Allergie-Prävention in der Schwangerschaft

Vor allem Mütter, die selbst unter einer Allergie leiden, machen sich Sorgen, dass ihr Baby ebenfalls eine Allergie entwickeln könnte. Die gute Nachricht: Schon während der Schwangerschaft können sie das Allergie-Risiko für ihr Kind reduzieren.


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Einer Allergie beim Baby vorbeugen


Ungefähr jedes dritte Kind leidet unter einer Allergie, Tendenz steigend. Klar, dass sich werdende Mütter fragen, was sie selbst dazu beitragen können, damit ihr Kind von einer späteren Allergie verschont bleibt. Wer dazuhin noch selbst Allergiker ist, tut gut daran, sich schon während der Schwangerschaft an einige – einfache – Regeln zu halten.

Allergie-Prävention in der Schwangerschaft

Entspannung bei der Ernährung in der Schwangerschaft: Gesund & ausgewogen, das ist die These


© Thinkstock

In Punkto Allergie-Prävention hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Wurde noch vor einigen Jahren gepredigt, auf allergene Nahrungsmittel zu verzichten, ist jetzt Entspannung angesagt. In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine allergenarme Diät in der Schwangerschaft keinen Einfluss auf spätere Allergien beim Baby hat. Ganz im Gegenteil: Das Vermeiden vieler Nahrungsmittel birgt eher die Gefahr einer Mangelernährung von Mutter und Kind.
Ernährungsempfehlungen zur Allergieprävention
Sie müssen während Ihrer Schwangerschaft also nicht auf potentielle allergieauslösende Nahrungsmittel verzichten. Wenn Sie darauf achten, dass Ihre Ernährung ausgewogen ist und viele gesunde Nährstoffe enthält, geben Sie Ihrem Baby auf diesem Weg das Allerbeste mit. Lebensmittel wie rohe Eier, rohes Fleisch und Roh-Milch sollten Sie jedoch meiden, sie gefährden die Gesundheit Ihres Babys.
Die Empfehlungen im Einzelnen:

Allergie beim Baby vermeiden
  • 1 / 6

    Aktives und passives Rauchen ist in der Schwangerschaft tabu! Rauchen zählt zu den Hauptfaktoren für die Entwicklung einer Allergie.

  • 2 / 6

    Auf Nahrungsmittel mit allergenem Potenzial wie Milch, Eier, Weizen und Soja müssen Sie nicht verzichten.

  • 3 / 6

    Auch Nüsse dürfen Sie weiterhin verzehren. Außer natürlich Sie sind selbst allergisch auf diese Nüsse.

  • 4 / 6

    Fisch ist gesund! Das gilt auch für Schwangere. Bei Fisch gibt es sogar Anzeichen dafür, dass allergische Erkrankungen seltener auftreten, wenn die Mutter in der Schwangerschaft und in der Stillzeit regelmäßig Fisch genießt. Fachleute empfehlen zwei Portionen Fisch pro Woche, davon einmal fettreichen. Besonders fettreiche Meeresfische sind Hering, Makrele, Lachs oder Sardine.

  • 5 / 6

    Wenn Sie während der Schwangerschaft täglich probiotische Bakterien (Milchsäurebakterien (z.B. Bifido) und Lactobazillen) zu sich nehmen, kann auch das dazu beitragen, das Allergierisiko zu senken.

  • 6 / 6

    Eher ungünstig wirkt sich der Verzehr von Magermilchjoghurt in der Schwangerschaft aus. Eine Studie der Harvard School of Public Health zeigt, dass fettreduzierte Joghurts das Risiko erhöhen, später Asthma oder Heuschnupfen zu entwickeln.
    (Quelle: European Respiratory Society Amsterdam)




Wie hoch ist das Risiko, dass mein Kind an einer Allergie erkrankt?
Allergien selbst werden nicht vererbt, allerdings die Veranlagung dafür. Ob Ihr Kind eine Allergie, Neurodermitis oder allergisches Asthma entwickelt, hängt von der familiären Belastung, aber auch vielen weiteren Faktoren ab.
➤ Kein Elternteil ist allergisch: 15 %
➤ Ein Geschwisterkind ist allergisch: 25-35%
➤ Ein Elternteil ist allergisch: 20-40%
➤ Beide Elternteile sind allergisch: 50-60%
➤ Beide Elternteile leiden unter der gleichen Allergie: 60-80%
Quelle: www.daab.de
Und was, wenn Sie selbst unter einer Allergie leiden?
Unsere Empfehlungen gelten für werdende Mütter, die keine Allergie haben. Schwangere, die unter einer Nahrungsmittelallergie leiden, müssen ihre Diät natürlich auch während der Schwangerschaft und Stillzeit befolgen.

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