Forum Sternenkinder



  1. #1
    Junior Member Avatar von Felicity2017
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    meine Geschichte: unser Glpück ist aufgebraucht..

    Hallo zusammen,
    ich wende mich heute an euch, weil mich wahrscheinlich niemand besser verstehen kann als ihr. Eigentlich hatte ich ganz großes Glück. Ich habe bereits zwei Kinder. Meine große Tochter ist spontan entstanden, die Kleine bei der ersten Kryo der ersten ICSI. Nun habe ich mir schon lange Zeit ein drittes Kind gewünscht. Und gleich bei der ersten ICSI hat es geklappt. Ich war überglücklich. Ihr könnt es euch ja vorstellen. Selten bin ich ein Optimist, aber komischerweise ab dem positiven Test war ich es. Ich fühlte mich so schwanger wie in keiner der anderen Schwangerschaften zuvor. Ja und dann der Schock. Beim ersten Ultraschall war die Fruchthöhle leer. Beim zweiten auch wieder. Und der hcG Wert sinkt. Es wird wohl ein Windei sein. Zumindest keine intakte Schwangerschaft. Ich merke ganz deutlich, dass die Schwangerschaft & weniger werden und habe mich emotional soweit versucht damit zu arrangieren. Nun stellt sich mir die Frage nach dem weiteren Procedere. Ich möchte ungern eine Ausschabung haben. Auch wenn es sich blöd anhört, aber auf diesem ganzen Kinderwunschweg, ist meine körperliche Gesundheit unser Kapital. Ich habe Angst vor irgendwelchen Problemen, die dadurch entstehen könnten. Außerdem möchte ich das kleine nicht einfach so weggeschabt bekommen. Mir wäre es lieber, der Natur seinen Lauf zu lassen. Aber mein Körper scheint das alles noch nicht so ganz realisiert zu haben. Ich befürchte, das kann jetzt noch Wochen dauern. Und so blöd es sich auch anhört, aber irgendwann möchte ich gerne unsere Kryos abholen oder auch in die nächste ICSI starten. Und einfach abschließen können natürlich. Außerdem kann ich mir das nicht so recht vorstellen, wie das blutungstechnisch so ist. Habe ständig Angst vor irgendwelchen großen Mengen, die eventuell aus mir rauskommen, zu einem völlig ungünstigen Zeitpunkt, wenn ihr versteht was ich meine.
    Hat vielleicht jemand Tipps von euch für mich? Das wäre nett. Ich würde mich auch über aufbauende Geschichten freuen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es das mit dem Kiwu jetzt war. Wir hatten immer so viel Glück. Wahrscheinlich ist das jetzt einfach aufgebraucht...
    Ganz liebe Grüße,
    Felicity


  2. #2
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    Guest
    Liebe Felicity,
    es tut mir leid, dass euer Kleines nicht bei euch bleiben kann....
    Meine Fehlgeburten waren alle natürlich und ich bin wirklich froh drum!! Irgendwie ließ es das Gefühl zurück, "wenigstens das" geschafft zu haben.....
    Ich weiß nicht, wie weit du schon bist. Wenn noch ganz am Anfang, dann schaffst du das auch alleine. Wenn schon etwas weiter, dann such dir eine Hebamme, die dich begleitet!
    Ich sage mir immer wieder, dass Fehlgeburten so häufig und "normal" sind, dass der weibliche Körper da auch alleine mit klarkommen kann. Rein von der Evolution gesehen. Sonst gäbe es wohl die Menschheit nicht mehr.... Aber natürlich kann es auch immer Komplikationen geben und darauf solltest du vorbereitet sein. Sprich wenn es losgeht jemanden bei dir haben, der dich notfalls auch ins Krankenhaus fahren oder dem Notarzt die Tür öffnen kann!
    Was ich machen würde: Lass alle paar Tagen das HCG kontrollieren, damit du weißt, wo du stehst!
    Ich hatte ebenfalls ein Windei / Blasenmole. Meine Ärztin hielt eine Ausschabung für besser.
    Mein HCG war aber auch sehr hoch, in der 8. SSW über 60000.
    Sie meinte, dass manchmal nicht alles Gewebe ausgeschieden wird. Dies könnte dann in ganz
    seltenen Fällen zu einer Krebserkrankung führen (wenn auch eine sehr gut zu behandelnde)
    Ich entschied mich daher zur OP. Ich musste danach noch 6 Monate den HCG kontrollieren lassen.
    Nach 8 Monaten durften wir es weiter versuchen.
    Diese lange Zeit war schwer auszuhalten.
    Inzwischen bin ich in der 16.SSW.
    Vielleicht war meine Kinderwunschärztin aber auch einfach zu vorsichtig und die ukrainischen (Biotexcom, Kiew) haben genau den richtigen Weg gefunden, um mich schwanger zu machen? Ich lese ja hier, dass viele mit Windei eine natürliche FG hatten.

