Akupunktur ist fast schmerzlos


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Akupunktur ist fast schmerzlos

Was die Kleinen nicht wissen können: Die speziellen Nadeln - vor allem solche, die bei Akupunktur für Kinder verwendet werden - sind nicht nur viel feiner als Impfnadeln, sie sind auch kürzer und mit einem Durchmesser von weniger als 0,2 Millimetern dünner als Akupunkturnadeln für Erwachsene. Außerdem bleiben sie bei Kindern häufig nicht so lange in der Haut. In der Regel dauert die Behandlung eine bis fünf Minuten. Bei Erwachsenen sind es meist 20 bis 30 Minuten. Hinzu kommt, dass Akupunkteure die Nadeln bei Kindern so gut wie schmerzlos setzen können. Der Trick, mit dem das gelingt, ist ein kleines Führungsröhrchen: Durch dieses wird die Nadel blitzschnell in die Haut geklopft, sodass das Stechen fast nicht zu spüren ist. Kinder nicht zur Akupunktur zwingen Kinder zur Behandlung zu zwingen, darin ist sich der Hamburger Allgemeinmediziner Helmut Rüdinger mit den meisten Akupunkteure einig, wäre aber ein grober Fehler gewesen. „Man muss die Zustimmung der Kinder gewinnen“, sagt der Mediziner. „Auf keinen Fall sollte man gegen sie arbeiten.“ Ein Patentrezept dafür, wie man das Vertrauen gewinnt, gibt es nicht. „Da muss man auf das Kind individuell eingehen“, sagt Rüdinger. Häufig helfe der Kniff, mit der Mutter zu vereinbaren, dass der Arzt erst einmal zur Demonstration bei ihr eine Nadel setzt. „Sobald die Kleinen dann sehen, dass nichts Schlimmes passiert, verlieren die meisten von ihnen ihre Angst.“ Dass man bei kleinen Patienten erst ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten muss, stört Rüdinger nicht. „Kinder behandle ich wirklich gerne, weil sie sehr gut auf Akupunktur reagieren.“ Zum Beispiel bei Schlafstörungen: Manche Therapeuten setzen zur Behandlung nur eine einzige Nadel im Bereich der Stirn. Nach ein bis zwei Sitzungen ist das Problem oft behoben. Bei Spannungskopfschmerzen reichen in der Regel fünf bis zehn Sitzungen.