Eier essen: Das gibt's bei Schwangeren und Babys zu beachten

Babys und Schwangere sollten Eier in Maßen oder gar nicht genießen. Was es rund ums Thema Ei zu beachten gibt.


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In puncto Eiweiß sind Eier echte Spitzenreiter, denn sie enthalten den gesunden Stoff in der höchsten biologischen Wertigkeit: Er kann quasi direkt in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden. Gerade in der Schwangerschaft ist die Deckung des Proteinbedarfs besonders wichtig, weil das Baby Eiweiß braucht, um Körperzellen und Gewebe aufzubauen. Ähnliches gilt für die Mineralstoffe Eisen, Jod und Kalzium, die ebenfalls unter der Schale stecken, sowie für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Sie machen Eier für Schwangere zu einer gesunden Ergänzung auf ihrem Speiseplan.

Schwangere sollten Eier gut durchgaren.

Schwangere sollten Eier gut durchgaren.


© Thinkstock
Dennoch gilt für ein Ei das Gleiche wie für alle anderen tierischen Lebensmittel: Weniger ist mehr - und drei Eier pro Woche sind für werdende und stillende Mütter genug.

In der Schwangerschaft gilt: Eier gut durchgaren


Bei der Zubereitung der Eier und Eierspeisen sollten Schwangere besonders darauf achten, dass diese auch wirklich gut durchgegart sind, denn roh könnten die Eier Salmonellen enthalten sein. Das sind Bakterien, die mitunter schwere Erkrankungen verursachen und erst bei Temperaturen von über 70 Grad wirkungsvoll abgetötet werden. Rohe Eier sind für werdende Mütter also tabu.

Vorsicht: Rohe Eier stecken oft auch in selbst gemachten Speisen wie Mayonnaise, Tiramisu, Pudding, Sauce Hollandaise, Eis oder sonstigen Cremes. Bei der nächsten Einladung zum Geburtstag oder Kindergartenfest sollten Schwangere bei solchen Leckereien vorsichtig sein und lieber nachfragen, wie sie zubereitet wurden. Industriell gefertigte Mayonnaise, Salatdressings und andere Produkte sind dagegen unbedenklich, weil darin nur pasteurisierte Eier enthalten sind und damit ausreichend erhitzt wurden.

Für das Frühstücks-Ei am Ostersonntag gilt: besser hart als wachsweich. Dabei sollte beides, Eiweiß und Eidotter, fest sein. Richtwerte: Eier 7 Minuten kochen, 5 Minuten pochieren und Spiegeleier auf beiden Seiten je 3 Minuten braten, dann heißt es auch für Schwangere: „Genießen erlaubt!“ 
Das gibt's zur Osterzeit zu beachten

Die allermeisten Salmonellen finden sich übrigens auf der Schale - und nicht im Inneren des Eis. Deshalb sollten werdende Mütter die Ostereier zum Bemalen auch möglichst nicht selber ausblasen - sondern lieber auspusten lassen. Ähnlich strenge Hygieneregeln gelten für kleine, eifrige Osterkünstler: Bevor die Mal-Hasen loslegen dürfen, müssen die Eier gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel abgewaschen werden. Tipp: Zum Auspusten das Loch etwas größer machen, einen Strohhalm nehmen und den direkten Mundkontakt mir dem Ei vermeiden. Und nach der Pinselei unbedingt gründlich die Hände waschen.  

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Lieber zum Bio-Ei greifen

Welches Ei sollte für kleine Genießer, Schwangere und Stillende am besten auf den Tisch? Entscheidend für Unbedenklichkeit und Qualität ist zunächst einmal die Frische. Sie lässt sich am angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum ablesen. Davon einfach 28 Tage abziehen - und schon wissen Sie, wann das Huhn das Ei gelegt hat. Das Legedatum muss nämlich nicht angegeben sein.

Mit einer einfachen Wasserprobe lässt sich außerdem die Frische prüfen: Ein frisches Ei sinkt in einem Glas Wasser flach zu Boden, ein mittelaltes richtet sich auf - und ein altes steigt sogar an die Oberfläche. Das liegt an der Luftkammer im Ei, die nach und nach immer größer wird. Wenn ein Ei nicht mehr ganz frisch ist, heißt das aber nicht, dass es gleich verdorben ist. Gut durchgegart ist es immer noch verzehrtauglich.

Neben der Frische kann auch die Herkunft der Eier für den Gesundheitswert eine Rolle spielen. Eier mit dem Bio-Siegel sind meist die bessere Wahl, weil hier z.B. auf den Einsatz von Farbstoffen verzichtet wird, die das Dottergelb intensiver leuchten lassen. Als kritisch wird beispielsweise der Farbstoff Canthaxanthin eingestuft, der in großen Mengen die Netzhaut schädigen kann. Solche Stoffe dürfen in Bio-Produkten beispielsweise gar nicht eingesetzt werden.

Lesen Sie auf Seite 2 weiter, ab wann Sie Ihrem Baby Ei füttern können.




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