Pickel in der Pubertät: Was tun gegen Akne?

Unschöner Pubertätsbegleiter: Pickel, Mitesser und Co. Was tun, wenn bei Ihrem Kind die Haut zum Problem wird?


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Schlimm genug, wenn in der Pubertät die Hormone Polka tanzen. Dazu kommt: Pickel, Mitesser und Co. Sprießen – und hinterlassen Narben. Oft nicht nur auf der Haut, sondern auch auf der Seele. Was tun, wenn bei Ihrem Kind die Haut zum Problem wird? Welche Behandlungsmethoden gibt es bei pubertätsbedingter Akne und wie kann man vorbeugen?

Akne – was ist das und wie entsteht sie?


Die Ursachen von Akne liegen unter der Haut. In kleinen Taschen befinden sich dort unsere Haarwurzeln, die sogenannten Haarfollikel. Um diese Follikel herum sitzen Drüsen, die Haut und Haare mit Talg versorgen, damit sie geschmeidig bleiben. In der Kindheit sind die Talgdrüsen noch sehr klein und produzieren gerade so viel Hautfett wie nötig. Doch das ändert sich in der Pubertät. Der Körper produziert bei Mädchen und Jungen dann verstärkt männliche Sexualhormone, die Androgene. Dadurch werden Muskel- und Körperwachstum angeregt, aber eben auch die Talgproduktion. Das Gesicht fängt an zu glänzen, die Haare werden schneller fettig und Pickel, Pusteln und Mitesser entstehen. Denn gleichzeitig mit der Hautfettproduktion steigt auch die Anzahl der Hornzellen, die die oberste Hautschicht bilden. Verkleben diese Hautpartikel mit dem überschüssigen Talg, verstopfen sie die Ausgänge der Haarwurzeln und ein Mitesser ist geboren.

Aknepickel


© Thinkstock
Mitesser machen sich als dunkle Punkte auf der Haut bemerkbar. Das Hautpigment Melanin, welches ebenfalls in Zellen in der Haarwurzel gebildet wird, sammelt sich an dieser Stelle. Da der Talg nun nicht mehr ungehindert abfließen kann, vermehren sich in der verstopften Haarwurzel bestimmte Bakterien, Proprionibacterium acnes. Die Bakterien zersetzen mit Hilfe von Enzymen den Talg. Aus den Spaltprodukten entsteht in der Haarwurzel dann eine Entzündung, auf der Haut bilden sich schmerzhafte Pickel, Pustel und Knötchen. Diese bilden sich vor allem dort, wo viele Talgdrüsen in der Haut sitzen: Im Gesicht, im Nacken, auf den Schultern, Oberarmen und im Dekolleté. Aber auch am Rücken, am Gesäß, unter den Achseln sowie in der Genital- und Leistenregion treten entzündliche Hautreaktionen auf. 

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Krankheitsbilder und Formen von Akne

Nicht bei jedem entwickelt sich die Hautkrankheit gleich. In manchen Fällen sind nur ein paar Pickel und Mitesser im Gesicht zu sehen, bei anderen sind der ganze Rücken, die Brust und das Gesicht mit schmerzenden Pusteln übersät. Bei der gewöhnlichen Akne (Acne vulgaris) wird zwischen verschiedenen Symptomen und Formen unterschieden.

Acne comedonica:
Bei dieser Art der Akne treten gehäuft Mitesser vor allem im Gesicht auf, die nicht oder nur selten entzündet sind.

Acne papulopustulosa: Aus ausgedrückten oder aufgeplatzten Mitessern entstehen mit Eiter gefüllte Bläschen (Pusteln) und Papeln (kleine Knötchen). Neben dem Gesicht sind meist auch Brust, Oberarme und Rücken betroffen. Von diesen Entzündungen können kleinere Narben zurückbleiben.

Acne conglobata: Von dieser schwereren Form der Akne sind eher Männer betroffen. Aus den entzündeten Mitessern bilden sich ein bis zwei Zentimeter große Knoten, die auch miteinander verschmelzen oder zu hochentzündlichen Abszessen werden können. Nach dem Abheilen bleiben die charakteristischen Akne-Narben zurück.
Vorbeugung bei leichter Akne
Bei leichter Akne kann durch eine entsprechende Hautpflege vorgebeugt werden. Am besten sind pH-neutrale und parfümfreie Waschlotionen und leichte Pflegeprodukte auf Öl-in -Wasser-Basis. Einmal in der Woche ist zudem ein Gesichtspeeling zu empfehlen, um abgestorbene Hautschüppchen zu lösen und die Poren zu öffnen. Generell ist die richtige Hautpflege in der Pubertät sehr wichtig. Denn nicht nur eine verstärkte Talgproduktion kann zu Akne führen, manche Pflege- oder Kosmetikprodukte enthalten bestimmte Fette oder Öle, die die Poren verstopfen. Auch mechanische Reize wie zu enge Kleidung oder Medikamente zählen zu den Ursachen. Achten Sie bei Ihrem Kind darauf, welche Kosmetik- und Pflegeprodukte es benutzt und welche Kleidung es trägt. Neben zu enger Passform kann auch ein hoher Synthetikanteil schädlich für die Haut sein. Sprechen Sie im Zweifel mit einem Hautarzt darüber.

Hautpflege bei Akne


© Thinkstock
Auch wenn es verlockend ist: Pickel sollten auf keinen Fall selbst ausgedrückt werden. Denn dann ergießt sich der Inhalt in das umliegende Bindegewebe der Haut, die Folge sind oft noch größere Entzündungen. Auch wird dadurch die Entstehung von Narben begünstigt. Und diese sind nicht nur äußerlich störend. Gerade in der Pubertät, wenn das Selbstwertgefühl ohnehin angeschlagen ist, werden Akne und zurückbleibende Narben zum Problem für die Psyche.


von Evelyn Hosse




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Kommentare
  • StefieStein

    Hey, ich denke es kommt einfach darauf an, dass man eine gute Pflege sehr konsequent benutzt und das die Pflege nicht aggresiv ist. Besonders bei Produkten auf Naturbasis kannn es auch mal sein, dass die Wirkung erst etwas später eintrifft, jedoch hält sie dafür langfristige als bei den ganzen synthetischen Kosmetika. Ich selbt benutze PurDerm von Dado Sens und bin sehr zufrieden. Ich habe die Maske, das Washgel und das Tonic. In Kombi klappt das sehr gut. Hier bekommt man allgemein noch Informationen zu Ursachen und Behandlungen:
    http://unternehmen.dadosens.com/mein-dado-sens/lexikon/akne-acne-vulgaris.html

  • Alex1970

    also sorry, aber mir hat bei meinen Pickel wegen Heilerde noch irgendetwas von der Drogerie geholfen. Bin dann auf einen Artikel in einer Zeitschrift gestoßen, worauf ich mir auf thaicare.eu die Papulae Creme bestellt habe, hat bei mir super gefruchtet. Nach ca 2 Wochen waren alle meine Pickel weg, so dass ich dir Creme jetzt nicht mehr täglich nutze sondern eher nach bedarf wenn mal wieder ein Pickel im Anmarsch ist.