Fieberkrampf beim Baby: Symptome, Hausmittel & Tipps

Hier stellen wir Ihnen das Dreitagefieber als eine Sonderform des Fiebers beim Baby vor. Außerdem erklären wir Ihnen, was es mit dem Fieberkrampf auf sich hat und wie Sie sich im Falle eines Fieberkrampfes bei Ihrem Kind verhalten sollten.


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Dreitagefieber


Eine Sonderform des Fiebers ist das Dreitagefieber, von dem vor allem Säuglinge, Babys und Kleinkinder zwischen sechs und 24 Monaten betroffen sind. Typischerweise steigt bei dieser ansteckenden aber harmlosen Viruserkrankung das Fieber sehr plötzlich sehr hoch an und dauert etwa drei bis vier Tage.

Zu Beginn der Erkrankung ist das Dreitagefieber nur schwer zu diagnostizieren, eindeutig identifiziert werden kann es erst nach dem anschließenden Auftreten von rötlichem Hautausschlag am Rumpf. So beängstigend derart hohe Fieberanfälle erscheinen, ein Trost bleibt: Wer einmal am Dreitagefieber erkrankt war, ist lebenslang immun. 

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Fieberkrampf

Noch bedrohlicher erscheint es, wenn das Baby infolge hohen Fiebers während einer Erkrankung oder nach einer Impfung unversehens in einen Fieberkrampf verfällt: Es verdreht plötzlich die Augen oder blickt starr vor sich hin. Mitunter setzt sogar kurz der Atem aus, die Lippen werden blau, es kann teilnahmslos wirken oder in eine kurze Bewusstlosigkeit sinken. Manchmal beginnen auch das Gesicht und die Gliedmaßen zu zucken. Doch nach nur wenigen Minuten ist der Spuk vorbei.

Versuchen Sie bei einem Fieberkrampf nicht, die Zuckungen zu unterdrücken oder das Baby zu schütteln. Ziehen Sie es aus und legen Sie es unter ein dünnes Tuch ins Bettchen, am besten in stabiler Seitenlage. So kann es sich nicht stoßen. Im Übrigen wird so auch verhindert, dass es sich an eventuell Erbrochenem verschluckt.

Ist der Krampfanfall vorüber, rufen Sie den Notarzt oder stellen Sie das Baby in einer Notfallklinik vor. Dort wird abgeklärt, ob nicht doch eine Krankheit wie etwa eine Meningitis Auslöser für den Fieberkrampf war. In der Regel ist die Ursache bei entsprechend veranlagten Kindern aber einfach eine erhöhte Reizbarkeit der Gehirnzellen, die nur ein Reaktionsmuster kennen: den für die Eltern erschreckenden, doch fürs Baby meist nicht gefährlichen Krampf.

Beim Fieberkrampf ist es angebracht, die Temperatur zu senken: wenn das Baby auch nach einer Schlafphase längere Zeit nicht trinkt, oder das Fieber von Erbrechen und Durchfall begleitet wird, denn hier besteht die Gefahr der Austrocknung.

Dann bringen Sie mit Hausmitteln wie kalten Waschungen oder nassen Wadenwickeln (diese nicht bei kalten Händen oder Füßen) die Temperatur herunter. Hatte Ihr Baby schon einmal einen Fieberkrampf, geben Sie bei steigender Temperatur vorbeugend ein vom Kinderarzt verschriebenes fiebersenkendes Mittel.

Im Video: Erste Hilfe bei einem Krampfanfall


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