so, dass ich nach Einstellung meiner Schilddrüse mit L-Thyroxin 50 nach knapp drei Monaten auf einen TSH Wert von 1 gekommen war und prompt schwanger wurde, allerdings hat es aus anderen Gründen nicht geklappt (Einnistung im Gebärmutterhals, kommt sehr selten vor, selbe Gefahrenlage wie bei einer Eileiterschwangerschaft). Nachdem ich es vorher knapp 10 Jahre erfolglos versucht hatte könnte ich mich schwarzärgern, dass es vielleicht an so was simplen wie dem Schilddrüsenwert gelegen hat und nun die Sache altersbedingt bei mir immer schwieriger wird. Also: abchecken lassen schadet nicht!


    Auf die Antworten für dich bin auch gespannt.
    Alles Liebe,
    Alejandra


  9. #9
    Junior Member Avatar von Ukulele
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    Liebe Alejandra,

    auch wenn du keine Antworten auf meine Fragen hast, tut es doch gut, etwas zu lesen, zu wissen, da sitzen noch andere vor dem PC und durchforsten Dr. Internet. Übrigens habe auch deine Biotexcom-Klinik gefunden.

    Durch zahlreiche Umzüge hatte ich mehrere Frauenärzte "passiert" - keiner hat ein Septum erkannt.
    Bei meinem letzten Umzug landete ich dann bei meiner jetzigen Frauenärztin (das war vor 2 od. 3 Jahren). Da ich neue Patientin war, checkte sie mich durch und bei 1. US sagte sie: "Sie wissen, dass sie zwei Gebärmütter haben?"
    Ich war ziemlich verunsichert - hatte bis dahin noch nie was von Gebärmutterfehlbildungen gehört - und nun bestimmt es zurzeit mehr oder weniger mein Leben.

    Dass es nicht wirklich zwei Gebärmütter sind, sondern wir von einem Septum sprechen, hat sie mir dann sehr genau erklärt und mir zahlreiche Bilderchen in ihren schlauen Medizinbüchern gezeigt.

    Zu Hause angekommen, gegoogelt, schlechte Idee. Damals bestand noch kein akuter Kinderwunsch, da hatte ich meinen jetzigen Mann ja erst kennengelernt. Also blieb es weiterhin einfach mal so, weil sie meinte, alles halb so wild etc. An dem Tag, an dem die MA festgestellt wurde, sagte sie gleich dazu, dass es wohl besser wäre, das Septum zu entfernen.

    Und ich dachte: Ja, was denn nun?
    Weder meine FÄ, noch die Ärzte im KH konnten mir sagen, um wie viel Prozent denn nun tatsächlich das Fehlgeburtsrisiko erhöht sei im Verhältnis zu einer normalen Gebärmutter. Keiner weiß es, Zahlen gehen weit auseinander.

    Übrigens: Als ich dann schwanger war, war das Septum ganz deutlich auch für mich zu sehen auf dem US. Und zwar nicht, weil ich dachte: "Aaaah, da ist das Septum!", sondern" Ooh, das sieht ja wirklich aus wie zwei Gebärmütter." Dadurch, dass sich die Schleimhaut intensiv aufgebaut hatte, war das gut zu erkennen. Auch die Fruchthöhle war zunächst in der 7.SSW (da war noch alles ok), ganz normal in der einen Seite sitzend zu erkennen (es hieß auch: toll, es hat sich an der perfekten Stelle eingenistet), aber 2 Wochen später als die MA festgestellt wurde, sah man, dass sich der Embryo zwar nicht weiterentwickelt hatte, die Fruchthöhle aber schon und die musste sich bereits komisch um das Septum knicken.

    Ach so, was ich dir noch sagen wollte: Ich war vorher immer bei top ausgestatteten FÄ, alles sah so modern und hightech aus und die machten auf mich einen ziemlich kompetenten Eindruck. Bei meiner jetzigen FÄ kam ich rein und in der Praxis sieht alles so aus, als wäre die Zeit stehen geblieben. Zuerst war ich skeptisch, aber nach dem 1.US waren alle Zweifel verflogen - sie war nämlich die erste, die das sah. Evtl. ist da das Geld in ein gutes US-Gerät geflossen und nicht in die Rezeptionstheke. Ich weiß es nicht.

    Aber viele sagen ja, dass beim US nichts zu sehen war, bei der Gebärmutterspiegelung dann aber schon. Oder aber auch sogar, dass bei der Ausschabung nichts entdeckt wurde - erst später.

    Aber um das entfernen zu lassen, muss ja eh eine GS gemacht werden, auf der man erkennen kann, ob du ein Septum hast oder nicht.

    Wie wird's wohl weitergehen bei dir?

    Alles Liebe!
    Ukulele


  10. #10
    Member Avatar von Anindita
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    Hallo Ukulele,

    Ich kann dir auch keine eindeutige Antwort geben, aber ich erzähle dir einfach mal, wie es bei mir war.
    Ab Kinderwunsch direkt schwanger geworden, leider MA, also Windei. Bei der Ausschabung und auch beim Ultraschall vorher konnte man eine Herzform der Gebärmutter erkennen. Im OP Bericht stand dann auch Uterus subseptum.
    Ich war genau wie du ziemlich verunsichert. Wir haben es dann nochmal versucht, ich wurde wieder schwanger, leider wieder eine Fehlgeburt. Nun war ich wirklich am Hadern. Wir sind dann in eine KiWu in D. Vergeblich. Danach in eine im Ausland (Ukraine, Biotexcom), dort wurde sofort eine Gebärmutterspiegelung gemacht. Tja, also wieder schwanger und diesmal ging zum Glück alles gut. Die Schwangerschaft war auf der rechten Seite, konnte man gut erkennen, sogar von außen.

    Ich habe auch viel nachgelesen, es ist ja so, dass das FG Risiko deshalb erhöht ist, da die Frucht, falls sie sich am septum einnistet schlecht versorgt wird und abstirbt. Bei einer ausgeprägteren Form ist die Schleimhaut überall genau gleich dick und das FG Risiko wieder geringer.
    Ich denke, dass da eine Prognose wirklich schwierig ist, da die Fehlbildung individuell beurteilt werden muss.
    Bei mir ist es jetzt zum Glück endlich gut gegangen, allerdings bin ich schon etwas besorgter, wenn es ans Geschwisterchen geht was die Fehlgeburten angeht. Aber ich werde es wohl wieder riskieren.

    Drück dir auf alle Fälle die Daumen für einen guten Ausgang, egal, wie deine Entscheidung ausfällt.
    LG,
    Anindita



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