Das Baby spuckt: Kein Grund zur Sorge

In den ersten Lebensmonaten spucken viele Säuglinge nach dem Stillen oder dem Fläschchen kleinere Mengen Nahrung wieder aus. Wir verraten Ihnen, warum das kein Grund zur Sorge ist und was Sie tun können, um das Spucken zu verhindern.


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„Speihkinder sind Gedeihkinder“


Babys, die nach der Mahlzeit kleinere Mengen wieder ausspucken, nennt man Speihkinder. Der altbekannte Spruch „Speihkinder sind Gedeihkinder“ bezieht sich darauf, dass das Spucken bei kleinen Säuglingen in der Regel unbedenklich ist. Sie „gedeihen“, d.h. entwickeln sich normal, trotz des Spuckens.

Fast jede zweite Mutter berichtet über häufiges Spucken Ihres Babys nach den Mahlzeiten. Sogar zum Teil zwei bis drei Stunden nach dem Füttern bringen die Kleinen noch Nahrungsmengen hervor. 

Wenn das Baby spuckt


© iStock
Warum spuckt das Baby?

Eine passende, wenn auch etwas salopp formulierte Erklärung ist der Vergleich des satten Babys mit einer Flasche ohne Korken. Hat das Baby einen vollen Magen und wird bewegt, liegt auf dem Bauch oder spannt die Bauchmuskulatur an (z.B. auch beim Lachen oder Weinen), läuft es sozusagen über.

Das liegt daran, dass bei vielen Säuglingen das Verdauungssystem zu Beginn noch nicht voll ausgereift ist. Der Magenverschluss-Muskel, der den Magen von der Speiseröhre trennt, schließt noch nicht vollständig. So können kleinere Nahrungsmengen aus dem Magen immer wieder zurück in die Speiseröhre fließen. Das nennt man Reflux. Besonders in den ersten drei Lebensmonaten passiert das relativ häufig. Danach sollte das Spucken weniger werden und bis zum ersten Geburtstag völlig aufgehört haben.

Solange das Baby ohne Schmerzen oder Anstrengungen und nur kleine Mengen spuckt, zunimmt und einen gesunden und zufriedenen Eindruck macht, brauchen Sie sich also keine Sorgen machen. Wenn Sie sich jedoch unsicher sind, ob das Spucken bei Ihrem Baby noch normal ist, dann lassen Sie es sicherheitshalber vom Kinderarzt checken.

Tipps gegen das Spucken beim Baby
  • 1 / 6
    Zeit und Ruhe

    Lassen Sie sich beim Stillen oder Füttern Zeit und achten Sie auf eine ruhige Umgebung. Bei Unruhe trinkt das Baby hastiger, wodurch es mehr Luft schluckt und das Spucken wahrscheinlicher wird.

  • 2 / 6
    Bäuerchen machen lassen

    Lassen Sie Ihr Baby nach jedem Wechsel der Brust beim Stillen und nach jeder Mahlzeit ein Bäuerchen machen. Die dabei entweichende Luft verringert den Druck auf den Magen.

  • 3 / 6
    Richtig anlegen

    Streichen Sie die Brust vor dem Anlegen ein wenig aus, damit nicht zu viel Milch auf einmal kommt, wenn das Baby daran saugt. Achten Sie darauf, dass Sie es richtig anlegen und es entspannt trinken kann.

  • 4 / 6
    Fläschchen

    Achten Sie darauf, dass das Loch im Sauger nicht zu groß ist. Die Milch darf nur langsam heraus tropfen, wenn Sie die Flasche kopfüber halten. Schütteln Sie das Fläschchen außerdem nicht  zu sehr, da sich sonst Luftbläschen in der Milch bilden. Spuckt Ihr Kind sehr, können Sie seine Flaschennahrung beispielsweise mit etwas Johannisbrotmehl andicken.

  • 5 / 6
    Vor dem Füttern wickeln

    Legen Sie Ihrem Baby bei Bedarf vor dem Füttern eine neue Windel an, nicht danach. So vermeiden Sie, dass das Baby mit vollem Magen gedreht und geschaukelt wird.

  • 6 / 6
    Hoch lagern

    Lagern Sie Ihr Baby nach dem Füttern und beim Schlafen etwas hoch. Dafür nutzen Sie am besten ein Keilkissen, das Sie unter die Oberseite der Matratze schieben.






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