    Ich wünsche dir alles Gute dafür und lass dir gesagt sein: Wenn du keine Ausschabung willst, dann musst du den Weg auch nicht gehen - erst, wenn es natürlich nicht klappt! Früher gab es auch im späteren Stadium sofort einen Kaiserschnitt, heute wird die Spontane Geburt eingeleitet....
    Du schaffst das!!!
    Ich wünsche Dir viel Kraft, wenn Du magst, schreibe doch!
    Wie es bei Dir weiter gegangen ist.
    Herzenswünsche,
    Luzzi


  3. #3
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    Guest
    Liebe Felicity,

    die Ärzte haben mir zu dem Medikament geraten, da meine HCG Werte weiter anstieg, keine Blutungen mehr da waren, aber eben auch kein Embryo. Wer weiß, wie lange es gedauert hätte, bis der Körper ganz natürlich aufgibt. Eine Ausschabung wurde versucht zu umgehen, da "in meiner Gebährmutter" die einzige Stelle ist (was das Schwangerwerden betrifft) an der ich noch keine Narben habe und das ja bei einer Ausschabung zumindest ein Risiko ist.
    Das Risiko bei dem Medikament ist vor allem, dass nicht alles abgeht und dann doch noch eine Ausschabung gemacht werden muss. Aber das weiß man schnell, nach ein paar Tagen und man hat es zumindest ohne Narkose ohne OP und den dazugehörigen Risiken versucht. Bei mir kam es am Ende so, aber ich hatte das Gefühl alle Möglichkeiten es schonend zu machen ausgeschöpft zu haben. Wenn man in der Situation überhaupt was einigermaßen gut finden kann.
    Das Medikament wird auch bei Frauen eingesetzt, um die Geburt einzuleiten, wenn es um eine ganz normale Geburt zum Ende der Schwangerschaft geht.
    Ich würde es wieder so machen. In meiner Klinik gab es aber auch einen Arzt, der gesagt hat, dass es eh nicht klappt, weil ich schon zu weit bin. Meine Ärztin hat sich aber durchgesetzt, weil sie das schonendere Verfahren lieber bei mir wollte. Trotzdem war es den Versuch wert.

    Leider bin ich seitdem nicht wieder schwanger geworden (um doch Eltern zu werden, wollen wir im kommenden Jahr eine Leihmutter bei der ukrainischen Biotexcom-Klinik beauftragen). Das eine Mal war aber auch schon sehr schwierig, da meine Eierstöcke nicht mehr so recht "arbeiten" und das schon seitdem ich Anfang 30 bin. Es war ein großes Glück nach vielen Monaten und Punktionen eine Eizelle zu finden (es waren sogar zwei), sie wurden befruchtet und transferiert. Eines hat sich eingenistet und ist dann eben blöderweise zu einem Windei mutiert. Das war großes Pech bei mir. Ich denke aber, dass es tol ist, dass mein Körper das also mit dem Schwangersein grundsätzlich kann. Jetzt brauche ich nur noch mal eine kleine Eizelle.

    Bei einer Freundin von mir, die fast zeitgleich schwanger war und (in einem anderen Krankenhaus) auch dieses Medikament bekommen hat, hat es nach drei Monaten wieder geklappt mit Schwangerwerden.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und das Du Deinen Weg findest und dann nach einer Weile wieder voller Zuversicht in einen neuen Versuch startest. Ich gebe meinen Vorrednerinnen Recht, dass ein bisschen Abstand nicht schadet. Erst das eine betrauern, dann zum nächsten starten.

    Liebe Grüße,
    Memale


  4. #4
    Junior Member Avatar von Felicity2017
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    Hallo Ihr Lieben,
    ich wollte mich ganz herzlich bei euch bedanken. Und gleichzeitig entschuldigen, weil ich so lange nicht geschrieben habe. Irgendwie brauchte ich dann doch Abstand. Ihr habt mir so lieb zur Seite gestanden und so tolle Tipps gegeben. Ich hoffe, bald wieder mehr hier in diesem Forum zu sein und dann auch etwas aktiver...

