So verringern Sie die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer

Im Wartezimmer beim Kinderarzt versammeln sich Kinder mit den unterschiedlichsten Krankheiten und bringen eine bunte Auswahl an Bakterien und Viren mit. Eltern werden hier schnell panisch und fürchten, mehr Krankheiten mit nach Hause zu nehmen als sie hingebracht haben. So reduzieren Sie die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer für sich und Ihr Kind:


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Im Wartezimmer des Kinderarztes gibt es mehr Keime als einem lieb ist: Von "Rotz" in allen Farben über "Kotz" bis zu Bakterien-Versammlungen jeglicher Art ist hier alles zu haben. Der Klassiker im Wartezimmer an einem Montagmorgen im Winter: Dem einen Kind läuft grün-gelber Rotz aus der Nase, den es beiläufig abwischt, um kurz darauf mit genau dieser klebrigen Hand einem anderen Kind das Spielzeugauto aus der Hand zu reißen. Ein kleines Mädchen sitzt totenblass auf dem Schoß seiner Mutter. Die zuckt bei jedem Geräusch nervös und hält ihrer Tochter die Spuckschale vor den Mund. Ein anderer Junge hat so komische Punkte im Gesicht. Fast wie das Sams. Wir sind hier aber nicht beim Fasching, sondern beim Kinderarzt. Wunschpunkte werden es also voraussichtlich nicht sein. Wie auch immer – als Mama oder Papa liegt die Befürchtung auf der Hand, dass hier weitaus schlimmere Krankheiten zu holen sind als der nächtliche Husten, den wir im Angebot haben. Deshalb! BITTE - BLOSS - NICHTS - ANFASSEN! Weder die Türklinke, noch die Bausteine – und erst recht nicht die Toilette. Und am besten auch erst wieder nach Verlassen der Praxis einatmen. Wer weiß, was hier alles in der Luft liegt!


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Mediziner sind sich aber einig: Panik ist hier nicht angebracht: Bei kranken Kindern arbeitet das Immunsystem bereits auf Hochtouren, die Gefahr, sich mit einer zweiten Erkrankung anzustecken ist demnach gar nicht so groß wie befürchtet. Mit diesen Tipps können Sie sich und Ihr Kind schützen:

10 Tipps, damit Ihr Kind beim Kinderarzt keine zusätzlichen Krankheiten erwischt


➤ 1. Wartezimmer sind grundsätzlich klein, eng und überfüllt. Fragen Sie die Arzthelferin, ob Sie nach der Anmeldung mit Ihrem Kind noch eine Runde spazieren gehen dürfen. So minimieren Sie die Zeit im Wartezimmer.

➤ 2. Eigene Spielsachen mitnehmen und die in der Praxis meiden.

➤ 3. Wenn Ihr Kind partout mit Spielzeug aus dem Wartezimmer spielen möchte: Bücher und Zeitschriften sind weniger mit Keimen besiedelt als Plastikspielzeug oder gar Kuscheltiere.

➤ 4. Im Notfall dürfen Sie Ihr Handy als Joker einsetzen, um von den verführerischen Spielsachen abzulenken! ➤ 5. Nehmen Sie Feuchttücher mit – und wischen Sie Ihrem Kind regelmäßig die Hände ab.

➤ 6. Gehen Sie nach Möglichkeit mit Ihrem Kind daheim auf die Toilette und meiden Sie die Toilette in der Arztpraxis.

➤ 7. Auf Türklinken finden sich die meisten Keime. Nutzen Sie den Ellenbogen oder ein Papiertaschentuch, um Türen beim Arzt zu öffnen.

➤ 8. Wenn Ihr Kind nur einen leichten Infekt hat und Sie nur zum Kinderarzt müssen, um ein Attest für Ihren Arbeitgeber abzuholen: Fragen Sie telefonisch nach, ob Sie das Attest eventuell ohne Termin abholen können. Die Kulanz der Ärzte ist allerdings unterschiedlich.

➤ 9. Legen Sie Vorsorgetermine nicht in die Erkältungs-Hochsaison. Die meisten Arztpraxen planen die Besuche gesunder Kinder aber sowieso nicht in der Zeit ein, in der sie das Wartezimmer voll mit Notfall-Patienten haben.

➤ 10. Und nach dem Arztbesuch gilt für Mama, Papa und das Kind: Ein Mal gründlich Hände waschen!

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