
Auf geht's ins Ferienlager! Der erste Urlaub ohne Eltern ist für Kinder immer aufregend. 9 garantiert wirksame Tipps gegen Heimweh - erprobt von den "Camp Adventure"- Veranstaltern.
1. Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden.
Klären Sie zunächst gemeinsam mit dem Kind, ob es alleine in ein Ferienlager fahren möchte. Das Kind einfach bei einem Reiseveranstalter anzumelden, ohne vorher nachzufragen, ist ein schlechter Start.
2. Informieren und Spaß wecken
Schauen Sie sich gemeinsam die Fotos der letzten Jahre an. Bestärken Sie Ihr Kind darin, dass viel tolles Neues wartet und es alles einmal ausprobieren sollte. Wenn Sie selbst Interesse für ein Feriencamp zeigen, so wird auch Ihr Kind schnell Lust haben, sich weiter zu informieren.
3. „Ohne Mama und Papa“-Zeit trainieren
Wenn Ihr Kind noch nie von Ihnen getrennt war, üben Sie das Alleine-Verreisen in kleinen Schritten. Ob zum Patenonkel oder mal übers Wochenende zu Freunden – fangen Sie klein an. So gewöhnt sich das Kind daran, und macht die Erfahrung, dass es nicht schlimm ist wegzugehen, weil man ja immer wieder zurückkommt.
4. Selber Einkaufen
Gehen Sie zusammen mit Ihrem Kind für die Reise einkaufen und lassen Sie es entscheiden, welche Zahnpasta oder welches Shampoo es mitnehmen will. Schon diese kleinen Dinge stärken das Selbstwertgefühl des Kindes enorm und es lernt, Verantwortung für sich zu übernehmen.
5. Schlafsack ausprobieren
Probieren Sie mit Ihrem Kind in gewohnter Umgebung aus, wie es sich im Schlafsack schläft. So schläft es am ersten Abend im Ferienlager viel ruhiger ein. Je öfter Ihr Kind das Zelten in gewohnter Umgebung (z.B. im Garten) ausprobiert hat, umso einfacher ist die Gewöhnung im Camp.
6. Selber packen
Wir kennen das alle von unseren ersten Reisen: Mama packt am besten. Das mag zwar richtig sein, um aber Ihrem Kind das beruhigende Gefühl zu geben, dass wirklich alles dabei ist, hilft nur selber packen.
Packen Sie die unterschiedlichen Kleidungsarten in verschiedenfarbige Plastiktüten. So weiß das Kind sofort, wo das frische T-Shirt oder die Socken zu finden sind, und muss nicht den ganzen Koffer oder Rucksack ausleeren. Außerdem lassen sich dann die Kleidungsstücke besser im Zelt verstauen.
7. Verabschieden
Es gibt absolute Tabusätze, die es den Betreuern unmöglich machen, mit dem Kind zu arbeiten, falls sich erste Anzeichen von Heimweh abzeichnen. Auch wenn Eltern im Moment des Abschieds diese Empfindungen haben, sollten sie folgende Aussagen vermeiden:
- "Keine Angst: Wenn es Dir ganz schlecht geht, dann hole ich Dich schnell ab."
- "Ruf einfach an, wenn Du Heimweh bekommst – ich regel dann alles."
- "Ich werd dich so wahnsinnig vermissen! Ich weiß gar nicht, wie ich es ohne dich aushalten soll."
Besser ist:
- "Wenn Du Heimweh bekommst, dann sag Deinem Betreuer Bescheid. Er wird sich schon gut um Dich kümmern. Denk an die vielen tollen Sachen, die Du machen wirst."
- "Ich werde dich vermissen, aber wir sehen uns ja auch schon bald wieder – nach dem Camp. Also hab viel Spaß."
Machen Sie beim Abschied deutlich, dass Ihr Kind einfach viel Spaß haben soll. Verständlicherweise ist auch für Eltern der Abschied nicht leicht. Aber wenn Sie Ihrem Kind zu sehr Ihre Ängste zeigen, macht es sich Sorgen um Sie, nicht um sich selbst. Und das ist der Heimwehgrund Nr. 1: die Sorge, dass die Eltern traurig sind.
8. Postkarten oder Briefe statt Telefonieren
Falls es zu Heimwehattacken kommt, so meist erst am zweiten oder dritten Tag. Statt mit dem Kind zu telefonieren, sollten Eltern ihm den Auftrag geben, Postkarten oder Briefe nach Hause zu schreiben.
9. Zu starkes Heimweh
Falls das Heimweh zu stark wird oder sich über mehrere Tage hinzieht, werden die Eltern angerufen, um mit ihrem Kind direkt zu reden. Nach dem Gespräch wird gemeinsam mit der Campleitung beraten, ob das Abholen sinnvoll ist.
(campadventure.de)

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