    Leider ist alles dann doch etwas anders gekommen, als gewollt. Der HCG-Wert ist, nachdem er bereits gefallen war, auf einmal wieder angestiegen. Innerhalb einer Woche auf 8000 (Anstieg von 4.000). Daraufhin erschien es als wenig realistisch, noch auf eine spontane Blutung zu hoffen. Ich habe daraufhin den mir empfohlenen Arzt aufgesucht, der dies bestätigt hat. Es wurde dann am Freitag eine Ausschabung durchgeführt. Alles völlig problemlos. Doch leider bildete sich ein Blutgerinnsel am Muttermund. Dieses verschloss die Gebärmutter total und das Blut staute sich nach oben. Ich musste stationär aufgenommen werden, bekam zunächst Infusionen, die halfen allerdings nichts, so dass am Sonntag erneut ausgeschabt wurde...
    Jetzt habe ich, die ich gar keine Ausschabung wollte, gleich zwei bekommen. Welch Ironie des Schicksals... Es ist soweit jetzt hoffentlich alles gut überstanden. Aber ich mache mir natürlich große Sorgen um meine Gebärmutter. Irgendwie kann das doch nicht gesund sein. Es war immer unser Kapital, dass bei mir alles gut war. Ich habe jegliche Hoffnung verloren dadurch. Es bleibt einfach nur abzuwarten, wie sich die Schleimhaut entwickeln wird. Mein Arzt meinte, das wäre alles kein Problem. Aber ob er recht hat, das wird sich wohl erst zeigen. Falls also jemand eine Mutmach-Geschichte hat, immer her damit, die könnte ich gerade gut gebrauchen. Und danke euch für eure Kiwu-Empfehlungen! Die Biotexcom-Klinik habe ich bereits gegoogelt.

    Auf jeden Fall möchte ich mich ganz herzlich bei euch bedanken. Für eure Tipps, das zuhören und alles.
    Eure Felicity


  5. #5
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    Guest
    Hallo Alejandra,
    es tut mir total leid für dich.
    Zu deiner Frage, ob es Mitte 20 anders verlaufen wäre: Vielleicht ja, vielleicht auch nein - das wird nie jemand wissen. Auf alle Fälle wäre aber dein Leben anders verlaufen und ob du das mit Mitte 20 schon gewollt hättest, ist eine viel wichtigere Frage. Ein Leben nach der Fruchtbarkeit zu planen bringt weder der Frau noch dem Kind etwas.
    Ja auch ich kenne mich mit deiner Situation aus... Leider... Ich wünsche es niemandem...
    Ich hatte den Mann meines Lebens gefunden und natürlich wollten wir ein gemeinsames Kind... Im 4. ÜZ hatten wir den positiven Test und nie zu keiner Zeit den Gedanken, dass was schief laufen könnte. Dann die ganz normale Vorsorge... Eine hektische Frauenärztin... Diagnose Missed Abort... Wir wollten doch eigentlich unseren Zwerg sehen. Doch es kam anders.
    Durchgeatmet. Wir wollten weiter üben... Ich denke, alle mit einem Kinderwunsch verstehen das... Und nach 1 Monat Pause war der Test tatsächlich wieder positiv. Doch ich hatte von Anfang an kein gutes Gefühl... Selbstschutz? Vermutung? Ich weiß es nicht...
    Nach 4 Wochen andauernden Blutungen kollabierte ich im Büro... Krankenhaus... 1 1/2 l Blut im Bauchraum... Eileiterschwangerschaft... Not OP...
    Danach die Aussage des Arztes "Ohne Hilfe wird es wohl nichts mehr mit dem Baby."
    Ich wollte nicht mehr... Die Schmerzen im Herzen, im Körper... Ich konnte nicht mehr... Das war Ende Januar dieses Jahres...
    Im Mai haben wir eine Anfrage an die ukrainische Biotexcom-Klinik erstattet. Unsere Leihmutter ist mittlerweile in der 20. SSW und spürt unseren putzmunteren Jungen strampeln...
    Und glaub mir alles Leid, alle Schmerzen sind vergessen...
    Gib deinen Traum nicht auf...
    Du bist erst 35!!!
    Ich drücke alle vorhandenen Daumen!
    LG,
    Hironaka



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