Babykrankheiten: Tipps, wenn das Baby krank ist

Verschiedene Krankheiten machen Babys das Leben schwer. Wir stellen Ihnen die häufigsten Babykrankheiten vor und sagen Ihnen, was Sie tun können. Dazu gibt's Tipps, was kranken Babys hilft.


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Nestschutz ersetzt Immunsystem in den ersten Monaten


War das Baby im Mutterleib vor Attacken von Bakterien, Viren und Pilzen noch weitgehend geschützt, muss der Körper des Neugeborenen nun lernen, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Die gute Nachricht: Ihr Baby ist dabei keineswegs schutzlos! Denn während der Schwangerschaft hat es durch Sie ein unschätzbares Startkapital erhalten: eine „Grundausstattung“ mit wichtigen Abwehrstoffen. Man nennt sie Nestschutz oder Leih-Immunität.


Baby-Erkältung

Weil Ihr Baby noch keinen eigenen Immunschutz aufgebaut hat, bleibt der Nestschutz in den ersten sechs bis neun Monaten wirksam und bewahrt es weitgehend vor zahlreichen Infekten wie etwa Erkältung oder Durchfall. Aber es gibt auch bakteriell verursachte Kinderkrankheiten wie Keuchhusten oder Scharlach, gegen die der Nestschutz wirkungslos ist. Insbesondere bei Säuglingen können gefährliche Komplikationen die Folge sein.

Krankheiten trainieren und stärken Babys Immunsystem
Die meisten Infektionen sind aber glücklicherweise harmlos. Und trotz aller Sorgen, die Sie sich in dieser Zeit um die Gesundheit Ihres Babys machen, haben diese Krankheiten auch etwas Gutes: Nach jedem Kontakt mit bisher unbekannten Viren wird das körpereigene Immunsystem die „feindlichen Angreifer“ leichter erkennen und sich künftig besser zu wehren wissen.



© Thinkstock
Doch bis das Immunsystem auf eigenen Beinen steht, wird es noch viele „Trainingseinheiten“ absolvieren müssen: Bis zu zehn eher harmlose Infekte jährlich sind bei Kindern unter sechs Jahren völlig normal. 

Andere Krankheiten wiederum sind nicht so unproblematisch und auch kaum zu vermeiden; Sie können aber mit Hilfe Ihrer Hebamme und des Kinderarztes viel dafür tun, dass es Ihrem Baby schon bald besser geht. Wehwehchen wie Fieber oder Schnupfen ziehen zwar schnell vorüber und lassen sich bei älteren Säuglingen recht gut selbst behandeln.

Grundsätzlich aber gilt: Mit Babys unter sechs Monaten gehen Sie immer dann zum Arzt, wenn Ihnen das Verhalten des Kindes seltsam vorkommt, wenn es nicht trinkt oder sehr viel weint. Säuglinge sind nicht in der Lage zu äußern, wo es wehtut oder was ihnen fehlt; im Zweifelsfall ist also fachliche Hilfe gefragt - und damit ist der erste Schritt auf dem Wege der Heilung getan.

Tipps, wenn das Baby krank ist
Was Babys vor allem brauchen, wenn Sie krank sind, ist aufmerksame Zuwendung und eine liebevolle, ausgeglichene Atmosphäre. Liebe ist die beste Medizin! Wir geben Tipps, worauf Sie außerdem achten sollten.


Liebe und Zuwendung fürs Baby

Temperaturkontrolle: Kommt Ihr Baby Ihnen krank oder „irgendwie komisch“ vor, messen Sie gleich die Körpertemperatur. Für den Kinderarzt sind diese Werte sehr aufschlussreich. Am besten und zuverlässigsten ist noch immer die Po-Messung, weil sie die Kerntemperatur des Körpers misst.

Nutzen Sie dafür am besten flexible Kunststoff-Thermometer mit Digitalanzeige! Alternative bei sehr unruhigen Kindern: ein (relativ teures) Infrarot-Stirnthermometer. Es misst die Temperatur innerhalb einer Sekunde.

Ruhe: Auch wenn ein wimmerndes oder schreiendes Kind Ihre Geduld hin und wieder auf die Probe stellen wird - bemühen Sie sich um Besonnenheit. Ebenso wichtig: Eine möglichst dezente Geräuschkulisse und gedämpftes Licht wirken beruhigend. Ihr Baby wird sich so sicherer fühlen und das Kranksein besser verkraften.

Nähe: Stellen Sie das „Krankenlager“ in Ihrer Nähe auf. Eine Wiege oder ein Stubenwagen leisten hier gute Dienste, selbst bei Säuglingen, die fast schon zu groß dafür sind. Gehen Sie immer wieder hin zu Ihrem Baby, streicheln Sie es, singen oder summen Sie ihm etwas vor.

Eine weitere ideale Beruhigungsquelle ist die Mutterbrust. Legen Sie Ihr Baby an, auch wenn das eigentlich gar nicht mehr vorgesehen war. Das hilft ihm über die ersten schweren Tage. Im Übrigen ist Muttermilch leicht verdauliche Schonkost.

Flüssigkeit: Kranke Babys müssen besonders viel trinken. Es eignen sich zum Beispiel Wasser und Tee (ungesüßt).

Klima: Die Zimmertemperatur sollte nicht höher als 18 Grad Celsius sein.


Pflege des Babys

Hygiene:
Selbst schwache Babys empfinden eine Katzenwäsche mit lauwarmem Wasser als wohltuend. Danach immer gut abtrocknen.

Entspannte Mütter: Wenn Sie sich mit der Pflege überlastet fühlen, scheuen Sie sich nicht, Partner, Verwandte oder Freunde zu bitten, die Einkäufe zu erledigen oder Ihnen das Putzen abzunehmen.


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